Power2Heat soll die Integration erneuerbarer Energien kostengünstig ermöglichen

Deutschlandweit aggregierter Fernwärmelastgang / Grafik: EfE
Deutschlandweit aggregierter Fernwärmelastgang / Grafik: EfE

Energiepolitik im neuen Koalitionsvertrag: Power2Heat als ein zentrales Element im Wärmemarkt

Power2Heat soll die Integration erneuerbarer Energien kostengünstig ermöglichen. Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) in München hat errechnet, welche Potenziale damit kurzfristig erschließbar wären.

(WK-intern) – Im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD (Stand 24.11.2013) spielt die Technologie Power2Heat zur Integration der erneuerbaren Energien im Wärmemarkt eine zentrale Rolle. Power2Heat ermöglicht eine Kopplung des Strom- und Wärmemarkts. Temporäre Übererzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien kann zur Wärmebereitstellung genutzt werden, die ungünstigere Alternative wäre ein Abregeln der Anlagen.

Die FfE hat die Potenziale von Power2Heat in Fernwärmenetzen berechnet, mit folgendem Ergebnis:

  • Theoretisches Potenzial (Maximalwert): Das theoretische Power2Heat Potenzial in Fernwärmenetzen entspricht der deutschlandweiten Summenlast der Fernwärme.
  • Jederzeit verfügbares Potenzial (Minimalwert): Unter der Annahme, dass die Power2Heat Anlagen stets in der Lage sind, mit voller Leistung Strom aus dem Netz zu beziehen, verringert sich das Potenzial. In diesem Fall entspricht das Potenzial der Minimallast eines deutschlandweit aggregierten Fernwärmelastgangs.

Zur Berechnung dieser Potenziale hat die FfE für alle Fernwärmenetze Deutschlands synthetische Fernwärmelastgänge auf Basis der Testreferenzjahre erstellt und deutschlandweit aggregiert (siehe Bild 1). Es zeigte sich, dass die thermische Spitzenlast (theoretisches Potenzial) bei maximal 29 GW liegt. Die Minimallast (jederzeit verfügbares Potenzial) beträgt 3,3 GW. Darüber hinaus stellen dezentrale Power2Heat Technologien, wie Nachtspeicherheizungen, Wärmepumpen und hybride Heizsysteme weitere Power2Heat Potenziale dar, welche im Verbundforschungsvorhaben „Merit Order der Energiespeicher im Jahr 2030“ untersucht werden.

Weitere Informationen:
http://www.ffe.de/publikationen/pressemeldungen/490-energiepolitik-im-neuen-koal…
– Originaltext der Pressemeldung

PM: Jochen Habermann Pressestelle
Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top