Offshoreanlage an Land: Neuer AREVA 5 MW-Windrad-Prototyp liefert Strom

AREVA Einzelblatt Montage / Bild: Areva
AREVA Einzelblatt Montage / Bild: Areva

Windenergie von der Nordseeküste für die infra fürth gmbh und die Herzo Werke

Der Fürther Energiedienstleister infra – vormals Stadtwerke Fürth – und die Herzo Werke aus Herzogenaurach bauen ihr Engagement in der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien aus und beteiligen sich mehrheitlich an dem Prototypen der weiterentwickelten AREVA Windenergieanlage M5000.

(WK-intern) – Die Weiterentwicklung der M5000 besteht im Wesentlichen in der Vergrößerung des Rotordurchmessers von 116 auf 135 Meter.

Fürth / Herzogenaurauch / Erlangen / Bremerhaven – Mit dieser Modifikation wird der Jahresstromertrag um mehr als zhen Prozent erhöht. Nach der erfolgreichen technischen Abnahme in Norddeutschland unterzeichneten die Vertreter der Unternehmen die entsprechenden Verträge in Erlangen.

AREVA hat den Windrad-Prototyp in Bremerhaven nahe der Autobahn 27 errichtet und wird dort in den nächsten Monaten alle notwendigen Tests für die Zertifizierung des Anlagentyps für den Betrieb im Meer durchführen. Jährlich produziert die Windturbine mit einer Leistung von bis zu fünf Megawatt genug Strom, um rechnerisch fast 4.000 Haushalte zu versorgen. Diese umweltfreundliche Energie nutzen die fränkischen Versorger infra und Herzo Werke. Sie verfolgen damit die Strategie weiter, ihren Kunden Strom aus Erneuerbaren Energien zu liefern und gleichzeitig eigene Erzeugungskapazitäten aufzubauen.

„Erneuerbare Energien werden für unsere Kunden immer wichtiger. Deswegen wollen wir nicht nur wie bisher rein ökologisch erzeugten Strom liefern, sondern zunehmend selbst in den Bau solcher Anlagen investieren”, erklärte Hans Partheimüller, Geschäftsführer der infra.

„Die Herzo Werke produzieren bereits Strom aus Erneuerbaren Energien in Mittelfranken. Die Kooperation mit AREVA ermöglicht es uns, zusätzlich Windenergie aus Norddeutschland zu nutzen, wo der Wind öfter und stärker weht”, ergänzte Jürgen Bauer, Geschäftsführer der Herzo Werke.

„Offshore-Wind bietet verglichen mit anderen Erneuerbaren Energieträgern eine hohe Verfügbarkeit. Damit kann die Technologie einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten. Unsere weiterentwickelte Windturbine erhöht die Stromausbeute durch den größeren Rotordurchmesser weiter”, sagte Stefan vom Scheidt, Sprecher der Geschäftsführung der AREVA GmbH.

„In die Weiterentwicklung unserer M5000 sind unter anderem unsere mehrjährigen Betriebserfahrungen aus dem Offshore-Windpark alpha ventus eingeflossen. Dort werden die AREVA-Windkraftanlagen des Typs M5000 seit mehreren Jahren zuverlässig mit einer Verfügbarkeit von 97 Prozent betrieben. Die Weiterentwicklung der M5000-116 zur M5000-135 ist für AREVA ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der Stromgestehungskosten im Bereich der Offshore-Windenergie und ist die Basis für eine zuverlässige Windenergiegewinnung auf hoher See” machte Joachim Arndt, technischer Geschäftsführer der AREVA Wind GmbH, deutlich.

AREVA baut und installiert derzeit die Windenergieanlagen der Offshore-Windparks Trianel Borkum und Global Tech I mit zusammen 120 Windturbinen und einer installierten Leistung von 600 Megawatt.

Mit dem Vertragsabschluss besitzen die infra 60 Prozent, die Herzo Werke 25 Prozent und AREVA 15 Prozent an der gemeinsamen Betreibergesellschaft für den Prototyp.

PM: AREVA

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