Bindende Offshore-Windenergie-Zielvorgabe für 2030 könnte bereits heute die Wirtschaft ankurbeln

Want to boost the economy today? Set a binding 2030 target, wind industry tells ministers / Photo: EWEA
Want to boost the economy today? Set a binding 2030 target, wind industry tells ministers / Photo: EWEA

Windenergiebranche erklärt Ministern: Bindende Zielvorgabe für 2030 könnte bereits heute die Wirtschaft ankurbeln

Auf der Eröffnungsveranstaltung der EWEA OFFSHORE 2013 in Frankfurt/Main hörten Minister und Abgeordnete, dass Offshore-Windenergie in Sachen umweltfreundliches Wachstum, Schaffung von Arbeitsplätzen und Verringerung von CO2-Emissionen eine Option sei, die niemand bereuen würde.

(WK-intern) – Die Energieprojekte von heute werden jedoch mit einer Laufzeit von 30 Jahren angelegt.Um also zu gewährleisten, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden, müsste jetzt eine bindende Vorgabe im Bereich erneuerbare Energien für 2030 formuliert werden, sagte der Geschäftsführer von DONG Energy und Leiter der Konferenz Henrik Poulsen.
„Die Hauptantriebskraft für Investitionen in erneuerbare Energien war nicht der schlecht funktionierende Emissionshandel, sondern die bindenden Vorgaben des Pakets 2020“, erklärte Poulsen.
EWEA-Geschäftsführer Thomas Becker, der die Konferenz eröffnete, warnte vor den Risiken für Investitionen in diesem Bereich durch Änderungen der Marktsituation und der gesetzlichen Rahmenbedingungen in einer Reihe von EU-Ländern:

„Selbst in Deutschland steht nun ein Fragezeichen hinter der Unterstützung für Offshore-Windenergie. Getrübt werden die langfristigen Aussichten zudem durch fehlendes Engagement seitens der Politik und die Diskussion über eine Reform des Strommarktes in Großbritannien, einem weiteren bedeutenden Markt. Investitionsentscheidungen werden dadurch behindert. Es besteht dringender Bedarf nach einer stabilen Politik, nach politischer Sicherheit und klaren Verhältnissen am Markt, nach dem Auftrieb und der Richtungsgebung, die eine bindende Vorgabe auf EU-Ebene bei erneuerbaren Energien für 2030 mit sich bringen würde“, erklärte er.

In der vergangenen Woche gaben die Geschäftsführer von acht Unternehmen mit zusammen 176.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 250 Milliarden Euro eine Erklärung ab, in der sie „eigenständige, stabile und prognostizierbare Rahmenbedingungen für 2030 mit ehrgeizigen, bindenden Vorgaben für erneuerbare Energien und ehrgeizigen, bindenden Vorgaben bei der Senkung der CO2-Emissionen sowie einen robusten CO2-Preis“ forderten. Dadurch, so sagten sie, würden Kosten reduziert, die Wettbewerbsfähigkeit Europas gestärkt, Rechnungen für Strom und Energie gesenkt sowie ein Beitrag dazu geleistet, dass die erneuerbaren Energien in Zukunft ohne Unterstützung auskämen.

Unter den Podiumsreferenten der EWEA OFFSHORE 2013 waren die Energieminister Schwedens und Belgiens, der Generaldirektor für Klimapolitik der Europäischen Kommission, der Geschäftsführer des Offshore-Joint Ventures von Vestas und MHI und der Senior Vice President von Alstom Wind.

Mehr zur EWEA OFFSHORE 2013: www.ewea.org/offshore2013

PM: EWEA

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