Siemens präsentiert seine neuen Windkraftanlagen der 4- und 6-MW-Klasse

Siemens-WKA / Foto: HB
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Windkraft auf dem Weg zur Kostensenkung

Mehr Leistung, weniger Gewicht, verbesserte Fertigungs- und Installationsprozesse – mit diesen Ansätzen will Siemens in den kommenden Jahren die Kosten bei der Offshore-Windkraft senken.

  • Konferenz mit hochrangige Vertretern des Unternehmens
  • Siemens stellt Produkte und Strategien für höhere Effizienz in den Mittelpunkt des Messeauftritts

(WK-intern) – Auf der Fachmesse EWEA Offshore in Frankfurt/Main zeigt das Unternehmen seine neuen Windkraftanlagen der 4- und 6-Megawatt-Klasse. In der begleitenden Konferenz erläutern hochrangige Vertreter des Unternehmens, mit welchen Strategien das Unternehmen die Kostensenkung in den nächsten Jahren erreichen will.

“Wir wollen die Stromgestehungskosten LCOE, den Levelized Cost of Energy, bei Offshore Wind bis zum Ende des Jahrzehnts um bis zu 40 Prozent senken”, sagt Henrik Stiesdal, Technologiechef bei Siemens Wind Power. “Das bedeutet konkret, dass wir unseren Kunden bereits ab 2020 die Technologie anbieten werden, mit der sich Offshore-Windstrom zu Preisen unter 10 Cent pro Kilowattstunde produzieren lässt.” Die technischen Neuerungen, die Siemens am Stand 31C40 in Halle 3.1 der Messe Frankfurt präsentiert, zeigen bereits heute wichtige Schritte zur Effizienzsteigerung. Maschinenhaus und Rotor der SWT-6.0-154 sind rund ein Drittel leichter als bei vergleichbaren Anlagen. Der Direktantrieb der neuen 6-Megawatt-Windturbine, der ein Getriebe überflüssig macht, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kostenreduzierung. Die Gewichtsvorteile erhöhen die Wirtschaftlichkeit in allen Projektphasen von der Fertigung über Transport, Fundamente und Installation bis hin zum Betrieb.

Produkte und Strategien für höhere Effizienz: Siemens Wind Power zeigt sie an Stand 31C40 in Halle 3.1 der Messe Frankfurt. / Pressebild: Siemens
Produkte und Strategien für höhere Effizienz: Siemens Wind Power zeigt sie an Stand 31C40 in Halle 3.1 der Messe Frankfurt. / Pressebild: Siemens

Ähnliche Vorteile bietet die verbesserte Offshore Getriebeanlage mit 4 Megawatt Leistung. Als SWT-4.0-120 mit einem Rotordurchmesser von 120 Metern und als SWT-4.0-130 mit 130-Meter-Rotor lieferbar verknüpft sie die Technologie der mit über 900 Einheiten weltweit meistgebauten Offshore-Windturbine mit einer deutlichen Leistungssteigerung. Darüber hinaus bietet der Rotor mit einem Durchmesser von 130 Metern die fortschrittlichen 36 Meter langen “Aeroelastic Blades”. Sie begegnen konstruktionsbedingt hohen Windlasten mit Flexibilität und lassen sich im Vergleich zu konventionellen Rotorblättern mit bis zu 20 Prozent reduzierter Masse fertigen.

Henrik Stiesdal mahnt darüber hinaus zu einer gesellschaftsübergreifenden Perspektive bei der Kostendebatte. “Der Nutzen für die Umwelt, die Versorgungssicherheit oder beispielsweise auch positive Wirkungen auf nationale Arbeitsmärkte werden in der Diskussion um die Nachhaltigkeit von erneuerbaren Energiequellen häufig unterbewertet”, unterstreicht Stiesdal. “Solche Aspekte, die die wahren gesellschaftlichen Kosten von Energie beeinflussen, müssen in der aktuellen Kostendebatte stärker berücksichtigt werden.” Nur so sei eine faire Bewertung der Offshore-Windenergie im Vergleich zu konventionellen oder anderen erneuerbaren Energiequellen möglich. Stiesdal nimmt während der Konferenz am Eröffnungspodium zum Thema Zukunftstechnologien teil. Als weiterer Redner befasst sich Michael Hannibal, CEO für Offshore Wind in der Vertriebsregion EMEA im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit dem Thema “Ist Offshore-Windenergie ihr Geld wert?”

Windenergie und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum mehr als 330 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

PM: Siemens Wind Power

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