2. Niedersächsische Forum für Energiespeicher und -systeme

Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz begrüßt die Teilnehmer des Forums
Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz begrüßt die Teilnehmer des Forums

Energiespeicher und -systeme – niedersächsische Landesinitiative präsentierte sich auf ihrem 2. Forum in Hannover

(WK-intern) – Göttingen – 150 Teilnehmer aus Forschung, Wirtschaft und Verbänden besuchten das 2. Niedersächsische Forum für Energiespeicher und -systeme. Auch der Schülerwettbewerb „Junge Energiewender“ und das themenbezogene Lehrerseminar veranschaulichten das Engagement aller Beteiligten.

Begleitet wurde die Veranstaltung durch eine Fachausstellung über Wärmespeicherung, Lithium-Ionen-Batterien und bedarfsorientierte Bereitstellung erneuerbarer Energien.

Almut Kottwitz, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, brachte es in ihrer Begrüßung auf den Punkt: Grundanliegen der energiepolitischen Nachhaltigkeitsstrategie und damit Schlagworte der Energiewende sind: Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und natürlich die Speichertechnologie. Deshalb, so die Staatssekretärin, ist die niedersächsische Landesinitiative zugunsten der Entwicklung innovativer Speichertechnologien und Speichersysteme die zwingende Konsequenz und der politischen Auftrag an Forschung und Unternehmen. Die Landesinitiative unterstützt und fördert die Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen, um leistungsfähige Speichertechnologien für z. B. Wasserstoff oder Methan zu entwickeln, neue, langlebige Batterien herzustellen, natürliche Erdspeicher wirtschaftlich zu nutzen oder neue zu bauen und schließlich ganze Energiesysteme wie Kraft-Wärme-Kopplung oder Wärmepumpensysteme weiterzuentwickeln. Dr. Andreas Meier, SOLVAY GmbH, bestätigte als Hausherr und Gastgeber die Bedeutung der fachlich breitgefächerten Arbeiten im Thema Speichertechnologien.

Im Mittelpunkt der Tagung standen energieeffiziente und wirtschaftliche Energiespeicherkonzepte. Neueste Entwicklungen im Bereich „Wasserstoff“ wurden von Renate Klingenberg, ChemCoast e.V. Hannover, und von Sabine Donadei, KKB Underground Technologies GmbH Hannover, vorgestellt. Ebenso sprach Manfred Wohlers, IVG Caverns GmbH Friedeburg zu diesem Thema. Über innovative elektrochemische Speichertechnologien und deren technische Anforderungen referierten Prof. Dr.-Ing. Arno Kwade, TU Braunschweig, Andreas Sander, Stöbich Brandschutz GmbH Herzogenrath sowie Dr. Isabel Kundler, Eisenhuth GmbH Osterode am Harz.

Die von allen Teilnehmern stark beachtete Podiumsdiskussion mit Annegret Agricola, dena, Dr. Jörg Hermsmeier, EWE AG, Mathias Timm, BEDW, Christian Schwarzenholz, Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, und Dr. Wedigo von Wedel, NEXT ENERGY, moderiert von Dr. Stefan Franzke von der Innovatives Niedersachsen GmbH, umfasste den aktuellen Stand der technischen Entwicklungen, zeigte Handlungsoptionen und mögliche Lösungsansätze auf und warf als themenübergreifende Ergänzung der Vorträge den Blick auf den zukünftigen technischen und politischen Regelungsbedarf.
Für die Teilnehmer war das Engagement des Gastgebers SOLVAY GmbH zugunsten der Bausteine der Energiewende unübersehbar. Es kommt mit dem Projekt „Power to Gas“ mit E.ON Hanse in Hamburg, die Beteiligung an „HyUnder“ zur Untersuchung von Salzkavernen zur Wasserstoffspeicherung sowie die Technologieentwicklungen im Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen zum Ausdruck. Ferner ist Solvay Mitglied im Beirat der Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen und beim Deutschen Wasserstoffverband.

Der Schülerwettbewerb „Junge Energiewender“ fand bereits zum 2. Mal in Folge parallel zum Forum für Energiespeicher und -systeme statt. Mit der Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zeichnete die Landesinitiative in diesem Jahr Schülergruppen aus, die sich im Rahmen eines Wettbewerbs auf der Jahresveranstaltung mit ihrer Kreativität und Erfahrung im Bereich Erneuerbare Energien erfolgreich bewährten. Vier Schülergruppen (08. – 10. Klasse) zeigten, dass Kreativität, Engagement und Interesse an dieser Technologie belohnt werden. Schon die Bewerbungen zum Wettbewerb „Junge Energiewender“ brachten das große Interesse der niedersächsischen Realschulen und Gymnasien an Fragen der Energiewende zum Ausdruck. Nach einer vorgeschalteten Aufgabe zur Auswahl konnten vier von zwölf Schulen ihre engagierten Schülerinnen und Schüler zu dem finalen Wettbewerb nach Hannover schicken. Und die überraschten das technische Begleitpersonal von der ISFH – Lernwerkstatt NILS/Lernwerkstatt für solare Energie am Institut für Solarenergieforschung Hameln/Emmerthal und ebenso auch die Jury durch ihre Kenntnisse und durch ihre praktischen Fertigkeiten.

Die Prämierung des Schülerwettbewerbs übernahm Staatssekretärin Daniela Behrens vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. In ihrer Ansprache lobte die Staatssekretärin das Engagement der Schülerinnen und Schüler für das Thema Energie und sowie den Mut der Schülergruppen, ihre Ergebnisse vor einem Publikum von ausgewiesenen Fachexperten zu präsentieren. Die Platzierungen der Schulen:

1. Platz: Neues Gymnasium Oldenburg (Oldenburg)
2. Platz: Gymnasium am Silberkamp (Peine)
3. Platz: Theodor-Heuss-Gymnasium (Göttingen)
4. Platz: Realschule Diepholz (Diepholz)

Die Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen organisierte gemeinsam mit der federführenden Berufsbildenden Schule 6 der Region Hannover auch in diesem Jahr im Rahmen des Forums für Energiespeicher und -systeme wieder ein Seminar für Lehrerinnen und Lehrer der Allgemeinbildenden Schulen. Die Teilnehmer profitierten von Expertenvorträgen in Verbindung mit einem praxisbetonten Informationsblock und erhielten so Anregungen und Detailinformationen für ihren themenbezogenen Unterricht. Die Berufsbildende Schule 6 der Region Hannover ist das regionale Kompetenzzentrum für die berufliche Vorbereitung in gewerblichen Berufsfeldern, für die berufliche Grundbildung und für die Fahrzeugtechnik. Das Lehrerseminar wurde zudem vom Projekt BNE-Agentur der Universität Oldenburg unterstützt.

Weitere Informationen zur Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen sowie zu Veranstaltungen und Projekten können per Newsletter empfangen werden: Zur Registrierung genügt eine Email an info@energiespeicher-nds.de, Stichwort „Aufnahme Expertendatenbank“.

Über die Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen
Am 01.06.2012 startete offiziell die neue Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen. Diese baut auf der bisherigen niedersächsischen Landesinitiative „Brennstoffzelle und Elektromobilität“ auf.

Das wesentliche Ziel der Landesinitiative ist die Stärkung des Technologiestandortes Niedersachsen im nationalen und internationalen Wettbewerb sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen. Dabei legt die Landesinitiative Energiespeicher und -systeme ein besonderes Augenmerk auf kleine und mittelständische Unternehmen sowie die rasche Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte bzw. Dienstleistungen. Neben Speichertechnologien (z.B. Batterien, Brennstoffzellen oder Redox-Flow) werden zusätzlich Themenstellungen in den Bereichen Energiemanagement (Wasserstoff, Kraft-Wärme-Kopplung, Netzanbindung, Smart Grid, Wärmepumpen, etc.) und Großspeicher (Power2Gas, Druckluft/Dampf, etc.) vorangetrieben.

Für niedersächsische Innovationstreiber bietet die Landesinitiative in den o.g. Technologiebereichen eine ideale Plattform, um entsprechende Bedarfe und Kompetenzen aktiv einzubringen und relevante Entwicklungen im Rahmen des Netzwerks voranzutreiben.

Die administrative Gesamtkoordination der Landesinitiative Energiespeicher und -systeme erfolgt in der Geschäftsstelle durch die innos – Sperlich GmbH in Göttingen. Wesentliche Aufgaben der Geschäftsstelle sind u.a.:

-Identifikation relevanter niedersächsischer Akteure
-Administrative Begleitung und Koordination der Arbeitskreise und Fachgruppen
-Strategische Einbindung bundesweiter und internationaler Netzwerke und Initiativen
-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
-Unterstützung und Einleitung von Kooperations- und Verbundprojekten

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