Zukunftsvision, bewegliche Flächen als Solarzellen zu benutzen

Idee zur durchsichtigen Elektronik macht Nachwuchswissenschaftler zum „Innovator unter 35“

(WK-intern) – Tobias Kraus, Materialwissenschaftler am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien, wurde für seine Forschung zu biegsamen, durchsichtigen, elektrisch leitfähigen Beschichtungen von der Zeitschrift Technology Review zum „Innovator unter 35“ geehrt.

Die Ergebnisse seiner Arbeit ermöglichen es beispielsweise, bewegliche Flächen als Solarzellen zu benutzen.

„In einigen Jahren könnte so zum Beispiel die Solarzelle von der Rolle entstehen, die als Gardine aufgehängt abends Licht spendet und gleichzeitig als Aufladestation für Mobiltelefone dient“, fasst der Preisträger seine Arbeit als Zukunftsvision zusammen.

In seinem Forschungsvorhaben untersucht Kraus, wie sich Nanopartikel in nass aufgetragenen Schichten bewegen und strukturiert eintrocknen. Denn erst durch die hochgeordnete Struktur der Nanopartikel leiten Beschichtungen den Strom besonders gut und verwandeln Licht besonders gut in Strom. Die Beschichtungen bleiben dabei biegsam und durchsichtig. Gleichzeitig arbeitet Kraus daran, die grundlegenden Erkenntnisse auch auf größere Flächen anzuwenden.

Aufgrund ihres zehnjährigen Bestehens führte die Fachzeitschrift Technology Review dieses Jahr erstmalig den Wettbewerb unter jungen Innovatoren durch. Die Gewinner erhalten damit die Möglichkeit, ihre Forschung einem breiten Publikum auf dem Innovationskongress 2013 vorzustellen.

Ansprechpartner:
Dr. Tobias Kraus
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien
Leiter Juniorforschungsgruppe Strukturbildung auf kleinen Skalen
Tel: 0681-9300-389
tobias.kraus@inm-gmbh.de

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen? Dabei bestimmen vier Leitthemen die aktuellen Entwicklungen am INM: Neue Materialien für Energieanwendungen, Neue Konzepte für Implantatoberflächen, Neue Oberflächen für tribologische Anwendungen sowie Nanosicherheit. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Chemische Nanotechnologie, Grenzflächenmaterialien und Materialien in der Biologie. Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 190 Mitarbeiter.

PM: Dr. Carola Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien gGmbH

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