Energiequelle-Gruppe nimmt Windpark St. Gildas in Betrieb

Remmel: „Neu gegen Alt tauschen“ – Mehr Windenergie für NRW / Foto: HB
Enercon E-82 mit 2,3 MW / Foto: HB

(WK-intern) – Energiequelle-Gruppe durchbricht 100-MW-Schallmauer in Frankreich

Das Unternehmen behauptet sich im französischen Markt trotz eines schwieriger werdenden Umfeldes

Zossen –  Rechtzeitig vor Beginn der windstarken Saison hat die Energiequelle-Gruppe den Windpark St. Gildas (Département Côtes d’Armor, Bretagne) in Betrieb genommen.

Mit der Nennleistung von 9,2 MW des neuen bretonischen Windfelds überschreitet die von Zossen aus geführte Unternehmensgruppe die 100-MW-Schwelle auf französischem Territorium.

Die vier Enercon E-82 mit jeweils 2,3 MW – drei davon mit einer Nabenhöhe von 85 m und eine mit einer Nabenhöhe von 98 m – werden die Winde des nahe gelegenen Atlantiks in jährlich rund 25 Millionen Kilowattstunden Strom umwandeln.

Wie fast alle französischen Anlagen zuvor, so haben die Zossener Windstromer auch den Windpark St. Gildas in enger Kooperation mit der im bretonischen Rennes ansässigen P&T Technologie SAS errichtet. Der französische Projektentwickler ist seit 2010 Teil der Energiequelle-Familie.

Im Jahr 2009 errichtete die Energiequelle-Gruppe ihre ersten vier Anlagen bei unseren westlichen Nachbarn. Wenn man den letzten Vierjahreszeitraum zu Grunde legt, hat sich die Unternehmensgruppe mit ihren nunmehr 102 MW einen oberen Rang unter den dynamischsten Projektentwicklern in der fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt erarbeitet.

Der Weg hierhin war allerdings steinig. Durch permanente Änderungen des Regelwerks wurden die Rahmenbedingungen für die Windstromer immer schwieriger. Gregor Weber, Auslandschef bei der Energiequelle GmbH: „Wir benötigten sechs Jahre Vorlaufzeit, bis wir 2009 die ersten Anlagen errichten konnten. Heute sind wir sind stolz darauf, dass wir uns in einem schwierigen Marktumfeld behaupten konnten. Schlüsselfaktor war das Zusammengehen mit P&T.“

Der Ausbau der Windenergie bei unseren linksrheinischen Nachbarn ist in den letzten Jahren weniger dynamisch verlaufen als rechts des großen Stromes. Bis Ende 2012 wurden gerade mal 7.500 MW installiert; Paris hat als Zielmarke 19.000 MW bis zum Jahr 2020 vorgegeben. Die französische Republik gehört zu den zehn größten Energieverbrauchern weltweit. Elektroheizungen in Privathaushalten sind weit verbreitet,  was in kalten Wintern regelmäßig zu Engpässen bei der Stromversorgung führt. Einer Studie von Februar 2011 zufolge stehen 97% der Französinnen und Franzosen den erneuerbaren Energien und ihrem Ausbau positiv oder sehr positiv gegenüber.

Die 1997 von Michael Raschemann und Joachim Uecker gegründete Energiequelle GmbH plant, projektiert, errichtet und betreibt Windenergieanlagen, Biogasanlagen, Solaranlagen sowie Umspannwerke zur Einspeisung von umweltfreundlich erzeugtem Strom in die Elektrizitätsnetze. Das im Zossener Ortsteil Kallinchen  ansässige Unternehmen hat sich in letzten Jahren insbesondere auf den Gebieten der dezentralen kommunalen Energieversorgung als auch der Systemintegration der Erneuerbaren Energien einen Namen gemacht. Neben vielen Vorhaben in Deutschland,  hat die Gesellschaft in den letzten fünf Jahren zahlreiche Projekte in Spanien, Italien und Frankreich umgesetzt.

PM: Energiequelle-Gruppe

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