GLOBAL 2000: Spektakuläres lebendiges Windkraftwerk als Aufruf zu mehr Klimaschutz!

(WK-intern) – Petition: Die nächste Regierung soll Österreich wieder zum Umweltvorreiter machen.

Wien – An die 60 AktivistInnen von GLOBAL 2000 errichten heute am Stephansplatz in einer spektakulären Aktion ein lebendiges Windkraftwerk als Aufruf zu mehr Klimaschutz in Österreich.

Die AktivistInnen halten dabei bewegliche Banner und fordern saubere Energie für eine saubere Zukunft. „Die nächste Bundesregierung ist dringend aufgefordert, eine bessere Klimaschutzpolitik zu betreiben. Anstatt wieder 600 Millionen Euro für Strafzahlungen zu verpulvern, die weder dem Klimaschutz nützen, noch die Wirtschaft beleben, noch Arbeitsplätze schaffen, sollen ab jetzt Zukunftsinvestitionen wie Gebäudesanierung und sanfte Mobilität vorangetrieben werden. Die Weichen für eine erfolgreiche Rückkehr Österreichs als Umweltpionier müssen schon jetzt in den Koalitionsverhandlungen gelegt werden“, ist Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000, überzeugt. UnterstützerInnen können mittels einer Online-Petition ihre Stimme nach der Wahl auch unter www.global2000.at abgeben und damit die Regierung auffordern, tätig zu werden.

Bis dato hat Österreich nicht nur die Kyoto-Ziele verfehlt, es ist auch nicht auf Zielkurs, was die Erreichung der 2020-Ziele betrifft. Nur sechs Länder in der EU (Österreich, Belgien, Finnland, Irland, Luxemburg und Spanien) sind derzeit noch nicht auf einem Pfad zur Erreichung der EU-2020-Ziele. „Es zeigt sich, dass Länder mit funktionierender Klimapolitik langfristig davon profitieren und einfacher ans Ziel kommen. Seit einigen Jahren hat Österreich zwar endlich einen sinkenden Trend bei den CO2-Emissionen, dennoch müssen die Anstrengungen insbesondere im Gebäudebereich und beim Verkehr verstärkt werden, um die Ziele zu erreichen“, stellt Wahlmüller klar. Im Klimaschutzgesetz hat Österreich die Umsetzung der EU-2020-Ziele außerhalb des Emissionshandels festgelegt. Bis 2020 sollen die Emissionen außerhalb des Emissionshandelsbereichs um 3,7 Mio. Tonnen reduziert werden. „Die derzeit implementierten Maßnahmen bringen uns etwa die Hälfte der Zielvorgaben – in den Koalitionsverhandlungen soll die Erreichung der Klimaziele durch inländische Maßnahmen deshalb jetzt bereits vorab paktiert werden“, so Wahlmüller weiter. Insbesondere im Gebäudebereich liegen noch große Potenziale. Allerdings liegt die Sanierungsrate bei etwa einem Prozent. Würde es gelingen, die Sanierungsrate auf drei Prozent zu erhöhen und die Sanierungsqualität zu steigern, könnten nicht nur Millionen Tonnen CO2 eingespart, sondern auch eine Wertschöpfung von 5,5 Milliarden Euro erzielt werden (IHS, 2011).

Insbesondere sind für GLOBAL 2000 deshalb sieben Punkte zentral für eine Vorreiterrolle Österreichs:

1) ein wirksames Klimaschutzgesetz für Österreich.
2) Konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energie
3) Intelligenter Umgang mit Energie und Verringerung des Energieverbrauchs
4) Ausstieg aus der Kohleverstromung in den nächsten fünf Jahren
5) Investitionen in sanfte Formen der Mobilität
6) eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Budgetpolitik
7) Einsatz für ambitionierte Klimapolitik auf EU- und internationaler Ebene

PM: Global 2000

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