Die EEG-Umlage ist zum Symbol der Kostenineffizienz der Energiewende geworden

Bild 1: Entwicklung der durchschnittlichen EEG-Vergütung an Anlagenbetreiber / Quelle: VIK
Bild 1: Entwicklung der durchschnittlichen EEG-Vergütung an Anlagenbetreiber / Quelle: VIK

(WK-news) – EEG-Umlage signalisiert dringenden Reformbedarf des EEG

„Die EEG-Umlage ist zum Symbol der Kostenineffizienz der Energiewende geworden, mit dem Potenzial, die Gesellschaft an dieser Stelle zu spalten“, so Dr. Annette Loske, Hauptgeschäftsführerin des VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden.

Die jetzt verkündete EEG-Umlage 2014 von 6,24 Ct/kWh liegt deutlich oberhalb des aktuellen Marktpreises für Strom (4 bis 5 Ct/kWh am Terminmarkt der EEX). Sie verlangt Haushalten wie auch Unternehmen viel ab. Für manche geht das bis zur Schmerzgrenze.

Mehr Kosteneffizienz ist deshalb eine unverzichtbare Forderung für ein erneuertes EEG. Bisher ist das deutlich zu kurz gekommen. Mit dem etablierten System der garantierten Einspeisevergütung konnte und kann das nicht erreicht werden. Es hat vielmehr dazu geführt, dass wir auch noch nach langen Jahren umfangreicher Förderung für erneuerbare Energien im Durchschnitt immer mehr, statt weniger für eine Einheit Strom aus erneuerbaren Quellen zahlen.

Bild 1 zeigt, wie die jährliche Auszahlung aus dem EEG an Anlagenbetreiber von EEG-Anlagen selbst pro erzeugter Kilowattstunde Strom immer weiter steigt. Fordert man eine Entwicklung in Richtung Wettbewerbsfähigkeit, so kann das nicht überzeugen.

Strom aus erneuerbaren Energien muss deshalb zukünftig marktfähig sein und sich den Gesetzen der Vermarktung stellen. Die über das EEG bezahlte Abnahmegarantie, die selbst bei negativen Strompreisen am Markt gilt, muss entfallen. Eine Prämie könnte ergänzend zum Marktpreis gezahlt werden.

Eine Veredelung des fluktuierenden Stroms aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen sollte dann dazu führen, dass physikalisch abgesicherte und handelsübliche, d.h. dem Verbrauch angepasste Stromprodukte entstehen. Strom z.B. aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen könnte das genauso absichern wie etwa Verbrauchssteuerung bei Verbrauchern. So könnten wir auch unseren aus Brüssel argwöhnisch beobachteten Alleingang beenden und unsere EU-Nachbarn auf dem Weg in eine nachhaltigere Energiezukunft mitnehmen.

Der VIK setzt darauf, dass die kommende Bundesregierung daher mit aller Kraft und gebotenen Schnelligkeit die Signale der galoppierenden EEG-Umlage erkennt und die für die Fortentwicklung unserer Industriegesellschaft und unserer nachhaltigen Energieentwicklung entscheidenden Aufgaben löst.

„Ein dauerhaftes Miteinander von Energiewendeland und Industriestandort mit breit aufgestellten Wertschöpfungsketten, bei denen Unternehmen mit hohem Energiebedarf entscheidende Impulse für Wachstum und Innovation liefern, gehört dazu. Die Unternehmen im VIK stehen dabei für nachhaltige Innovationen und Energieeinsatz, der Werte schafft!“, so unterstreicht Dr. Annette Loske weiter.

PM: VIK

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