EWE senkt Strompreise trotz steigender EEG-Umlage und gibt Preisgarantie für 2014

Strompreise und Erneuerbare Energien / Foto: HB
Stromeinkaufspreise und Erneuerbare Energien führen zu Preissenkung / Foto: HB

(WK-intern) – Kunden profitieren von niedrigeren Einkaufspreisen / Preisgarantie auch für 2014

Oldenburg – Der Oldenburger Energiedienstleister EWE senkt trotz des erneuten Anstiegs staatlich veranlasster Umlagen zum 1. Januar 2014 seine Strompreise um brutto 0,36 Cent je Kilowattstunde.

Dies umfasst sowohl die Grundversorgung als auch viele weitere Stromprodukte. Erst kürzlich hat EWE bekannt gegeben, die Erdgaspreise den zweiten Winter in Folge stabil zu halten.

Durch die Preissenkung zahlt ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden fast 13 Euro weniger pro Jahr als bisher. EWE garantiert die niedrigeren Strompreise für alle betroffenen Produkte bis Ende des Jahres 2014. „Wir können die Strompreise senken, weil zwei Faktoren den steigenden Umlagen entgegenwirken: Zum einen die gesunkenen Netznutzungsentgelte und zum anderen ein günstigerer Stromeinkauf”, so EWE-Vertriebsvorstand Matthias Brückmann. Der Großteil der staatlichen Mehrbelastungen sei insbesondere auf die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien (EEG-Umlage) zurück zu führen. Ein erheblicher Teil davon würde durch gesunkene Netzentgelte bei EWE NETZ ab dem kommenden Jahr aufgefangen, so Brückmann. EWE NETZ hatte kürzlich angekündigt, dass die Netzentgelte um etwa elf Prozent sinken. Da die Netzentgelte bei Heizstrom unverändert bleiben, werden die Heizstrompreise stabil gehalten.

Kunden profitieren vom günstigeren Stromeinkauf
Neben den gesunkenen Netzentgelten wirke sich im kommenden Jahr ein günstigerer Stromeinkauf für die EWE-Kunden positiv aus. EWE-Vertriebsvorstand Matthias Brückmann erklärt: „Wir kaufen Strom an der Börse zu verschiedenen Zeitpunkten und als Grundversorger auch sehr langfristig ein. Eine Veränderung des Strombörsenpreises wirkt sich deshalb immer zeitversetzt auf den Preis aus, den die Verbraucher letztendlich zahlen. Die Preise für Strom an der Börse waren zu den Zeitpunkten, als EWE für das Jahr 2014 Strom eingekauft hat, niedriger als davor. Wir freuen uns, diesen Einkaufsvorteil für das kommende Jahr an unsere Kunden weitergeben zu können.”

Grundsätzlich kann EWE mittlerweile nur noch weniger als 30 Prozent des Strompreises direkt beeinflussen. Allein die staatlichen Belastungen für Haushaltskunden werden im kommenden Jahr im Bundesdurchschnitt auf 52 Prozent anwachsen – Tendenz steigend. Dabei steigt die EEG-Umlage um fast 20 Prozent – von 5,28 auf 6,24 Cent je Kilowattstunde. Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden muss für die Förderung erneuerbarer Energien damit ab dem kommenden Jahr jährlich – inklusive Mehrwertsteuer – rund 40 Euro mehr zahlen.

Energiemarktreform und EEG-Novellierung dringend notwendig
Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen werden die staatlichen Strompreisbestandteile weiterhin steigen. „Diese staatlichen Mehrbelastungen werden wir als Energieversorger künftig kaum noch auffangen können”, betont Brückmann und fordert daher: „Der Energiemarkt, allen voran das Erneuerbare-Energien-Gesetz, muss dringend reformiert werden.” EWE setzt sich dafür ein, dass erneuerbare Energien stärker in den Markt integriert werden. „Wir plädieren für eine verpflichtende Direktvermarktung und eine Weiterentwicklung des Marktprämienmodells”, so der EWE-Vertriebsvorstand.

Hier finden Sie die EWE-Position zu einer nachhaltigen Energiemarktreform.

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