Energiemanagement bringt Steuervorteile und senkt Energiekosten

(WK-news) – Neues webbasiertes Werkzeug hilft Unternehmen beim Einstieg

  • KEA leitet im Südwesten BMU-Projekt zur Verbreitung des Programms mod.EEM

Karlsruhe -Unternehmen im Südwesten können künftig leichter in das Energiemanagement einsteigen. Ihnen steht jetzt auch das im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) entwickelte internetbasierte Werkzeug „mod.EEM“ zur Verfügung. Mit mod.EEM werden in wenigen Schritten die Energieverbrauchszahlen, bereits ergriffene Effizienzmaßnahmen und die Zuständigkeiten für die Einführung eines Energiemanagement-Systems dokumentiert. Mit der Verbreitung des kostenfreien Programms in Baden-Württemberg und den IHK-Regionen Landau und Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz hat das BMU im September 2013 die Landesenergieagentur KEA beauftragt. Der Gesetzgeber fordert von Unternehmen, noch dieses Jahr mit dem Energiemanagement zu beginnen, wenn sie 2013 in den Genuss von vergünstigten Energiesteuern kommen wollen. Ein weiterer Vorteil des Managements sind die künftig geringeren Energiekosten.

Informationen: www.kea-bw.de, Rubrik Angebot für Unternehmen, mod.EEM.

Bislang war es nicht vorgeschrieben, seit diesem Jahr ist es Pflicht: Wollen energieintensive Unternehmen Strom- und Energiesteuervorteile wie den Spitzenausgleich zur Entlastung der rentenversicherungspflichtigen Arbeitsentgelte oder die reduzierte EEG-Abgabe in Anspruch nehmen, müssen sie bis 31. Dezember des jeweiligen Antragjahres den Einstieg in ein Energiemanagement-System (EnMS) vollzogen haben.

Der Aufbau eines EnMS wird durch das neue kostenlose Online-Tool mod.EEM unterstützt. Die Bezeichnung steht für „Modulares Energie-Effizienz-Modell“. Die Internet-Plattform hilft bei der stufenweisen Einführung und kann auch als App heruntergeladen werden. Am Ende des gesamten Verfahrens steht ein normgerechtes EnMS nach DIN ISO 50001 (für Großunternehmen) oder DIN EN 16247 bzw. dem alternativen System nach SpaEfV (für kleine und mittlere Unternehmen).

Um das Programm im Land bekannt zu machen, bietet die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg Einführungsschulungen, die Berechnung möglicher Steuervorteile und weitergehende Beratungen an. Die Landesenergieagentur begleitet Unternehmen darüber hinaus bei den ersten Schritten auf dem Weg zu einem Energiemanagement-System bis hin zur Erst- oder Rezertifizierung.

„Der Aufwand für ein testiertes Energiemanagement-System lohnt sich jedoch nicht nur, um Steuern zu sparen“, sagt Claus Greiser, der Leiter des Fachbereichs Energiemanagement bei der KEA. „Ein EnMS ist auch sehr hilfreich, um mit wenig Aufwand die Energiekosten zu senken.“ Besonders in den Bereichen Beleuchtung, Druckluft, Lüftung, Klimatisierung und Motoren seien in den Betrieben häufig große Effizienzpotenziale sehr profitabel zu erschließen, so Greiser. Auch bei der Umsetzung dieser Energieeffizienz-Maßnahmen sind die Energieexperten der KEA behilflich.

Über die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH
Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH ist die Energieagentur des Landes. Aufgabe der KEA ist die aktive Mitwirkung an der Klimaschutzpolitik in Baden-Württemberg: Sie berät Ministerien, Kommunen, kleine und mittelständische Unternehmen sowie kirchliche Einrichtungen bei Energieeinsparung, rationeller Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energien. Mehrheitsgesellschafter ist das Land Baden-Württemberg. Der Sitz der KEA ist in Karlsruhe.

PM: KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

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