S-H und Kirche: Zusammenarbeit zu Klimaschutz, Energiewende und Fairem Handel

Der Landesbischof und Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Gerhard Ulrich, und Minister Robert Habeck vereinbarten heute, Projekte für nachhaltige Landwirtschaft und Wasserversorgung in den ostafrikanischen Partnerkirchen der Nordkirche Tansania und Kenia gemeinsam voranzubringen.
Der Landesbischof und Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Gerhard Ulrich, und Minister Robert Habeck vereinbarten heute, Projekte für nachhaltige Landwirtschaft und Wasserversorgung in den ostafrikanischen Partnerkirchen der Nordkirche Tansania und Kenia gemeinsam voranzubringen. / Pressefote: S-H

(WK-intern) – Umweltministerium und Nordkirche vereinbaren Zusammenarbeit zu Klimaschutz, Energiewende und Fairem Handel

KIEL – Schleswig-Holsteins Umwelt- und Energiewendeministerium und die Nordkirche wollen verstärkt in Sachen Klimaschutz, Energiewende und Fairen Handels zusammenarbeiten.

Der Landesbischof und Vorsitzende der Ersten Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Gerhard Ulrich, und Minister Robert Habeck vereinbarten heute, Projekte für nachhaltige Landwirtschaft und Wasserversorgung in den ostafrikanischen Partnerkirchen der Nordkirche Tansania und Kenia gemeinsam voranzubringen. Dazu werden zeitnah Expertinnen und Experten aus den afrikanischen Ländern und Schleswig-Holstein zusammengebracht, um konkrete Schritte zu verabreden.

„Wir haben hier im Land viel Kompetenz bei Erneuerbaren Energien, Wasserversorgung und in der Landwirtschaft. Es gibt eine starke Tradition kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika in Schleswig-Holstein. Wir wollen versuchen, beides enger zu verzahnen. Das Land kann seine Erfahrungen und seine Kompetenz teilen und freue mich, diesen Schritt gemeinsam mit der Kirche zu gehen“, sagte Robert Habeck.

Landesbischof Ulrich: „Die Nordkirche ist dankbar, dass wir so konkret die Vereinbarung füllen können und werden unser großes Netzwerk in der Ökumenischen Zusammenarbeit in Schleswig-Holstein und Afrika aktivieren.“

Landesbischof Gerhard Ulrich und Minister Robert Habeck unterzeichneten heute außerdem eine Gemeinsame Erklärung über die Wahrnehmung der Koordination entwicklungspolitischer Aktivitäten in Schleswig-Holstein und die Zusammenarbeit in den Bereichen „Eine Welt“ und „Nachhaltige Entwicklung“. Besonders im Fokus sollen dabei die Themenfelder „Klimaschutz/Energiewende/Klimagerechtigkeit“ sowie „Fairer Handel“ stehen.

In diesem Sinne arbeiten Nordkirche und Land bei den Schwerpunkten Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie dem Freiwilligen Ökologischen Jahr zusammen.

„Bei vielen Fragen des täglichen Lebens steckt eine große Frage dahinter: Wie gehen wir verantwortlich mit unseren Ressourcen um? Hier ist ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft nötig – und da brauchen wir die Kirche als starke Partnerin. Ich freue mich, dass wir mit der gemeinsamen Vereinbarung unserer Zusammenarbeit einen festen Rahmen geben“, sagte Habeck. Das Gebot des Ressourcenschutzes gelte auch für die staatliche Verwaltung, etwa bei der Frage einer nachhaltigen Beschaffung.

Gerhard Ulrich: „Ich freue mich, dass die gemeinsame Erklärung die seit vielen Jahren bestehende enge Kooperation zwischen unserer Kirche und dem Land Schleswig-Holstein auf eine feste Basis stellt. Auch in der Zukunft wollen wir unserer gemeinsamen Verantwortung für Klimaschutz, Entwicklung und nachhaltiges Wirtschaften nachkommen – mit einer Fülle von Projekten, die es schon gibt, und mit neuen, die wir noch miteinander vereinbaren werden. Die ‚andere Globalisierung‘ für weltweiten Frieden und Gerechtigkeit wird für uns als Kirche dauerhaft auf der Agenda stehen. Es ist großartig, wenn wir uns hier mit dem Land in dieser Verpflichtung einig wissen – gegenüber unseren Partnern weltweit und auch für die kommenden Generationen, die diese Welt bewohnen werden.“

Das ursprüngliche Thema der Zusammenarbeit, die sogenannte Entwicklungszusammenarbeit, soll künftig durch die Erarbeitung entwicklungspolitischer Leitlinien für Schleswig-Holstein mehr Profil und Verbindlichkeit bekommen.

Das Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche wird zusammen mit dem Bündnis Eine Welt (BEI), dem Landesnetzwerk entwicklungspolitischer Initiativen, ein entsprechendes Vorhaben auf den Weg bringen.

Die Vereinbarung lebt durch jährliche Arbeitstreffen der Partner, die gegenseitige Information, Austausch und Entwicklung gemeinsamer Vorhaben wie Fachtagungen oder Kampagnen zum Gegenstand haben. Weitere Partner in der Zusammenarbeit sind das Diakonische Werk Schleswig-Holstein und das Zentrum für Mission und Ökumene.

PM: Nicola Kabel
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein

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