Conergy Modulwerk sichert mit innovativem Modell alle Arbeitsplätze im Oktober

(WK-intern) – Conergy Geschäftsführung vereinbart mit Agentur für Arbeit neuartige Lösung

Die Conergy SolarModule GmbH & Co. KG geht in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit neue Wege: Mit dem heute vereinbarten neuartigen Kurzarbeitsmodell sichern die Geschäftsleitung des Modulwerks in Frankfurt (Oder) und der vorläufige Insolvenzverwalter auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zunächst alle rund 300 Arbeitsplätze am Standort.

  • Erhalt aller rund 300 Arbeitsplätze durch Kurzarbeitsmodell
  • Investorenübernahme des Modulwerks bis Ende Oktober angestrebt
  • Geschäftsbetrieb am Standort läuft bei stabiler Auftragslage im Oktober weiter

Starke: “Sicherung der Arbeitsplätze hat Priorität – Modell hat Vorteile für alle Beteiligten.”

“Die Sicherung der Arbeitsplätze am Standort hat für uns oberste Priorität. Wir freuen uns sehr, dass wir eine Lösung gefunden haben, mit der wir bis zur geplanten Investorenübernahme alle Mitarbeiter weiterbeschäftigen können”, sagte Sven K. Starke, Geschäftsführer der Conergy SolarModule GmbH & Co. KG. “Ein Kurzarbeitsmodell nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gab es in der Region bisher noch nicht. Ich möchte mich deshalb an dieser Stelle bei der Agentur für Arbeit für die einmalige Zusammenarbeit, ihre Flexibilität und ihr Vertrauen bedanken. Unser neues Modell hat für alle Beteiligten nur Vorteile: Wir können die Produktion fortführen und entsprechend der Auftragslage flexibel steuern. Gleichzeitig können wir so das gesamte Team und damit auch Know-How für den potenziellen Investor erhalten. Die Mitarbeiter profitieren ebenfalls: Es gibt derzeit keine Freistellungen oder Entlassungen und ein rotierendes Kurzarbeitsmodell federt die finanzielle Belastung jedes Einzelnen bestmöglich ab.”

Dr. Undritz: “Qualifizierte Mitarbeiter sind wichtiges Argument für Interessenten.”

“Wir rechnen mit einer Einigung mit potenziellen Investoren bis Ende Oktober. In den derzeit laufenden Verhandlungen ist unter anderem das qualifizierte und eingespielte Personal am Standort ein sehr wichtiges Argument für die Interessenten”, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz von White & Case. “Wir gehen davon aus, dass ein Erwerber dieses Personal vollständig übernehmen könnte. Deshalb ist der Erhalt aller Arbeitsplätze bis dahin von großer Bedeutung. Die Auftragslage und Auslastung ist zwar weiterhin stabil, wir erwarten jedoch in den ersten Oktoberwochen keine Produktion unter Volllast. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir im engen Schulterschluss mit den Behörden der Region eine entsprechende Übergangslösung für alle Mitarbeiter gefunden haben.”

Agentur für Arbeit sichert über Kurzarbeitsmodell Arbeitsplätze in Übergangsphase

Die Agentur für Arbeit in Frankfurt (Oder) ist nach intensiven Gesprächen dem kurzfristig gestellten Antrag und Vorschlag der Geschäftsführung der Conergy SolarModule gefolgt, den Fortbestand der Arbeitsverhältnisse durch die Bewilligung von Kurzarbeitergeld auch in der Insolvenzzeit zu unterstützen. Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Frankfurt (Oder): “Die Geschäftsführung von Conergy und der vorläufige Insolvenzverwalter haben uns versichert, dass eine zeitnahe Investorenlösung sehr wahrscheinlich ist. Wir haben uns in diesem Ausnahmefall daher entschlossen, für einen begrenzten Zeitraum auch während des Insolvenzverfahrens Kurzarbeitergeld zu zahlen. Wir unterstützen jede seriöse Nachfolgelösung und hoffen mit unserer Entscheidung einen Beitrag zum Erhalt des Werkes und der Arbeitsplätze zu leisten.”

Bürgermeister Dr. Wilke: “Begrüße das Interesse der Investoren. Das sind wichtige Signale auch für die Region”

“Ich begrüße das Interesse der Investoren für die Conergy SolarModule. Damit eröffnen sich neue Entwicklungschancen am Standort. Das Interesse spiegelt die Potentiale der Region und Branche wider. Vor allem freut mich die enge regionale Kooperation für den Erhalt der Arbeitsplätze”, sagte Dr. Martin Wilke, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder). “Der regelmäßige Austausch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Sven-Holger Undritz und dem Geschäftsführer des Werkes Sven K. Starke stimmt mich zuversichtlich, dass die Region auch weiterhin eine wichtige Rolle im Bereich der Photovoltaik spielen wird.”

Über Conergy SolarModule
Seit dem Produktionsstart im Mai 2007 liefen bereits über drei Millionen Conergy PowerPlus Premium-Module vom Band und sorgen seitdem in zahlreichen internationalen Ländern für sauberen und umweltfreundlichen Solarstrom. Das Frankfurter Werk zählt zu den modernsten Solarfabriken der Welt. Rund 300 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Produktion reibungslos funktioniert. Bei einer Produktionskapazität von über 300 MW laufen täglich mehr als 3.000 Module der Spitzenklasse vom Band. Die hoch qualifizierten Mitarbeiter sowie die hochautomatisierten Produktionslinien des Unternehmens sind dabei entscheidend für die Sicherstellung der eigenen Qualitätsanforderungen sowie den Bedürfnissen der anspruchsvollen Kunden der Conergy Solarmodule.

Gemeinsam mit renommierten Forschungseinrichtungen, Instituten und Universitäten arbeiten Techniker und Ingenieure von Conergy SolarModule an einer ständigen Verbesserung der Prozesse, der Steigerung des Modulwirkungsgrades und der Reduzierung der Materialkosten. Klares Motto der gesamten Produktion: Keine Kompromisse bei der Qualität der Module. Deshalb durchlaufen die Conergy PowerPlus Module nicht nur im Werk selbst strenge Qualitätsüberprüfungen. In den hauseigenen Laboren, Reinräumen und Klimakammern werden die Solarmodule inklusive ihrer Komponenten ausgiebigen Tests unterzogen. Von neutralen Prüfungsorganisationen, wie z.B. dem TÜV, erhalten sie dann ihr offizielles Qualitätszertifikat.

PM: Conergy SolarModule

 

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