Tagung – Energienetze, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewende

Energienetze, erneuerbare Energien und die Energiewende sind wesentliche Arbeitsschwerpunkte des Clausthaler Instituts für Berg- und Energierecht. Foto: BMU/Müller
Energienetze, erneuerbare Energien und die Energiewende sind wesentliche Arbeitsschwerpunkte des Clausthaler Instituts für Berg- und Energierecht. Foto: BMU/Müller

(WK-intern) – 50 Jahre Institut für Berg- und Energierecht

Clausthal-Zellerfeld. Vor 50 Jahren ist das Institut für deutsches und internationales Berg- und Energierecht (IBER) an der TU Clausthal gegründet worden.

Aus diesem Anlass richtet das einzige juristische Institut der Universität am 26. und 27. September eine Tagung aus. Austragungsort des wissenschaftlichen Teils ist das Energie-Forschungszentrum Niedersachsen in Goslar.

„Die Themen der Tagung – Energienetze, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Energiewende – spiegeln wesentliche Arbeitsschwerpunkte des Instituts wider”, sagt Professor Hartmut Weyer. Seit 2008 leitet der Jurist die Einrichtung, deren Know-how erst kürzlich am Bundesverfassungsgericht gefragt war. In einem bei den Karlsruher Richtern anhängigen Verfahren hatten sie das Clausthaler Institut als externe sachkundige Institution um eine Stellungnahme gebeten. Darin ging es um den Braunkohlen-Tagebau Garzweiler, genauer gesagt um die Inanspruchnahme von Grundstücken und die damit verbundenen Umsiedlungen Tausender Bürger.

Fragen des Bergrechts werden auf der Jubiläumsveranstaltung anhand der Ausdehnung der Bergschadenshaftung auf Untergrundspeicher aufgegriffen. In erster Linie geht es aber um Energierecht. „Wir behandeln die aktuellen Aufgaben der Bundesnetzagentur, den Ausbau der Übertragungsnetze, europarechtliche Aspekte des EEG und Fragen zur Ausgestaltung der Energiewende”, erläutert Professor Weyer. Zu den Referenten zählen neben Wissenschaftlern wie etwa Professor Thomas Mann aus Göttingen Vertreter der Bundesnetzagentur, der Stromnetzbetreiber wie TenneT TSO oder EWE Netz und integrierter Stromversorgungsunternehmen wie RWE oder Avacon.

Auf die Historie des Clausthaler Instituts wird Professor Gunther Kühne – er leitete es von 1978 bis 2007 – im Rahmen der Abendveranstaltung eingehen. Nachdem am 1. Januar 1963 an der Technischen Hochschule Clausthal ein Lehrstuhl für Bergrecht eingerichtet worden war, wurde am 25. Oktober desselben Jahres auf Erlass des damaligen niedersächsischen Kultusministeriums das Institut für Bergrecht ins Leben gerufen. Gründungsdirektor war Professor Raimund Willecke, der dem Institut bis 1978 vorstand. Da das Aufgabengebiet der Clausthaler Juristen stetig wuchs, ist der Name des Instituts zweimal erweitert worden. Bereits 1967 folgte die Ergänzung um den Bereich des Energierechts. Und seit 1990 wird auch die internationale Sichtweise im Namen berücksichtigt.

Früher wie heute sitzen die Juristen der TU bei zahlreichen Forschungsprojekten der Clausthaler Ingenieure mit im Boot, kümmern sich um die Lehre und richten seit den 1980er Jahren regelmäßig Tagungen aus. Moderne fächerübergreifende Forschung ist am Institut für Berg- und Energierecht insofern seit Jahrzehnten Programm.

Weitere Informationen finden Sie im Programm

PM: TU-Clausthal

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