Ministerin Rehlinger besorgt über Häufung von Störfällen im Atomkraftwerk Cattenom

Grafenrheinfeld abschalten

(WK-news) – Mit Besorgnis reagiert die saarländische Umweltministerin Anke Rehlinger auf die Häufung der technischen Pannen im Atomkraftwerk Cattenom in den letzten Wochen.

Am späten Abend des 25.Sept. informierte der Betreiber EDF über eine Störung, die am Sonntag, 22. September, nach einer mehrstündigen Stilllegung des Reaktorblocks 2 beim Wiederanfahren aufgetreten war. Demnach führte eine Funktionsstörung im Maschinenhaus zur Abschaltung der Turbine. Der Reaktor wurde daraufhin automatisch heruntergefahren. Da die Betriebsmannschaft jedoch erst mit einer halbstündigen Verspätung auf diesen Vorfall reagiert hatte, wurde das Ereignis gestern Nachmittag von der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN auf der Stufe 1 der INES-Skala eingestuft, so die EDF.

„Hier zeigt sich deutlich, dass der Faktor Mensch bei der Einschätzung der Gefahren, die von Cattenom ausgehen, keinesfalls unterschätzt werden darf. Die aktuelle Häufung der Ereignisse darf auch die französische Atomaufsicht nicht ignorieren und, wie in unserem Gespräch in Paris geschehen, lediglich auf die Statistik verweisen, nach der die Pannenhäufigkeit in Cattenom im französischen Durchschnitt liege“, so Rehlinger. „Die Risiken durch Materialermüdung und menschliches Versagen müssen offen diskutiert werden. Bei der nächsten Vor-Ort-Inspektion der ASN in Cattenom Ende Oktober, die ein Fachmann aus unserem Haus begleiten wird, werden wir diese Themen erneut mit allem Nachdruck ansprechen. Meinen Arbeitsauftrag möchte ich an dieser Stelle noch mal bekräftigen: Ich werde nichts unversucht lassen und auf politischer Ebene weiterhin Druck machen, um das AKW in Cattenom schnellstmöglich vom Netz zu nehmen.“

Quelle: Saarland.de – Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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