Bilanz: Fünf Jahre BMU-Förderprogramm Energetische Biomassenutzung

Die Förderung von Projekten zur praxistauglichen Weiterentwicklung wettbewerbsfähiger Technologien im Fokus des BMU-Programms „Energetische Biomassenutzung“: Technikumsanlagen der Technischen Universität München
Die Förderung von Projekten zur praxistauglichen Weiterentwicklung wettbewerbsfähiger Technologien im Fokus des BMU-Programms „Energetische Biomassenutzung“: Technikumsanlagen der Technischen Universität München

(WK-intern) – Wege zur effizienten Bioenergie: Nach fünf Jahren zieht das BMU-Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“ Bilanz und stellt am 14. und 15. November 2013 in Leipzig effiziente Lösungen im Bereich der Bioenergie auf seiner jährlichen Statuskonferenz vor.

Ohne die Bioenergie kann eine Transformation des Energiesystems von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern kaum gelingen – bietet sie doch flexible, dezentrale und effiziente Lösungen zur Bereitstellung von Wärme, Strom und Kraftstoffen. Hierfür müssen Technologieentwicklung und innovative Konzepte Hand in Hand gehen. Um den Markt-ausbau der Bioenergie nachhaltig voranzutreiben und die gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern, muss sie jedoch effizienter werden.

Auf der Konferenz „Fünf Jahre BMU-Förderprogramm Energetische Biomassenutzung – Wege zur effizienten Bioenergie!“ vom 14.-15.11.2013 in Leipzig stellen Wissenschaftler und Anwender ausgewählte Ergebnisse zur Effizienz und zur Nachhaltigkeit von Bioenergie vor. Mit der Nutzung von Reststoffen unter Anwendung von ökonomisch und ökologisch sinnvollen Verfahren geht es thematisch sowohl um die Emissionsminderung in Kleinfeuerungsanlagen als auch um die Flexibilisierung und Verfahrensoptimierungen in Biogasanlagen. Darüber hinaus befassen sich zwei weitere Themenblöcke mit den Fortschritten bei Verbrennungs- und Vergasungstechnologien sowie den Herausforderungen der flexiblen Bioenergiebereitstellung.

Der erste Konferenztag (14.11.) im Kubus des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung – UFZ ist öffentlich und kann von Interessierten aus Forschungsinstitutionen, Politik und Praxis besucht werden. Zu Beginn werden u.a. die renommierte Bioenergieexpertin Prof. Daniela Thrän vom Deutschen Biomasseforschungszentrum sowie der Verfahrenstechniker Prof. Hermann Hofbauer von der Technischen Universität Wien in Impulsvorträgen verschiedene Aspekte der Effizienz innerhalb der energetischen Nutzung von Biomasse beleuchten. Es folgen weitere Vorträge in vier Technologieforen. Der zweite Konferenztag ist den Teilnehmern des Förderprogramms zum Ergebnisaustausch vorbehalten.

Side-Events:
Im Rahmen der Statuskonferenz finden am 13.11. zwei weitere Veranstaltungen statt: Das Forscherkonsortium des Vorhabens „Meilensteine 2030“ lädt alle Interessierten zum Workshop „Bioenergie 2050 – Rohstoffe, Technologien, Nachhaltigkeit“ ein und diskutiert erste Projektergebnisse, methodische Herangehensweisen und strategische Herausforderungen ihrer Arbeit im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. +++ Das Projekt „VESBA“ präsentiert im Rahmen einer Exkursion zum KSI Meinsberg in Waldheim eine mobile Versuchsanlage zur Ertragssteigerung und Prozessoptimierung von Biogasanlagen.

Das Förderprogramm
Im Juni 2008 startete das im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit insgesamt 48 Millionen Euro unterstützte Förderprogramm zur Optimierung der energetischen Nutzung von Biomasse. Nach fünfjähriger Laufzeit werden 90 Projekte bzw. 225 Einzelprojekte mit rund 41.6 Millionen Euro gefördert. Im Fokus der Förderung stehen insbesondere Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur praxistauglichen Weiterentwicklung wettbewerbsfähiger Technologien, systemflexibler Anlagenkonzepte und Produkte für eine nachhaltige und effiziente Erzeugung von Strom und Wärme aus Biomasse, hier vor allem aus biogenen Rest- und Abfallstoffen. Jährlich findet eine große Statuskonferenz der Fördernehmer statt, auf der die Forschungsergebnisse vorgestellt werden. Das DBFZ ist für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprogramms zuständig. Mit der fachlichen und administrativen Koordination desselben hat das BMU den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt. Stichtag für die Einreichung neuer Projektskizzen beim PtJ ist der 22. November 2013.

PM: Paul Trainer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Biomasseforschungszentrum

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