Grundgrün begrüßt den Vorschlag des BDEW zu EEG und Strommarkt

Bürgerwindpark / Foto: HB
Bürgerwindpark / Foto: HB

(WK-intern) – BDEW VORSCHLAG ZEIGT SCHRITTE IN DIE RICHTIGE RICHTUNG AUF

Grundgrün begrüßt den Vorschlag des BDEW zur schrittweisen Weiterentwicklung von EEG und Strommarkt sowie die klärenden Worte der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu den Pflichten von Bilanzkreisverantwortlichen.

Die am heutigen Freitag vorgestellte Branchenlösung des BDEW für die Weiterentwicklung des Energiemarktes und damit der Energiewende wird von der Grundgrün Energie GmbH ausdrücklich begrüßt.
Der Vorschlag reflektiert das Bedürfnis aller Marktbeteiligten, Funktionierendes zu erhalten und Verbesserungswürdiges in langfristig und nachhaltig gedachte Lösungen zu überführen.

Folgerichtig wird kurzfristig auf radikale Veränderungen verzichtet. Die Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung für Neuanlagen mit der weiterhin ex-post bestimmten Marktprämie ist die Fortführung eines bewährten Instruments zur Marktintegration von Strom aus Erneuerbarer Erzeugung.

Am langen Ende steht die konsequente Erweiterung des heutigen Energy-only-Marktes um Kapazitätszahlungen, damit politisch und gesellschaftlich gewünschte Effekte wie Versorgungssicherheit und Ressourcenschonung/Nachhaltigkeit abgesichert werden können.

Der Energy-only-Markt in seiner jetzigen Form gibt Marktsignale, die geeignet sind, den kurzfristigen Einsatz von Kraftwerken zu steuern – in der durchschnittlichen Höhe jedoch von der Zusammensetzung der Erzeugungsflotte abhängen.
Das ist politisch bedingt, für Investoren aber schwer einschätzbar und daher tendenziell investitionshemmend.

Eine einheitliche Lösung setzt voraus, dass zukünftig alle Erzeugungskosten der Konventionellen (so z.B. auch der Umweltverbrauch beim Kohleabbau) sowie eine angemessene CO2-Bewertung in den Marktpreis internalisiert werden. So ergäbe sich ein ausreichend hohes Marktpreisniveau, mit dem sich Erneuerbare refinanzieren könnten. Sobald dann die Politik die gewünschte Erzeugungsflotte für die kommenden 20 Jahre vertrauenswürdig definiert, können auch Erneuerbare ohne Förderung und staatliche Eingriffe finanziert werden, da sie eine ausreichend verlässliche Marktpreisprognose erstellen können.
In einem Leistungs- oder Kapazitätsmarkt ist es dann an den Verbrauchern, zu entscheiden, wie viel gesicherte Leistung sie bestellen wollen und wie viel sie „ungesichert“, d.h. nach Dargebot von Sonne und Wind, abnehmen wollen.
Auf diesem Weg würde Versorgungssicherheit endlich einen bestimmbaren, marktlich definierten Wert erhalten.

„Wichtig ist jedoch vor allem, dass das bestehende System ohne unnötigen Zeitdruck und ohne radikale Experimente weiterentwickelt wird. Wir waren in der Vergangenheit bereits an diesem Prozess beteiligt und werden auch in Zukunft weitere Beiträge liefern.“ verspricht Eberhard Holstein, Gründer und Geschäftsführer der Grundgrün Energie GmbH.

Ein zweites Positionspapier, diesmal aus der Feder der Bundesnetzagentur, ist ebenfalls ganz im Sinne des Direktvermarkters mit Sitz in Berlin. So fordert die BNetzA in ihrem Positionspapier eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung von Lastgang- und Standardlastprofilkunden auf Viertelstunden-Basis ein und präzisiert damit unmissverständlich, was unter einem „ausgeglichenen Bilanzkreis“ zu verstehen ist. Konkret stört sich die BNetzA daran, dass es offenbar eine ganze Reihe Direktvermarkter gibt, die insbesondere nachts und an Feiertagen keine ausreichenden Handels-Aktivitäten entfalten, um Abweichungen von der Day-Ahead-Prognose auszugleichen. Aus Sicht der BNetzA stellt dies eine klare Prognosepflichtverletzung dar.

Darüber hinaus fordert sie ein, dass alle Stromvertriebe verbindlich Verantwortung im energiewirtschaftlichen Gesamtkontext übernehmen und mindestens die Lastrampen in den Morgen- und Abendstunden viertelstundenscharf bewirtschaften. Ein Markt hierfür ist bereits existent – die Verpflichtung zum Viertelstundenhandel würde die Liquidität dieses Marktplatzes deutlich anreizen.

Eberhard Holstein: „Insbesondere  Wind kann nur 24/7 und viertelstundengenau gehandelt werden. Alles andere ist fahrlässig und hilft der erfolgreichen Marktintegration der Erneuerbaren nicht. Grundgrün hat in diesem Punkt von Anfang an volle Verantwortung übernommen. Unser Tradingfloor arbeitet rund um die Uhr am Ausgleich unserer Portfolien und Prognosen“.

Über Grundgrün
Grundgrün wurde 2010 als unabhängiger Energieanbieter und Stromhandelshaus gegründet. Explizites Unternehmensziel ist die Unterstützung der Energiewende, indem für neue Akteure ein Zugang zum „neuen Energiemarkt“ geschaffen wird.
Dieser Marktzugang umfasst die Direktvermarktung von Energie aus Erneuerbarer Erzeugung (Wind- und Solarstrom sowie Biomasse-, Biogas- und Geothermie-Anlagen), mit der für Erzeuger deutliche Mehrerlöse gegenüber der klassischen EEG-Vergütung generiert werden können.
Zudem arbeitet Grundgrün intensiv an der Belieferung von Endkunden ab 2014, der Integration von Speicherlösungen sowie der Unterstützung dezentraler Versorgungskonzepte. Mit der Umsetzung dieser Geschäftsfelder schließt Grundgrün die Wertschöpfungskette von der regenerativen Erzeugung bis zum Zähler des Endkunden und macht die Energiewende so zu einem tragenden Geschäftsmodell.

PM: Grundgrün

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