Windkraftausbau in Niederösterreich schreitet voran

Im Wind RENERGIE Spatenstich Windpark Zistersdorf-Ost / Pressefoto: IG Windkraft
Im Wind RENERGIE Spatenstich Windpark Zistersdorf-Ost / Pressefoto: IG Windkraft

(WK-intern) – Wind statt Atom
Windkraftausbau in NÖ schreitet voran
Heute wurden in der Gemeinde Zistersdorf die Bauarbeiten für einen weiteren niederösterreichischen Windpark begonnen.
Die neun Windräder mit einer Leistung von 27 MW werden ab Mitte nächsten Jahres zusätzlich sauberen Windstrom für Niederösterreich liefern.

„Jede kWh Windstrom drückt den ausländischen Atomstrom ein weiteres Stück aus dem Netz“, erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und setzt fort: „Je mehr erneuerbaren Strom wir in Österreich selbst produzieren, desto weniger Atomstrom muss aus dem Ausland importiert werden.

Das neue Ökostromgesetz ist seit gut einem Jahr in Kraft und beginnt heuer seine volle Wirkung zu entfalten. Mit dem heutigen Spatenstich in Zistersdorf wird Österreich bald einen weiteren Windpark zur sauberen Stromerzeugung vorweisen können. Diese neun Windräder haben eine Leistung von 27 MW. Damit kommt das Land Niederösterreich seinem Ziel 100% des Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien zur Verfügung stellen zu können einen Schritt näher. RENERGIE und ImWind werden diesen Windpark errichten und betreiben.

Je mehr Wind, desto weniger Atom
Jedes Windrad erhöht den Anteil an erneuerbaren Strom in Österreich, reduziert den nötigen Importstromanteil und bewegt Österreich ein Stück weit in Richtung Atomstromfreiheit der heimischen Stromversorgung. Aber nicht nur in Österreich hat der heimische Ökostromausbau Einfluss auf die Atomstromproduktion, denn die Atomkraftwerke in unseren Nachbarländern wurden zum Großteil für den Stromexport errichtet. Schafft Österreich es wieder zum Stromexporteur zu werden, fällt unser Land für den Atomstromhandel aus und die Atomkraftwerke werden noch unwirtschaftlicher als sie ohne hin schon sind. Österreich war jahrelang Stromexporteur. Seit 2001 hat sich die Situation aber geändert und die Importe überwiegen. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre wurden jährlich 4.400 GWh Strom mehr importiert als exportiert. „Im schlimmsten Fall ist dies alles Atomstrom“, erklärt Moidl und ergänzt: „Das Ziel muss sein, so viel erneuerbaren Strom zu produzieren, dass kein Atomstrom importiert wird.“

Endlosförderungen gehören abgeschafft
Erst kürzlich wurde ein Papier der europäischen Kommission bekannt, in dem eine Abschätzung der Subventionen der Energiebranche in Europa veröffentlicht wurde. Demnach erhielten im Jahr 2011 die Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke zusammen doppelt so viele Subventionen (61 Mrd. Euro) wie alle erneuerbaren Energien zusammen (30 Mrd. Euro). Dabei wurden in dieser Abschätzung die Kosten für das Gesundheitssystem nicht berücksichtigt (rund 40 Mrd. Euro) und der Transport von Atommüll und dessen Endlagerung, sowie die Versicherungshaftungen der Staaten auch nicht. „Es ist ein Skandal, dass fossile und atomare Energieerzeugung noch immer subventioniert wird“, ärgert sich Moidl und setzt fort: „Nicht nur, dass diese Art der Energieerzeugung immer noch unterstützt wird, sie wird noch dazu doppelt so stark unterstützt, wie alle erneuerbaren Energien zusammen. In dieser Situation von einem freien Markt zu sprechen ist einfach eine unglaubliche Lüge.“ Zusätzlich zu den Subventionen können derzeit fossile Kraftwerke beinahe gratis die Umwelt verschmutzen, weil der europäische CO2-Handel nicht mehr funktioniert. „Es ist endlich an der Zeit, die Energiewende beherzt anzugehen, und die Steinzeittechnologien in der Stromerzeugung schrittweise abzuschaffen“, fordert Moidl und ergänzt abschließend: „Dazu gehört auch in dieser Übergangsphase die stabile Förderung für erneuerbare Energien.“

PM: IG Windkraft

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top