Neue Hochspannungsleitung zwischen Güstrow und Wismar eingeweiht

110-kv-Leitung-GUE-HWI – Viel Wind im Norden: Windräder an der neuen 110-KV-Leitung Güstrow-Wismar / Bild: WEMAG AG
110-kv-Leitung-GUE-HWI – Viel Wind im Norden: Windräder an der neuen 110-KV-Leitung Güstrow-Wismar / Bild: WEMAG AG

(WK-intern) – Netzausbau für die Zukunft

Bützow/Wismar – Die neue Hochspannungsleitung von Güstrow über Bützow nach Wismar ist am 23. September nach mehrjähriger Bauzeit offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. „Damit haben wir eines der wichtigsten Projekte der jüngsten WEMAG-Geschichte erfolgreich umgesetzt“, sagte Andreas Haak, Geschäftsführer der WEMAG Netz GmbH, im Rahmen der gemeinsamen feierlichen Einweihung in der Netzdienststelle Bützow. Das Hochspannungsprojekt wurde von der WEMAG Netz GmbH zusammen mit der E.DIS AG realisiert.

Die vermehrte Ansiedlung des industriellen Gewerbes im Norden Mecklenburg-Vorpommerns und vor allem die stark zunehmende Einspeisung aus regenerativen Energiequellen machten den Neubau der Freileitung erforderlich. „Mit der Inbetriebnahme der 110-kV-Leitung hat die WEMAG zusammen mit der E.DIS AG die Infrastruktur für die künftige Energieversorgung weiter gestärkt und die Möglichkeit geschaffen, mehr erneuerbare Energien im nördlichen Teil des WEMAG-Netzgebietes sowie in der zur E.DIS AG gehörenden Region um Wismar aufzunehmen“, erklärte Andreas Haak. Er verwies dabei auf mehrere Windeignungsflächen in den Landkreisen Rostock und Nordwestmecklenburg. Die Hansestadt Wismar, die über mehrere 110-KV-Leitungen versorgt wird, erhält durch die neue Leitung eine noch stabilere Versorgung. Auch ist die neue Hochspannungsleitung eine wichtige Voraussetzung für die Modernisierung der Trasse Rostock-Wismar durch die E.DIS AG.

Die 110-kV-Leitung wurde auf der bestehenden Trasse von 1937 erneuert. Baustart für das ca. 20 Mio. Euro umfassende Projekt war im Oktober 2010. Um während der Bauzeit eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten, erfolgte der Neubau in mehreren Teilabschnitten. Zwischen den beiden Umspannwerken in der Barlach-Stadt und der Hansestadt wurden auf der 51 km langen Strecke mehr als 180 Gittermasten neu errichtet. Anschließend erfolgten die Seilzugarbeiten, bei denen 306 km Leiterseil aufgelegt wurden. Die Arbeiten erfolgten jeweils in der Winterhälfte des Jahres, auch bei Temperaturen von mehr als -20 Grad. Die WEMAG hatte für dieses Vorhaben mit der SAG Montagegesellschaft Gifhorn und der LTB Leitungsbau GmbH Dresden zwei erfahrene Unternehmen unter Vertrag.

Da gerade im Freileitungsbau der Naturschutz eine wichtige Rolle spielt, ist auch dieses Bauvorhaben von einem Fachmann ökologisch begleitet worden, um die  Flora und Fauna möglichst wenig zu beeinträchtigten. Eine Herausforderung war die Durchwegung von Naturschutzgebieten. Mit Blick auf die Rast- und Brutplätze verschiedener Vogelarten wurden die Bauzeiten und -methoden an bestimmten Abschnitten entsprechend angepasst. Während der Montagearbeiten sind acht Nisthilfen für Fischadler und elf Nisthilfen für Turmfalken angebracht worden. Darüber hinaus hat der Energieversorger an wichtigen Einflugschneisen Vogelschutzarmaturen montieren lassen.

Über die WEMAG:
Die Schweriner WEMAG AG ist ein bundesweit aktiver Energieversorger mit regionalen Wurzeln und Stromnetzbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Sie ist verantwortlich für ca. 15.000 Kilometer Stromleitungen, vom Hausanschluss bis zur Überlandleitung. Privat- und Gewerbekunden beziehen Strom, Gas und Netzdienstleistungen des Energieunternehmens.

Regionale Verbundenheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit bestimmen das Handeln der WEMAG AG. So liefert das Unternehmen unter der Marke wemio Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen an alle Haushalte sowie an Sondervertragskunden aus allen Gewerbebranchen und der Landwirtschaft. Seit 2011 werden klimafreundliche Gasprodukte angeboten. Hinzu kommen erhebliche Investitionen in Erneuerbare Energien, Energieeffizienzprodukte und die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung über die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG.

Die WEMAG AG befindet sich seit Januar 2010 im Mehrheitsbesitz der Kommunen ihres Versorgungsgebietes.

PM: WEMAG AG

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