BASF-Lacke schützen Windkraftanlage

Die neue Windkraftanlage: Mit einer Gesamthöhe von 200 Metern gehört sie zu den höchsten am Hamburger Hafen. Die Rotorblätter sind durch die Lacke der BASF gegen die enormen Umweltbelastungen geschützt. / Pressefoto: BASF
Die neue Windkraftanlage: Mit einer Gesamthöhe von 200 Metern gehört sie zu den höchsten am Hamburger Hafen. Die Rotorblätter sind durch die Lacke der BASF gegen die enormen Umweltbelastungen geschützt. / Pressefoto: BASF

BASF-Lacke schützen neue Windkraftanlage in Hamburg

  • Einsatz von Robotern für besonders effizienten Auftrag der Lacke
  • Enge Partnerschaft von Nordex und BASF bei internationalen Projekten

Im Hamburger Hafengebiet steht seit Mitte August eine neue Binnenland-Windkraftanlage mit fast 60 Meter langen Rotorblättern. Einen entscheidenden Beitrag zur Langlebigkeit leisten RELEST®-Lacke von BASF. Sie sichern die hohe Oberflächenqualität und schützen die Rotorblätter aus glasfaserverstärktem Kunststoff vor enormen Belastungen, die beispielsweise durch Witterung, Erosion und UV-Strahlung entstehen. Die Anlage des Herstellers Nordex hat eine Turmhöhe von 141 Metern. Diese für Hamburg überdurchschnittliche Größe macht sie besonders ertragreich.

Die Anlage mit der Typbezeichnung N117/2400 versorgt ein Container-Terminal am Hafen mit bis zu 8,7 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von fast 2.000 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Dabei gilt: Je höher der Turm der Windkraftanlage ist, desto größer ist auch der Ertrag – pro Meter Höhe steigt er um 0,7 bis 1 Prozent. So zahlt sich die für Hamburg überdurchschnittliche Größe der Windenergieanlage in wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht aus.

Rotorblätter müssen extremen Belastungen standhalten
„Damit sich Windenergie lohnt, muss nicht nur eine wirtschaftliche Produktion der Anlagen gesichert sein, sondern auch eine Betriebszeit von mindestens 20 Jahren“, sagt Dr. Wolfgang Kranig, der den Bereich Post-Coatings der BASF leitet. „Deswegen sind unsere Lacke sowohl auf eine effiziente Beschichtung ausgelegt als auch darauf, die Oberfläche der Rotorblätter umfassend vor den enormen Umweltbelastungen zu schützen.“ Bei Geschwindigkeiten an den Spitzen von bis zu 300 Stundenkilometern greifen Regen, Schnee und Hagel die Oberflächen an, was zu Erosion führen kann. Damit die Rotorblätter möglichst aerodynamisch sind, muss die Oberfläche außerdem glatt und fehlerfrei verarbeitet sein.

Robotereinsatz für schnellere Beschichtung
Die Rotorblätter der Hamburger Anlage wurden zuvor in Rostock beschichtet. In einem hochautomatisierten Prozess appliziert Nordex sowohl Gelcoat als auch Topcoat der BASF auf die Oberflächen. Der Gelcoat hat dabei die Funktion einer Sicherungsschicht und sorgt unter anderem für die Stoßfestigkeit. Der Topcoat sorgt für Oberflächenqualitäten wie einen glatten Verlauf und Mattigkeit. Dies verhindert beispielsweise, dass Flugzeuge durch sich spiegelndes Sonnenlicht geblendet werden. Die Rostocker Anlage ist auf eine Rotorblattlänge von 60 Metern ausgelegt. Zwei Lackierroboter tragen gleichzeitig den Lack auf. „Die Applikation erfolgt durch den Einsatz der Roboter um 50 Prozent schneller als bei herkömmlichen Verfahren. Der Prozess hat viele Vorteile: Durch die gleichbleibende Schichtdicke können wir sparsam beim Materialeinsatz und damit umweltgerecht sein“, erklärt Felix Losada, Pressesprecher von Nordex. „Die Lacke der BASF ergänzen sich in ihrer Verarbeitbarkeit und ihren Eigenschaften mit unserer Technologie sehr gut. So erreichen wir gemeinsam eine reproduzierbare, gleichbleibende und hohe Leistungsfähigkeit der Oberflächen.“

Partnerschaft für weltweit nachhaltige Energiegewinnung
Die Partnerschaft von Nordex und BASF besteht seit Juni 2008. Multimegawatt-Anlagen, bei denen Industrielacke der Produktgruppe RELEST® Wind von BASF eingesetzt werden, hat Nordex in vielen Windparks Deutschlands errichtet – zum Beispiel in Hessen, Bayern oder Schleswig-Holstein. Auch international haben die beiden Unternehmen Anlagen gebaut, unter anderem in Schweden, Südafrika und der Türkei. Eines der größten gemeinsamen Unternehmungen ist der 34 Anlagen umfassende Windpark, der im Jahr 2012 in den Vereinigten Staaten errichtet wurde. Das nächste Projekt von Nordex und BASF ist eine neue Mittelwindanlage am Hamburger Hafen, die für Ende 2013/Anfang 2014  geplant ist.

Über den Unternehmensbereich Coatings
Im Unternehmensbereich Coatings entwickelt, produziert und vermarktet BASF ein hochwertiges Sortiment innovativer Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacke sowie Bautenanstrichmittel und erzielte im Jahr 2012 weltweit einen Umsatz von nahezu 3,0 Milliarden €. Die BASF ist im Arbeitsgebiet Coatings weltweit hervorragend positioniert und verfügt über eine starke Marktstellung in Europa, Nord- und Südamerika sowie der Region Asien-Pazifik. Im Internet findet man den Bereich Coatings unter www.basf-coatings.de . Das BASF Kundenmagazin Coatings Partner ist im Internet abrufbar unter www.coatingspartner.de.

Über BASF
BASF ist das weltweit führende Chemieunternehmen: The Chemical Company. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzen­schutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation helfen wir unseren Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2012 einen Umsatz von 72,1 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 110.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com .

PM: BASF

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