2. Berliner NachhaltigkeitsForum entwickelt Ideen für eine nachhaltige Produktionssteigerung in der Landwirtschaft

Mehr als 30 Meter tief ist die Gülle in den ländlichen Böden, alle Hausbrunnen sind bereits verboten
Mehr als 30 Meter tief ist die Gülle in den ländlichen Böden. Die meisten Hausbrunnen sind großflächig zur Trinkwasserentnahme verboten, heute muss ein Brunnen mindestens 100 Meter tief gebohrt werden um Trinkwasserqualität zu gewährleisten. Was ist los mit den Bauern? / Foto: HB

(WK-intern) – Berlin – Knapp einhundert Vertreter der Land – und Ernährungswirtschaft, Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Politik besuchten am heutigen Dienstag das 2. Berliner NachhaltigkeitsForum der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL).

Die Gäste nutzten die Veranstaltung mit dem Titel „Nachhaltige Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft – wie kann sie gelingen?“ zu einem intensiven Dialog über anstehende Herausforderungen zur Sicherung der Welternährung und den verantwortlichen Umgang mit den für die Landwirtschaft global zur Verfügung stehenden Ressourcen. Deutlich wurde der Wille, der Gestaltung der nachhaltigen Produktivitätssteigerung zukünftig eine noch stärkere öffentliche Wahrnehmung zukommen zu lassen. Zwar herrschte weitest gehende Einigkeit, dass eine nachhaltige Produktivitätssteigerung sowohl für konventionelle als auch für die ökologische Landwirtschaft nötig sei, doch man diskutierte angeregt, inwieweit eine einseitige Fokussierung auf ökologische Faktoren dem Anspruch einer tatsächlich nachhaltigen Entwicklung gerecht werden könne.

FNL-Geschäftsführer Dr. Anton Kraus betonte in seinen Statements: „Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft erfordert die Weiterentwicklung von Produktivität und Effizienz. Die Zukunft unserer Landwirtschaft und der Nahrungsmittelproduktion baut natürlich darauf auf, dass sie mit den Ressourcen schonend umgeht, sozial verantwortlich handelt und die ökonomischen Grundlagen für Betriebe und Unternehmen dauerhaft sicherstellt.“

Dr. Thomas Kirchberg, Mitglied des Vorstands der Südzucker AG, Janina Bethscheider, Projektmanagerin am Institut für Nachhaltiges Management e.V, Florian Schöne vom Naturschutzbund Deutschland e.V., Udo Hemmerling, stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes sowie Clemens Neumann, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz lieferten als Impulsgeber und Diskutanten aus ihrer Sicht Anregungen und Ideen für eine Weiterentwicklung der Produktivität in der Landwirtschaft. Zum Abschluss betonte FNL-Geschäftsführer Dr. Anton Kraus: „Auch wenn es in der Schwerpunktsetzung zwischen den Diskutanten mitunter zu einer unterschiedlichen Priorisierung gekommen ist, kann man konstatieren, dass wir uns einig sind, dem Themenkomplex der nachhaltigen Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft einen breiteren Raum in der gesellschaftlichen Diskussion zukommen lassen zu wollen.“

PM: Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL)

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