Windpark in Trautmannsdorf beginnt mit Spartenstich am 17. Sept. 2013

FOTO_Mag-Rudolph-Plasil-GF-Raiffeisen-Energy-&-Environment-Dr.-Christoph-Hayden-CRO-Raiffeisen-Leasing_Vize-Bürgermeister-Heinrich-Schmitt-Marktgemeinde-Trautmannsdorf-an-der-Leitha_Pater-Franz-Tree-Salvatorianer REE C / Bild: © REE
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(WK-intern) – Energiewende aus der Praxis
Mit Spatenstich für den Windpark in Trautmannsdorf beginnt ein Stück Zukunft schon heute

Trautmannsdorf, am 17. September 2013: Am Wochenende wurde mit dem Spatenstich für ein Windrad in Trautmannsdorf ein weiterer Schritt der gelebten Energiewende vollzogen. „Während viele über die Energiewende nur reden, setzen wir sie in die Tat um“, freut sich Dr. Christoph Hayden, Geschäftsführer von Raiffeisen-Leasing. Jedes zusätzliche Windrad in Österreich verdrängt Atomstrom aus unseren Stromnetzen. „Um ein atomstromfreies Österreich zu erreichen sind aber noch einige Anstrengungen notwendig“, so Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer die IG Windkraft.

Am Wochenende wurde in Trautmannsdorf in Niederösterreich mit einem Spatenstich mit dem Bau einer Windkraftanlage begonnen. Raiffeisen-Leasing erweitert mit diesem Windrad seinen bereits seit neun Jahren bestehenden Windpark. „Spatenstichfeiern in Windparks sind immer ein ganz besonderes Ereignis, weil es hier um Nachhaltigkeit und Klimaschutz und damit um die Sicherung der Lebensgrundlage nachfolgender Generationen geht. Dieses Thema steht bei Raiffeisen an wichtiger Stelle“, berichtet Hayden.

Der steinige Weg zu einem atomstromfreien Österreich
Erst kürzlich wurde in Österreich beschlossen, dass jede Kilowattstunde Strom mit einem Zertifikat versehen werden muss. Dies sollte das Ziel haben den Atomstrom zu kennzeichnen. Die österreichischen Stromerzeugen haben sich verpflichtet nur jenen Strom nach Österreich zu importieren, der keine Atomstromzertifikate enthält. Damit sollte der Atomstrom aus Österreichs Stromnetzen verbannt werden. „Bei genauer Betrachtung ist das aber nur die halbe Wahrheit“, stellt Moidl verärgert fest. Die Zertifikate kommen zwar vom Strom aus erneuerbaren Energien, diese können aber getrennt gehandelt werden. So können Stromhändler zusätzlich Zertifikate von erneuerbaren Kraftwerken kaufen. Mehr als 20 Prozent der Zertifikate stammen von norwegischem Wasserkraftstrom. „Der Strom auf den diese Zertifikate in Österreich gepickt werden kann aber auch fossiler und atomarer Herkunft sein“, erklärt Moidl und ergänzt:

„Österreich wäre nur dann atomstromfrei, wenn die Zertifikate nicht unabhängig vom erzeugten Strom gehandelt werden dürften. In der EU ist derzeit leider der getrennte Handel erlaubt.“

Energiewende = Windenergieausbau
„Mit dem verstecken der Kohle- und Atomstromimporte wird die Energiewende nicht zu schaffen sein“, weist Moidl darauf hin und setzt fort: „Allein durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduktion des Energieverbrauchs ist die Energiewende und somit auch die Verdrängung des Atomstroms aus unseren Stromnetzen möglich.“

Österreich ist seit Jahren ein Importstromland. Noch 2000 war dies umgekehrt und Österreich exportierte mehr Strom als es importierte. Seit 2001 hat sich das Verhältnis aber umgekehrt. Im Durschnitt der letzten fünf Jahre sind 7,5% des gesamten Stromverbrauchs importierter Strom, der zumeist aus Kohle- und Atomkraftwerken stammt.

Im Ökostromgesetz ist das Ziel formuliert, dass bis 2015 der Atomstrom zumindest bilanziell aus den Netzen verdrängt werden soll. „Auch dieses Ziel ist nur dann erreichbar, wenn die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien sich nicht verschlechtern“, berichtet Moidl und ergänzt abschließend: „Für die Energiewende sind aber noch starke Anstrengungen darüber hinaus nötig.

Österreich muss wieder zum Stromexporteur werden. Sonst gibt es so was wie ein atomstromfreies Österreich nur auf dem Papier.“

PM: IG Windkraft

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