Förderung für solare Prozesswärme erfreut sich reger Nachfrage

(WK-intern) – BAFA zieht positive Jahresbilanz
Seit einem Jahr fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Einsatz solarer Wärme in industriellen und gewerblichen Produktionsprozessen zu deutlich verbesserten Bedingungen.

Der Präsident des BAFA, Dr. Arnold Wallraff, zieht eine positive Bilanz: „Mit Zuschüssen von bis zu 50 % der Nettoinvestitionskosten ist es uns gelungen, ein neues und bedeutendes Feld für die Energiewende zu erschließen. Unsere Botschaft, Solarwärme nicht nur zur Beheizung von Wohngebäuden, sondern auch in industriellen Fertigungsprozessen einzusetzen, ist im Markt angekommen. Wir spüren eine sprunghaft gestiegene Nachfrage,“ so Dr. Wallraff.

Das BAFA sieht in diesem Segment enorme Potenziale für die Energiewende: „Zwei Drittel der gesamten industriell genutzten Energie werden für die Bereitstellung von Wärme benötigt. Die Förderung von solarer Prozesswärme ist deshalb ein entscheidender Beitrag zur Energiewende“, betont der Präsident des BAFA. Dies decke sich mit dem „Fahrplan Prozesswärme“ des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW), nach dem im Jahr 2030 mehr als 10 % des Wärmebedarfs der deutschen Industrie aus Solarwärmeanlagen stammen könnten. Gemeinsam mit dem BSW will das BAFA nun diesen Markt weiter erschließen.

Der Präsident des BAFA empfiehlt deshalb Unternehmen, die in ihren Produktionsketten gezielt Wärme einsetzen, die attraktiven BAFA-Zuschüsse zu nutzen. Durch einen Umstieg auf solare Prozesswärme könnten sie nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Senkung ihrer Energiekosten leisten. Angesichts steigender Öl-, Gas- und Strompreise sowie des Kundenwunsches nach Waren aus „grüner Produktion“ gelte es, jetzt auf Solarwärme umzusteigen.

Nach Wallraffs Eindruck hat die Solarindustrie inzwischen umfangreiches Know-How, einschlägige Beratungskapazitäten und neue Vertriebswege aufgebaut, um in den Betrieben Möglichkeiten zur Integration von solar erzeugter Prozesswärme zu identifizieren und umzusetzen. „Das Thema muss aber noch breiter in die Öffentlichkeit, vor allem aber in die Verbände und die Unternehmen getragen werden“, so der Präsident des BAFA. „Wir stehen hier am Anfang eines Prozesses, der mit langem Atem und im Schulterschluss von Wirtschaft, Wissenschaft und Staat angegangen werden muss.“

Für die Durchsetzung am Markt seien darüber hinaus Branchenkonzepte mit standardisierten Lösungen notwendig. Für die Zielmärkte Lebensmittel, Wäschereien und Brauereien seien bereits derartige Konzepte vorgelegt worden. Dadurch könnten die Planungs- und Installationskosten erheblich reduziert werden.

Allen interessierten Unternehmen bietet das BAFA an, sich bei der BAFA-Hotline (06196 908-625) zu den Förderkonditionen kostenlos beraten lassen. Zudem kann das BAFA einen Kontakt zum Institut für thermische Energietechnik bei der Universität Kassel vermitteln, das für die wissenschaftliche Begleitung des Förderprojektes zuständig ist.

PM: BAFA

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