Biomasse-Heizkraftwerk Kehl II eingeweiht

(v.l.n.r.) Klaus Furler (Koehler) | Harald Kraft (BEB) | Thomas Seibel (RWE Innogy Cogen) | Wolfgang Furler (Koehler) | Phil Piddington (RWE Innogy Cogen) | Günter Fölting (BEB) / Pressefoto: RWE
(v.l.n.r.) Klaus Furler (Koehler) | Harald Kraft (BEB) | Thomas Seibel (RWE Innogy Cogen) | Wolfgang Furler (Koehler) | Phil Piddington (RWE Innogy Cogen) | Günter Fölting (BEB) / Pressefoto: RWE

(WK-news) – RWE Innogy und Koehler weihen Biomasse-Heizkraftwerk Kehl II ein

  • Hohe Energieeffizienz mit Brennstoffnutzungsgraden von über 80 Prozent
  • Aktive Standortsicherung für Papierfabrik Koehler

Am 14.9.2013 hat die BEB Bio Energie Baden, eine Tochtergesellschaft der RWE Innogy Cogen GmbH sowie der Koehler Holding GmbH & Co KG, in Kehl am Rhein das Biomasse-Heizkraftwerk (BMHKW) Kehl II eingeweiht. Die mit Holz befeuerte Erweiterungsanlage wird zukünftig zusammen mit dem bereits seit 2002 bestehenden BMHKW Kehl I den Standort Kehl des Papierproduzenten August Koehler AG mit Prozesswärme beliefern.

An der Veranstaltung nahmen unter anderem Vertreter der Stadt Kehl sowie der beteiligten Unternehmen teil.

Thomas Seibel, CFO der RWE Innogy Cogen, konnte erfreut feststellen: „Die BEB hat die Bauarbeiten für Kehl II termingerecht abgeschlossen. Mit beiden Biomasseanlagen, Kehl I und Kehl II, setzen wir Maßstäbe für Energieeffizienz und Klimaschutz – darauf können wir gemeinsam stolz sein“. Und Wolfgang Furler, Geschäftsführer der Koehler Holding GmbH & Co. KG, fügte hinzu: „Für Koehler ist Kehl II ein weiterer Schritt zur langfristigen Absicherung des Standorts und zur Verbesserung des sogenannten ‚Carbon Footprint’ seiner Papierprodukte aus Kehl. Durch die neue Anlage erreichen wir in unserem Werk Kehl eine Dampfversorgung, die zu rund 90 Prozent aus Biomasse kommt. Wir können so pro Jahr rund 80.000 Tonnen CO2 einsparen.“

Die in einer Bauzeit von rund 15 Monaten errichtete Kraft-Wärme-Kopplungsanlage Kehl II hat eine Leistung von 20 Megawatt thermisch und 2,9 Megawatt elektrisch. Durch die kombinierte Produktion von Strom und Wärme kann eine hohe Energieeffizienz mit Brennstoffnutzungsgraden von über 80 Prozent erzielt werden. Durch den Einsatz von Biomasse liegt das CO2–Einsparpotenzial bei 25.000 Tonnen pro Jahr. Im Verbund beträgt das jährliche Minderungspotenzial von Kehl I und Kehl II insgesamt rund 80.000 Tonnen des klimarelevanten Treibhausgases.

Die in der Erweiterungsanlage erzeugte Prozesswärme – rund 160.000 Tonnen Dampf pro Jahr – wird zur Herstellung der in Kehl produzierten Spezialpapiere eingesetzt. Gleichzeitig kann die Anlage Strom für bis zu 6.000 Haushalte erzeugen.

Befeuert wird Kehl II mit Althölzern der Kategorien A I und A II sowie mit naturbelassener Biomasse bzw. Frischholz. Der Jahresbedarf liegt bei ca. 50.000 Tonnen. Bei Althölzern der Kategorien A I und A II handelt es sich um nicht oder nur gering belastete Hölzer.

PM: RWE Innogy

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