Burgenland hat seine Stromversorgung zu 100% aus Windstrom

Enercon Windanlage / Foto: HB
Enercon Windanlage / Foto: HB

(WK-intern) – Die Energiewende zum Angreifen
Die IG Windkraft gratuliert dem Burgenland

Gols: Gestern wurde der Tag der Energiewende in Gols im Burgenland groß gefeiert. In nur einem Jahrzehnt hat es das Burgenland geschafft seine Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umzustellen. Damit ist Österreichs östlichstes Bundesland eine Vorzeigeregion für ganz Europa. Mit 100% Windstrom hat es das Burgenland darüber hinaus geschafft, hunderte neue Arbeitsplätze ins Bundesland zu holen. Allein der Windkraftanlagenhersteller Enercon beschäftigt in Zurndorf und Neusiedl am See rund 550 Personen. „Die IG Windkraft gratuliert den Burgenland“ erklärt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Das Burgenland ist der Beweis dafür das die Energiewende in kurzer Zeit machbar ist – ein motivierendes Beispiel für Österreich und ganz Europa.“

Um das Jahr 2000 hatte das Burgenland nahezu keine Kilowattstunde Strom (3%) selbst produziert. Lediglich der erste Windpark, der 1997 in Zurndorf errichtet wurde, produzierte bereits Strom. 2006 wurde im Landtag beschlossen, dass im Jahr 2013 soviel Strom produziert werden soll wie das Burgenland verbraucht, damit das Bundesland stromautark wird. Das Ziel ist nun erreicht und das ganze Bundesland feierte gestern diesen Meilenstein mit einem großen Fest in Gols.
Allen Unkenrufen zum Trotz, die die Energiewende nicht wahr haben wollen, hat sich das Burgenland in nur einem Jahrzehnt still und heimlich stromautark gemacht. „Und das allein durch die Windenergie“ schwärmt Moidl und ergänzt: „Der Ausbau der Fotovoltaik im Burgenland hat erst gerade begonnen.“

Die Energiewende bringt Arbeitsplätze
Allein im Jahr 2013 wird der Ausbau der Windenergie im Burgenland 1.300 Personen auf den Windradbaustellen beschäftigen und zusätzlich 120 neue Arbeitsplätze durch den Betrieb der Anlagen schaffen. Der starke Windkraftausbau hat darüberhinaus das Engagement im Burgenland der Windkraftherstellerfirma Enercon geweckt. Mit der Windradturmfabrik in Zurndorf und der neuen Servicezentrale in Neusiedl am See beschäftigt Enercon alleine zusätzlich rund 550 Personen.

„Die Windenergie wird nicht nur dezentral erzeugt, sondern bringt die Arbeitsplätze wieder in die Regionen zurück“, freut sich Moidl.

Die Erhöhung der Windenergieleistung um 130% in nur drei Jahren bedarf auch einer Verstärkung der Stromnetze. „Das Burgenland ist auch im Bereich des Stromnetzausbaus eine Vorzeigeregion“, erklärt Moidl und führt weiter aus: „Denn für den gesamten Windenergiezubau wurde kein einziger Strommast neu errichtet und alle zusätzlichen Leitungen in der Erde verlegt.“

Vom Burgenland nach ganz Österreich
Das Burgenland hat in nur einem Jahrzehnt vorgezeigt, wie die Energiewende im Strombereich ganz unaufgeregt umgesetzt werden kann. „Die Voraussetzungen für erneuerbare Energien sind im Burgenland hervorragend“ berichtet Moidl und ergänzt abschließend: „Im Europavergleich trifft dies auch auf ganz Österreich zu. Die Voraussetzungen für eine österreichweite Energiewende sind ebenfalls ausgezeichnet. Es gilt sie nur entschieden und engagiert umzusetzen.“

PM: IG Windkraft

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