Netzbetreiber müssen schlüssiges Konzept vorlegen

Windmühlen in Schleswig-Holstein / Foto: HB
Windmühlen in Schleswig-Holstein / Foto: HB

(WK-intern) – Robert Habeck zur Konsultation des Netzentwicklungsplans: „ Die Netzbetreiber müssen für den Netzausbau an der Ostküste endlich ein schlüssiges Konzept vorlegen“

KIEL. Am heutigen Freitag beginnt die Konsultation des Netzentwicklungsplans Strom 2013 durch die Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur sieht diverse Maßnahmen in Schleswig-Holstein vor, darunter als wichtige neue Maßnahme auch die Ertüchtigung der bisherigen 220kV-Leitung Siems-Lübeck-Kreis Segeberg. Noch keine Klärung gibt es für das Teilstück Göhl-Siems in Ostholstein. Hierzu erklärt Energiewendeminister Habeck:

„Es ist eine gute Nachricht, dass die Strecke von Süden nach Siems bei Lübeck ausgebaut werden kann. Sie leistet einen wichtigen Beitrag, um Windstrom aus Ostholstein abzutransportieren. Ärgerlich ist die Situation für den anschließenden Nordteil aus dem Raum Lübeck nach Göhl: Zwar erkennen Land, Netzbetreiber und auch die Bundesnetzagentur die Notwendigkeit eines zügigen Netzausbaus an der Ostküste einhellig an, aber noch immer haben die Netzbetreiber kein überzeugendes Ausbaukonzept geliefert. Dabei haben zahlreiche Gespräche der Beteiligten auf Initiative der Landesregierung stattgefunden, in denen die Erarbeitung eines solchen Plans für die Verteil- und Übertragungsnetzebene vereinbart und vom Ministerium immer wieder angemahnt wurde. Die zuständigen Unternehmen sind zu einem zügigen und bedarfsgerechten Netzausbau gesetzlich verpflichtet.“

Habeck sagte weiter, die Netzbetreiber müssten aufzeigen, wie 110kV-Netz und 380kV-Netz zusammenspielen können, um tatsächlich den Strom bei weiterem Ausbau der Windenergie abzutransportieren. Bereits jetzt komme es immer wieder zu netzbedingten Abschaltungen von Windenergieanlagen in der Region. „Ich erwartete von den Netzbetreibern zügig eine tragfähige Lösung.“

Dass TenneT die Strecken Audorf-Kiel und Kiel-Göhl erneut gemeldet hat, sieht der Minister hingegen kritisch. Eine 380 KV Leitung durch die Probstei sei angesichts der Einspeiseprognosen nicht nötig. Dies habe das Ministerium mehrfach betont. In ihren Konsultationsunterlagen ziehe die Bundesnetzagentur ähnliche Schlüsse, so Habeck weiter. TenneT hätte diese Leitung gar nicht erst wieder im Netzentwicklungsplan aufführen sollen, so Habeck.

In den nächsten Wochen wird die Bundesnetzagentur ihre Einschätzungen öffentlich konsultieren. Die Landesregierung wird sich an dieser Konsultation im Zuge einer Stellungnahme beteiligen. Hierzu sind laut Minister Habeck auch die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen: „Nutzen Sie die Chance sich bei der Gestaltung der Energiewende einzubringen. Jetzt ist die Chance die Frage des Bedarfs zu diskutieren, später im Verfahren wird es dann um Trassenverläufe und Maststandorte gehen.“

Mehr Informationen zur Konsultation der Bundesnetzagentur finden Sie unter: http://www.netzausbau.de/…

Mehr Informationen zum Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber finden Sie unter: www.netzentwicklungsplan.de

Am 15. Oktober führt die Bundesnetzagentur eine öffentliche Dialogveranstaltung durch. Nähere Informationen hierzu:  http://www.netzausbau.de/cln…

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