Drei Windräder drehen sich auf dem Dach der Elbarkaden in der Hamburger HafenCity

Elbarkaden: Nachhaltige Verbindung zwischen Stadt und Fluss / Pressebild: möser projektmanagement
Elbarkaden: Nachhaltige Verbindung zwischen Stadt und Fluss / Pressebilder: möser projektmanagement

(WK-intern) – Erste Mieter ziehen ein – Die Elbarkaden der HafenCity: Nachhaltigkeitsarchitektur mit Windkraft und Photovoltaik

  • Der Gebäudekomplex Elbarkaden in der Hamburger HafenCity zählt zu den nachhaltigsten Bürogebäuden Europas
  • Äußeres Symbol dafür sind drei Windkraftanlagen auf dem Dach, während innen ein Energie-Monitoring Wache hält
  • Erdwärme, hoch gedämmte Fassade und Dreischeibenisolierverglasung
  • Verbindung zwischen Hamburger Innenstadt und Elbe: u.a. mit Greenpeace Headquarter
  • von Möser Projektmanagement, Düsseldorf

Es mutet an wie Science Fiction, ist aber die reinste Wirklichkeit: Drei Windräder drehen sich auf dem Dach der Elbarkaden in der Hamburger HafenCity. Sie sind das äußere Symbol des zentralen Themas dieses Bauwerks: Nachhaltigkeit. „Die drei Windräder sind sichtbares Zeichen dafür, dass hier in Kürze eines der energieeffizientesten Bürogebäude Europas in Betrieb geht“, sagt Jürgen Möser, Geschäftsführer von Möser Projektmanagement, dem für die Elbarkaden zuständigen Projektmanager. Die Elbarkaden bekommen in Kürze das HafenCity Umwelt-Zertifikat verliehen, für ein energieoptimiertes Gebäude zum Wohnen und Arbeiten.

Konzipiert wurden die Elbarkaden vom Schweizer Architekturbüro Bob Gysin & Partner. Das Thema Nachhaltigkeit war schon bei der Auswahl des Architektenentwurfs das entscheidende Kriterium. Das prämierte Konzept arbeitet mit passiven Elementen wie der Nutzung von Erdwärme mittels Energiepfählen in Verbindung mit einer stark gedämmten Fassade, sowie Dreischeiben-Isolierverglasung. Über die Fenster geht daher gerade einmal halb so viel Wärme verloren wie bei herkömmlichen Neubauten. „Für die Nutzer hat dies – neben dem Bewusstsein in einem der nachhaltigsten Bürogebäude der Stadt zu arbeiten – den Vorteil, dass die Energiekosten deutlich unter denen von vergleichbaren Objekten liegen werden“, erläutert Möser. Das Bauwerk hält sowohl den Goldstandard der HafenCity Hamburg GmbH als auch den Goldstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen ein. Das innovative „Energie-Monitorings“ überwacht im gesamten Gebäudekomplex den Energieverbrauch – über 450 unterschiedliche Meßfühler für die verschiedenen Energiesorten. Eine großflächige Photovoltaik-Anlage auf dem Dach sorgt in Verbindung mit den Windkraftanlagen dafür, dass das Gebäude wie ein „Solarkraftwerk“ – mitten in der HafenCity arbeitet.

Mieter profitieren von geringen Nebenkosten

Unter anderem werden die Deutschland-Zentrale der Umweltschutzorganisation Greenpeace und die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy ihren Sitz ab Herbst diesen Jahres in die Elbarkaden verlegen. Nach dem Umzug soll dort auch eine interaktive Greenpeace-Ausstellung eröffnet werden – inklusive Totempfahl, Schlauchboot und Schiffsbrücke. Daneben werden gastronomische Einrichtungen und kleinteilige Ladengeschäften ihren Platz in den Elbarkaden finden, zudem entstehen auch 46 klassische Eigentumswohnungen mit z.T. Dachterrassen und Blick in den Magdeburger Hafen. Außerdem sind für designaffine Nutzer exklusive Wohn-Arbeits-Lofts geplant. Zwei große Gewerbeflächen sind spannend für Designinteressierte: iF Design und designExport präsentieren in Loft- und Galerieräumen unterschiedliche Exponate des zeitgenössischen Designs. So unterschiedlich die Mieter auch sind, sie profitieren alle von den wesentlich geringeren Nebenkosten.

Der 25.000-Quadratmeter-Gebäudekomplex, der sich am östlichen Ufer des Magdeburger Hafens mitten im Herzen der Hamburger HafenCity befindet, wird in Kürze fertig gestellt. Im Oktober 2011 war mit den Bauarbeiten begonnen worden, das Richtfest wurde im vergangenen Dezember gefeiert. Das Gebäudeensemble in der Hongkongstraße zwischen dem Internationalen Maritimen Museum und der zukünftigen HafenCity Universität befindet sich an der Stelle, die der Hamburger Oberbaudirektor Professor Jörn Walter einmal als die „Binnenalster der HafenCity“ bezeichnet hat. Es soll die Verbindung zwischen der Hamburger Innenstadt und der Elbe herstellen, ein Arkadengang und eine tiefer gelegene Warft sind die dabei die Wegachsen.

„Wir haben dieses Projekt von der Auslobung des Wettbewerbs an begleitet“, betont Möser. Sein Projektmanagement-Büro hat die Koordination aller Beteiligten, das Controlling zu Terminen und Kosten sowie die Abstimmungen mit Nutzern, Nachbarn und Behörden übernommen. „Nur durch kontinuierliches Überprüfen der vereinbarten Zielwerte konnten die ehrgeizigen Vorgaben des Bauherrn auch umgesetzt werden“, so Möser.

PM: möser projektmanagement GmbH & Co. KG

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