Offshore-Tage-Emden fordern Planungssicherheit für die Branche

(WK-intern) – Emden – Das Thema Planungssicherheit hat bei den Dritten Emder Offshore-Tagen eine zentrale Rolle eingenommen.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg (IHK) Dipl.-Ing. Wilhelm-Alfred Brüning appellierte am Mittwoch (4. September) beim IHK-Abendempfang der Offshore-Tage: „Klare und verlässliche Rahmenbedingungen sind unverzichtbar und dürfen nicht abhängig sein von Wahlergebnissen.“

Mehr als 300 Besucher waren zu der Veranstaltung in die Johannes a Lasco Bibliothek nach Emden gekommen. Neben zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft waren auch regio-nale Mitglieder des deutschen Bundestages und des Niedersächsischen Landtages der Einladung gefolgt.

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Die diesjährigen Hauptsponsoren der Offshore-Tage ENOVA-Geschäftsführer Helmuth Brümmer und EWE-AG Vorstand Dr. Torsten Köhne berichteten in ihren Vorträgen über Planung und Aufbau des ersten deutschen kommerziellen Wind-parks Riffgat. In nur 14 Monaten Bauzeit und mit einer Investitionssumme von rund 450 Millionen Euro hatten die Unternehmen in der Nordsee einen Windpark mit 30 Offshore-Windenergieanlagen mit insgesamt 108 Megawatt Leistung errichtet.

Offshore sei nicht Onshore, betonte Brüning. Der Ausbau der Offshore-Windenergie sei vor allem ein naturgewaltiges Betätigungsfeld, in dem nicht nur aus Wind Strom gemacht werde, sondern auch beständig Antworten auf maritime Herausforderungen gefunden werden müssten. Offshore sei eine tragende Säule der Energiewende.

„Der Offshore-Windpark Riffgat ist und bleibt ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass Unternehmen die technischen Herausforderungen der Windenergie auf See meistern können“, fasste IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Torsten Slink die Leistung der Unternehmen zusammen. Riffgat setze damit die Erfolgsgeschichte von Alpha Ventus und BARD Offshore 1 fort, die bereits bei den Offshore-Tagen 2010 und 2011 vorgestellt wurden. Auch Slink forderte in seiner Rede Planungssicherheit von der Politik: „Unternehmen wie ENOVA und EWE sind in Vorleistung getreten und haben es – wie viele andere Offshore-Unternehmen, die heute hier anwesend sind – verdient, dass die Politik ihre Versprechen einlöst und ein von Vertrauen in die Branche geprägtes Investitionsklima sorgt. Dazu gehört nach der Bundes-tagswahl ein verlässliches Erneuerbare Energien-Gesetz.“ Offshore und Onshore müssten hierbei als Partner der Energiewende gesehen werden und nicht als Konkurrenten, so Slink. Die IHK werde sich weiter für den Ausbau der Offshore-Windenergie stark machen und in Hannover und Berlin für Unterstützung werben.

Die Offshore-Tage sind eine gemeinsame Veranstaltung der IHK und der Hochschule Emden/Leer. Die nächsten Offshore Tage sind für das Jahr 2015 geplant.

Programmflyer

PM: IHK- Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg

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