Energiewende soll im Oligopol der Großkonzerne abgewickelt werden

(WK-intern) – Bürgerenergie-Initiative: Monopolkommission zeigt der Bürgerenergie mit dem „Quotenmodell“ die Rote Karte. Die Energiewende soll stattdessen im Oligopol der Konzerne abgewickelt werden.

Berlin – Die Monopolkommission wird in ihrem Sonderbericht zur Energiewende – wie vorab vom SPIEGEL berichtet – am Donnerstag eine Abschaffung des bisherigen Fördersystems für Erneuerbare Energien empfehlen. „Die Monopolkommission plädiert mit dem vorgeschlagenen Quotensystem für eine Gesetzgebung, die nur Großinvestoren dient. Der Energiemarkt soll dann wieder im Oligopol der Konzerne aufgeteilt werden. Die Bürgerenergie als Marktführer der Energiewende wäre mit einem Schlag aus dem Spiel. Die Energiewende wäre abgewürgt“, sagt Fabian Zuber, Sprecher der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“.

„Bürger und Bürgerenergiegenossenschaften würden sich zwangsläufig aus der Produktion von erneuerbaren Energien zurückziehen, da der Aufwand und die Risiken für private Kleininvestoren viel zu hoch wäre. Bürgerkraftwerke stünden vor dem Aus. Die Vorschläge der Monopolkommission gefährden die Existenz der Bürgerenergie und damit auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende insgesamt. Betreibern von Bürgerkraftwerken, also rund der Hälfte aller Betreiber von erneuerbaren Erzeugungsanlagen, wird die Rote Karte gezeigt“ so Dietmar von Blittersdorff von „Energiewende Jetzt“, einem bundesweit tätigen Netzwerk von Energiegenossenschaften.

Stattdessen fordern die Initiatoren der Kampagne „Die Wende – Energie in Bürgerhand“ eine Weiterentwicklung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Sinne der Bürgerenergie. „Betreiber von Bürgerkraftwerken vor Ort brauchen auch in Zukunft klare und verlässliche Rahmenbedingungen. Zudem müssen die Kosten der Energiewende in Zukunft wieder fair zwischen den verschiedenen Stromverbrauchern aufgeteilt werden. Durch übermäßige Ausnahmeregelungen für die Industrie sowie die ziellose Verrechnung mit dem Börsenstrompreis sind die über das EEG umgelegten Kosten für die privaten Verbraucher deutlich höher, als sie sein müssten. Dieses Missverhältnis muss behoben werden“, erklärt Thorben Becker vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Weitere Informationen zur Initiative „Die Wende – Energie in Bürgerhand“: http://www.die-buergerenergiewende.de/.
Unsere Forderungen
für eine Reform des EEG finden Sie in unserem Eckpunktepapier.

PM: Bürgerenergie-Initiative

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