Dänemarks größtes Offshore-Windkraftwerk Anholt eingeweiht

Ein Projekt dieser Größenordnung ermöglichte es Siemens, die Effizienz zu verbessern und die Kosten bei Vormontage und der Inbetriebsetzung zu senken. Beträchtliche Lernerfolge erzielte das Unternehmen beispielsweise damit, bestimmte Arbeitsschritte nicht mehr offshore, sondern an Land durchzuführen.
Ein Projekt dieser Größenordnung ermöglichte es Siemens, die Effizienz zu verbessern und die Kosten bei Vormontage und der Inbetriebsetzung zu senken. Beträchtliche Lernerfolge erzielte das Unternehmen beispielsweise damit, bestimmte Arbeitsschritte nicht mehr offshore, sondern an Land durchzuführen.

(WK-intern) – Erlangen – Das Offshore-Windkraftwerk Anholt ist heute offiziell eingeweiht worden: Für das größte Windkraftprojekt Dänemarks hat Siemens 111 Windenergieanlagen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 120 Metern geliefert, installiert und in Betrieb gesetzt.

  • 111 Windenergieanlagen von Siemens erzeugen eine Leistung von 400 MW
  • Sauberer Strom deckt rund vier Prozent des dänischen Strombedarfs
  • Siemens übernimmt Service für fünf Jahre

Eigentümer des Windprojekts sind der dänische Energieversorger DONG Energy (50 Prozent) sowie die beiden Pensionsfonds Pension Danmark (30 Prozent) und PKA (20 Prozent). Zudem wird Siemens gemeinsam mit DONG Energy den Service über einen Zeitraum von fünf Jahren übernehmen. Die Gesamtleistung des Windkraftwerks von 400 MW reicht aus, um rund 400.000 dänische Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen oder um etwa vier Prozent des dänischen Strombedarfs zu decken.

Das Offshore-Windkraftwerk Anholt liegt vor der Ostküste Dänemarks, rund 20 Kilometer nordöstlich der Halbinsel Jütland. Siemens hat die 111 Windturbinen in weniger als neun Monaten auf einer Fläche von 88 Quadratkilometern und in einer Wassertiefe von bis zu 19 Metern installiert. „Trotz zum Teil schwieriger Wetterbedingungen haben wir das Offshore-Projekt Anholt im Zeitplan realisiert“, sagte Markus Tacke, CEO der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy.

Für Siemens ist Anholt ist bereits das fünfte Offshore-Windkraftwerk, das innerhalb weniger Wochen offiziell eingeweiht wurde. Im Juli und August gingen in Großbritannien das weltweit größte Offshore-Windkraftwerk London Array (630 MW) sowie die Projekte Greater Gabbard (504 MW) und Lincs (270 MW) offiziell ans Netz. In Deutschland wurde im August das erste kommerzielle Windkraftwerk in der Nordsee Riffgat (108 MW) eingeweiht.

„Die Installation unserer Offshore-Projekte in Europa läuft auf Hochtouren“, sagte Tacke. „Siemens hat bereits mehr als 3.900 MW Leistung offshore errichtet. Unsere Projekte erreichen die Größenordnung konventioneller Kraftwerke, und wir machen erhebliche Fortschritte bei der Industrialisierung der Offshore-Windenergie. So sorgen wir dafür, dass die Kosten der Offshore-Windenergie weiter sinken werden“, so Tacke.

Siemens ist führend im Markt für Offshore-Windkraftwerke, bei der Netzanbindung sowie beim Offshore-Windservice. Das Unternehmen hat weltweit bislang Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 3,9 Gigawatt (GW) auf See installiert. Derzeit hat Siemens Aufträge für Offshore-Projekte mit einer Leistung von rund fünf GW gebucht.

In Dänemark hat Siemens einschließlich des Windprojektes Anholt bereits neun Offshore-Windkraftwerke mit einer Leistung von knapp 1,1 GW erfolgreich errichtet. Die dänische Regierung plant, bis zum Jahr 2020 rund die Hälfte des landesweiten Strombedarfs aus Windenergie zu decken; 2012 lag der Anteil bereits bei 30 Prozent. Bis zum Jahr 2050 will Dänemark sogar unabhängig von fossilen Energieträgern werden.

Windenergie und der dazugehörige Service sind Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von rund 33 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum mehr als 330 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Die Fähre Anholt pendelt zwischen der dänischen Stadt Greena im Kattegat zur Insel Anholt und fährt am gleichnamigen größten Offshore-Windkraftwerk Dänemarks vorbei. Das Projekt liegt vor der Ostküste Dänemarks, rund 20 Kilometer nordöstlich der Halbinsel Jütland. Auf einer Fläche 88 Quadratkilometern installierte Siemens alle 111 Windturbinen in einer Wassertiefe von bis zu 19 Metern in nur rund zehn Monaten.

PM: Siemens

 

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