E.ON speist Windstrom mit Power-to-Gas-Anlage ins Erdgasnetz

Power-to-Gas-Anlage / Pressefoto: E.ON
Power-to-Gas-Anlage / Pressefoto: E.ON

(WK-intern) – Wasserstoff wird zum ersten Mal im industriellen Maßstab in das Erdgasnetz eingespeist

E.ON hat im brandenburgischen Falkenhagen die „Power to Gas“-Pilotanlage in Betrieb genommen. Mittels Elektrolyse wird dort regenerativ erzeugter Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das regionale Ferngasnetz eingespeist. Die gespeicherte Energie steht dann dem Erdgasmarkt zur Verfügung und findet damit Anwendung im Wärmemarkt, in der Industrie, in der Mobilität und bei der Stromerzeugung. Die Anlageleistung beträgt zwei Megawatt – dies entspricht einer Produktion von 360 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde.

„Mit diesem Projekt zeigt E.ON als eines der ersten Unternehmen, wie sich überschüssige Energie im Erdgasnetz speichern lässt, um so Erzeugung und Verbrauch auszugleichen“, sagte Dr. Ingo Luge, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.ON Deutschland. „Diese Art der Speicherung gilt als eine der Schlüsseltechnologien für die Energiewende. Damit wird die anderenfalls notwendige Abschaltung von Windkraftanlagen bei Netzengpässen vermieden und die Ausbeute der Erzeugung von Windstrom steigt.“

Bei Errichtung und Betrieb der Anlage arbeitet E.ON mit der Swissgas AG zusammen, die auch einen Teil der Wasserstoff-Produktion abnehmen wird. „Die Swissgas engagiert sich in diesem Projekt und zeigt damit den hohen Wert der Schweizer Gasinfrastruktur auf, die uns erlaubt, über Grenzen hinweg regenerative Energien zu speichern und zu transportieren“, unterstreicht Dr. Heinrich Schwendener, Mitglied der Geschäftsleitung der Swissgas AG.

An der Inbetriebnahme nahmen Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, Dr. Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Henning Heidemanns, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten des Landes Brandenburg, sowie rund 200 weitere Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

Bundesminister Dr. Philipp Rösler: „Die Integration zunehmender Anteile fluktuierender erneuerbarer Energien ist eine der großen Herausforderungen der Energiewende. Um die Systemstabilität im Stromnetz und die Versorgungssicherheit für unseren Wirtschaftsstandort langfristig sicherzustellen, brauchen wir nicht nur einen zügigen Netzausbau sondern auch innovative Lösungen, wie beispielsweise die Power to Gas-Anlage hier in Falkenhagen.“

E.ON hat sich bei dem Bau der Anlage für den Standort Falkenhagen entschieden, da er in idealer Weise ein hohes Windstromaufkommen mit einer bestehenden Strom- und Gasinfrastruktur sowie einer eigenen Betriebsstelle vor Ort verbindet.

Die Anlage demonstriert die Funktionsweise von „Power to Gas“ auf Basis bewährter Technologie. Damit eignet sich das Projekt sehr gut, um technische und regulatorische Erfahrungen beim Bau und Betrieb derartiger Speicheranlagen zu sammeln. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Technologie zur Marktreife zu führen.

Gleichzeitig ist die Pilotanlage in Falkenhagen ein anschauliches Beispiel für die umfassenden Innovations- und Technologie-Aktivitäten des Konzerns. Mit diesen verfolgt E.ON das Ziel, neue Geschäftsfelder zu entwickeln und zu begleiten, bis sie an bestehende oder neugegründete Geschäftseinheiten übergeben werden können. Dabei geht es um ein breites Spektrum von Technologien von der effizienten Erzeugung in großen Kraftwerken über Neu- und Weiterentwicklungen bei Erneuerbaren Energien, Netzen, der Energiespeicherung und im Mobilitätsbereich bis hin zu innovativen Lösungen für Kunden bei dezentraler Energieerzeugung und im Energiemanagement.
Diese Pressemitteilung enthält möglicherweise bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des E.ON-Konzerns und anderen derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken und Ungewissheiten sowie sonstige Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die E.ON SE beabsichtigt nicht und übernimmt keinerlei Verpflichtung, derartige zukunftsgerichtete Aussagen zu aktualisieren und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

PM: EON

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