Cuxhaven wird Basishafen für Offshore-Windpark Amrumbank West

Ab Mitte Oktober 2013 wird die E.ON Kraftwerke GmbH den Offshore-Windpark „Amrumbank West“ über den Offshore-Basishafen Cuxhaven realisieren. / Pressefoto: Hero Lang
Ab Mitte Oktober 2013 wird die E.ON Kraftwerke GmbH den Offshore-Windpark „Amrumbank West“ über den Offshore-Basishafen Cuxhaven realisieren. / Pressefoto: Hero Lang

(WK-intern) – Offshore-Windpark „Amrumbank West“ wird über Cuxhaven realisiert
Standort setzt sich als Basishafen im Wettbewerb durch

Cuxhaven, 30. August 2013. Ab Mitte Oktober 2013 wird die E.ON Kraftwerke GmbH den Offshore-Windpark „Amrumbank West“ über den Offshore-Basishafen Cuxhaven realisieren. Der Windpark nordwestlich von Helgoland wird mit 80 3,6 Megawatt (MW) Offshore-Windkraftanlagen von Siemens realisiert und verfügt nach Fertigstellung über eine Leistung von 288 MW. Am Offshore-Terminal 1 in Cuxhaven werden dann für dieses Projekt die wesentlichen Bestandteile der Fundamentkonstruktion angeliefert, auf das Errichterschiff verladen und verschifft.

Der in Cuxhaven ansässige Terminalbetreiber Rhenus Cuxport hat das Projekt für den Standort akquiriert und ist mit dem Umschlag beauftragt worden. Im Auftrag enthalten ist auch die Inner-parkverkabelung, die direkt über den Cuxport Terminal zwischengelagert und wiederverladen wird. Der seeseitige Umschlag der Fundamentstrukturen wird über die Kajen des Offshore Ter-minal 1 durchgeführt. Ein entsprechender Nutzungsvertrag wurde zwischen E.ON und dem Ei-gentümer dieser öffentlichen Anlage, der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, gezeichnet. Das Offshore Terminal 1 ist für den Umschlag mit Jack-up Schiffen und für die Lagerung von schweren Anlagen vorgesehen. Durch eine spezielle Sohlbefestigung können die Errichterschif-fe Anlagenteile mit bordeigenem Kran laden, das Schiff steht beim Verladen auf seinen sechs Hubbeinen.

„Um dieses Geschäft nach Cuxhaven zu holen, haben Cuxport und Niedersachsen Ports die Kräfte gebündelt. Durch die intensive und gute Zusammenarbeit haben wir es erreicht, den Offshore-Standort Cuxhaven weiter  zu stärken“, erklärt Peter Zint Geschäftsführer von Cuxport.

Am Offshore-Terminal I werden somit ab Oktober „Monopiles“ (Rammrohre) und „Transitionpie-ces“ (Verbindungstücke zwischen Monopile und Windanlagenturm) zunächst per Schiff angelie-fert, auf der Terminalfläche gelagert und vorgestaut. Die Entladung und der Vorstau erfolgt mit einem 1.000 t Raupenkran, der hierfür von Cuxport angemietet und ab Mitte September am Terminal aufgebaut wird. Aufgrund des logistischen Ablaufs erfolgt die Lagerung der 600 t schweren Rammrohre liegend, während die rund 280 t schweren Übergangsstücke stehend gelagert werden.

„Wir haben uns für Cuxhaven entschieden, weil wir hier beste Voraussetzungen für eine rei-bungslose Projektumsetzung vorfinden. Cuxhaven liegt günstig zum Baufeld, mit Cuxport steht uns ein erfahrener Hafenlogistiker zur Seite, die Hafenstruktur, seine Ausstattung und Kapazitä-ten sind gut. Wichtig war uns auch, dass der Hafen für unser Team in Hamburg schnell zu er-reichen ist“, erläutert Dominik Schwegmann, Projektleiter für Amrumbank West bei E.ON.

Geplant ist der Umschlag von 80 Fundamentkonstruktionen bis Mitte 2014. Für das Projekt wurde durch die E.ON Kraftwerke GmbH das Errichterschiff MPI Discovery eingechartert. Es verfügt über sechs Hubbeine, mit deren Hilfe das gesamte 140 Meter lange und 40 Meter breite Schiff aus dem Wasser gehoben werden kann. Niedersachsen Ports hat das Projekt Amrum-bank West zum Anlass genommen, die am Offshore-Terminal I vorhandene Sohlsicherung kurzfristig zu optimieren, so dass deren Lage und Abmessung einer noch größeren Anzahl an Offshore-Errichtereinheiten zur Verfügung steht. Damit kann dort, pünktlich zum Projektstart, auch die MPI Discovery abgefertigt werden, die am oberen Ende der Größenskala der derzeit vorhandenen Einheiten liegt. „Wir haben uns kurzfristig und flexibel auf die Anforderungen des Projektes und des Hafenumschlagunternehmens Cuxport einstellen können. Die Liegeplätze an der Offshore-Basis Cuxhaven sind nun auch auf die Errichterschiffe der neuen Generation aus-gerichtet“, bestätigt Helmut Best, Betriebsleiter Hafenanlagen bei Niedersachsen Ports.

Die MPI Discovery wird in Cuxhaven jeweils die Komponenten von drei  Fundamenten an Bord nehmen, diese zum Windpark hinausfahren und dort dann errichten. Der Offshore-Terminal I ist ein öffentlicher Hafen und in seinen Ausmaßen und Funktionen einzigartig an der deutschen Küste. Die Gesamtterminalfläche umfasst ca. 10 ha für Lagerflächen sowie Betriebs-, Verkehrs- und Nebenflächen. Den Abschluss dieser Fläche zur Elbe bildet ein stromparalleler, 160 Meter langer Liegeplatz. Ein angrenzender Hafenliegeplatz mit einer Länge von 116 Metern sowie ein Warteliegeplatz mit 100 Metern komplettiert die Anlage.

Der Hafenliegeplatz bietet Verlademöglichkeiten über einen Portalkran. Der gesamte Hafenbe-reich ist für Lasten von 200 kN pro m² ausgelegt und durch schwerlastfähige Zuwegung zugän-gig.

Cuxhaven verfügt über moderne Hafenanlagen, die den unterschiedlichen Anforderungen der maritimen Wirtschaft in hohem Maße entsprechen. Insbesondere im Wachstumsmarkt der Offs-hore-Windenergie sind gewaltige Investitionen vorgenommen worden, um Cuxhaven zu einem der führenden Basishäfen in Europa auszubauen.

Die Cuxport GmbH betreibt ein multifunktionales Umschlagterminal im Tiefwasserhafen Cuxhaven. Neben umfangreichen RoRo- Umschlagsmöglichkeiten bietet Cuxport eine ideale geografische Lage für sämtliche Seeverkehre sowie optimale Hinterlandanbindungen. Das Unternehmen ist ein Joint Venture, bei dem die Rhenus AG & Co. KG 74,9 Prozent und die HHLA Container Terminals GmbH 25,1 Prozent der Anteile halten. Die Rhenus-Gruppe ist ein weltweit operierender Logistikdienstleister mit einem Jahresumsatz von 3 Mrd. EUR. Mit über 18.000 Beschäftigten ist Rhenus an über 290 Standorten präsent. Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) ist einer der führenden Hafenlogistik-Konzerne in der europäischen Nordrange.

Niedersachsen Ports ist Eigentümer und Betreiber von fünf Seehäfen, sieben Inselversorgungshäfen und drei Regionalhäfen an der deutschen Nordseeküste. Sitz der Gesellschaft ist Oldenburg. Mit den Niederlassungen

in Brake, Cuxhaven mit Außenstelle in Stade, Emden und Wilhelmshaven managt Niedersachsen Ports die Hafeninfrastruktur in den großen Seehäfen des Landes Niedersachsen. Die Niederlassung Norden betreibt zudem die Versorgungshäfen für die Ostfriesischen Inseln. Somit bietet Niedersachsen Ports eine Vielzahl von Hafenstandorten aus einer Hand.

PM: Niedersachsen Ports

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