Brandenburg braucht mehr Windräder und dafür Planungssicherheit

Erneuerbare und konventionelle Energien Foto: Flying-Digicam
Erneuerbare und konventionelle Energien
Foto: Flying-Digicam

(WK-intern) – „Ein Gewinn für Umwelt, Bürger und Gemeinden“

Brandenburg braucht mehr Windräder und dafür endlich Planungssicherheit, fordern MdL Michael Jungclaus (Bündnis 90/Die Grüne) und der Projektierer Energiekontor.

Andernfalls sei nicht nur die Energiestrategie 2030 zum Scheitern verurteilt, sondern bleibe auch den Regionen ein wichtiger Investitionsschub verwehrt.

Windpark Briest – 400 Millionen Euro will der Projektierer Energiekontor in Brandenburg investieren – 40 Millionen Euro davon sind für den Windpark Briest nahe der Gemeinde Passow geplant. Aber die liegen auf Eis, und das schon seit dem Jahr 2007. „Wenn alles gut geht, tritt im Jahr 2015 ein Regionalplan in Kraft, auf dessen Grundlage wir dann endlich anfangen können, unsere neun Windenergieanlagen zu bauen, die wir im Projekt Briest geplant haben“, sagte Hendrik Ertel, Teamleiter Brandenburg, bei einem Infogespräch am Windpark Briest. Frühestens 2016 könnten die Anlagen im Landkreis Uckermark dann mit einer Kapazität von insgesamt 25 Megawatt ans Netz gehen. Das wären neun Jahre Wartezeit, allein deshalb weil die Prozesse im Bereich der Regionalplanung stocken und neue Windeignungsgebiete nur schleppend ausgewiesen werden.

„Eine solche Verzögerung ist für alle Beteiligten nicht hinnehmbar“, erklärte der Landtagsabgeordnete und energiepolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Michael Jungclaus. „Grundsätzlich verfügt Brandenburg über günstige Voraussetzungen zur Nutzung von Windenergie. Aufgrund zahlreicher windreicher Gebiete mit relativ geringen Einwohnerdichten hat sich Brandenburg zu einem bedeutenden Windenergiestandort in Deutschland entwickelt. Wenn die Anforderungen an die regionalen Planungsstellen steigen, muss die Landesregierung für eine bessere Ausstattung sorgen, sonst werden die ambitionierten und guten Ziele der Energiestrategie 2030 gefährdet.“

Bis zum Jahr 2030 soll die Region Berlin-Brandenburg laut den strategischen Zielen des Leitszenarios zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Unter dem Schlagwort „Energiestrategie 2030“ treibt die Landesregierung deshalb eine Technologie- und Wirtschaftspolitik für eine nachhaltige Energieversorgung voran. Eigentlich müssten dafür rund 130 Windenergieanlagen pro Jahr gebaut werden. Die Quote liegt aber deutlich darunter – vor allem weil die Prozesse im Bereich der Regionalplanung aufwändig und viele Regionale Planungsstellen unterbesetzt sind.

„Die Regionalen Planungsstellen müssen personell und finanziell besser ausgestattet werden. Nur dann sind sie in der Lage, die an sie gestellten komplexen Anforderungen zeitnah bearbeiten zu können“, forderte Günter Lammers, Aufsichtsrat und Mitbegründer der Energiekontor AG. „Zudem müssen die Abstimmungs- und Entscheidungsprozesse zwischen Politik, Wirtschaft und Behörden vereinfacht werden. Schließlich entgehen Bürgern und Gemeinden mit jeder Verzögerung wichtige Einnahmen, zum Beispiel über die Pachtzahlungen und Gewerbesteuern.“ Abschließend ergänzte Teamleiter Ertel: „Unser Ziel ist es, die Bürger und Gemeinden bei der Energiewende mitzunehmen. Wenn uns das gelingt, werden alle gewinnen: nicht nur wir als Unternehmen, sondern auch die Umwelt, die Bürger und die Gemeinden.“

Über das Unternehmen:
Energiekontor ist bereits seit 15 Jahren in Brandenburg aktiv und hat dort 29 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 43,5 Megawatt ans Netz gebracht. Die Energiekontor AG plant, finanziert und betreibt seit 1990 Windkraftanlagen in Deutschland, Portugal und Großbritannien und bietet diese als Investment an oder betreibt sie im Eigenbestand. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Projektierung von Offshore-Windparks. Mit inzwischen über 610 MW installierter Onshore-Leistung und einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro ist die Energiekontor AG eines der führenden Unternehmen in Deutschland. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen rund 130 Mitarbeiter in Deutschland, Portugal und Großbritannien.

PM: Energiekontor

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