Notfallmedizinische Versorgung für mehr als 2000 Mitarbeiter der Offshore-Windparks verbessern

WINDEA and the Klinikum Oldenburg gGmbH cooperate
WINDEA and the Klinikum Oldenburg gGmbH cooperate

(WK-intern) – Klinikum Oldenburg und WINDEA Offshore kooperieren:
Notfallmedizinische Versorgung für Mitarbeiter der Offshore-Windparks verbessern
Mittelfristig Forschungsprojekt für European Medical School 

Mehr als 2.000 Menschen arbeiten bald dauerhaft bis zu 150 km von der Küste entfernt in den Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee. Neben Arbeitsunfällen können währenddessen auch lebensbedrohende Erkrankungen jederzeit auftreten. Eine vergleichbare medizinische Versorgungsstruktur wie an Land besteht jedoch noch nicht. Das wird sich ändern. Das Klinikum Oldenburg und die WINDEA-Gruppe arbeiten gemeinsam an der Schließung solcher medizinischen Versorgungslücken in Offshore-Windparks. Neben der Kooperation bei Forschung und Entwicklung werden auch gemeinsame medizinische Dienstleistungen angeboten.

Die langfristigen Pläne der Energiewende machen auch die medizinische Versorgung in den Offshore- Windparks zu einem bedeutenden Thema. Ca. 2.000 Menschen werden bald in den Offshore-Windparks in Nord- und Ostsee arbeiten. Oft verbringen die Mitarbeiter 14 Tage ununterbrochen auf See. Neben Arbeitsunfällen können währenddessen auch akute Erkrankungen – angefangen  bei einer leichten Erkältung  bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder schweren Infektionen – jederzeit auftreten. Eine vergleichbare medizinische Versorgungsstruktur wie an Land besteht jedoch in dem Offshore-Arbeitsumfeld auf Grund der exponierten Lage und der oft unwirtlichen Umgebungsbedingungen noch nicht.

“In Notfällen ist Zeit der überlebenswichtige Faktor. In allen Abläufen der Offshore-Rettung müssen Zeitverluste minimiert werden. Es gilt neue Verfahren zu entwickeln, welche es erlauben, bereits auf dem langen Transportweg in die Klinik mit der Therapie zu beginnen.”, so Dr. Dirk Tenzer, der Geschäftsführer des Klinikums Oldenburg.

Die WINDEA-Gruppe und das Klinikum mit der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS-Klinik) sind aufgrund der Expertise in ihrem jeweiligen Kerngeschäft ideale Partner, um bestehende Versorgungslücken gemeinsam zu schließen. Während sich bisherige Konzepte nur mit einzelnen Bausteinen der medizinischen Versorgung in Offshore-Windparks befassen, werden WINDEA und das Klinikum in ihrem ganzheitlichen und praxisorientierten Versorgungskonzept alle notwendigen Inhalte aus einer Hand abbilden. Dies gelingt durch die interdisziplinäre und unternehmensübergreifende Wissensbasis aus medizinischem, rettungsdienstlichem, nautischem, fliegerischem und (windenergie-)technischem Know-how, die diese Partnerschaft bietet.

„Die Partner kooperieren mit dem Ziel,  akut- und notfallmedizinische Konzepte zu etablieren, um eine Versorgung auf hohem Qualitätsniveau sicherzustellen“, erklärt Prof. Dr. Andreas Weyland, Direktor der AINS-Klinik, „dazu werden Praxiserfahrungen mit Forschungs- und Weiterentwicklungsprojekten verknüpft.“ Langfristig sollen die gemeinsamen Forschungsaktivitäten in eine Stiftungsprofessur an der European Medical School Oldenburg-Groningen übertragen werden.

Ergänzend zu Forschung und Entwicklung werden die Kooperationspartner auch bei der notfallmedizinischen Versorgung von Offshore-Windparks zusammenarbeiten. „Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Notfallmedizin für Offshore-Windparks wird so auch schon kurzfristig die Erbringung von medizinischen Leistungen auf hohem Qualitätsniveau durch die WINDEA-Gruppe sichergestellt“, betont WINDEA-Geschäftsführer Caspar Spreter von Kreudenstein.

Die WINDEA Offshore GmbH & Co. KG ist ein Joint Venture von

EMS Maritime Offshore GmbH, Emden | Bernhard Schulte Group, Hamburg | SSC Wind, Wildeshausen.

WINDEA liefert Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Bau und der Instandhaltung eines Offshore-Windparks. Diese umfassen u.a. die Konzeption für die Errichtung und den Betrieb von Offshore-Windparks, die Bereitstellung von Schiffen und Helikoptern, die Montage und Wartung von Windenergieanlagen sowie die akut- und notfallmedizinische Versorgung von Offshore-Windparks.

Das Klinikum Oldenburg bietet eine breite medizinische Versorgung unter einem Dach. Es versorgt jährlich ca. 37.000 Patienten. Dazu kommen ca. 95.000 ambulante Behandlungen im Jahr – Tendenz steigend. Das Klinikum gilt als Kompetenzzentrum für Akut- und Notfallmedizin und ist in die rettungsdienstlichen Strukturen, bis zur Stellung des regionalen Ärztlichen Leiters Rettungsdienst, tief eingebunden. Die Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie (AINS) deckt mit über 140 Mitarbeitern das gesamte Spektrum des Fachgebiets ab. Das Klinikum ist als Teil der neuen European Medical School Oldenburg-Groningen in vielfacher Weise auch in Lehr- und Forschungsaktivitäten eingebunden.

PM & Grafik: WINDEA Offshore GmbH & Co. KG

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top