Mit der eigenen Solaranlage preiswert Strom erzeugen

Solardächer / Foto: HB
Solardächer / Foto: HB
(WK-intern) – Immer mehr Menschen entscheiden sich aufgrund der steigenden Energiekosten für die Installation einer Solaranlage. Denn durch Sonnenstrahlen lässt sich Strom kostengünstig und umweltschonend erzeugen. Bevor man sich entscheidet, eine Solaranlage zu kaufen, sollte man sich ausreichend informieren und die Installation professionell vornehmen lassen.

Photovoltaik-Anlage – autark oder als Netzverbund

Für den wirtschaftlichen Betrieb einer solchen Anlage ist eine entsprechende Planung entscheidend. Wichtig ist, vorher genau zu wissen, wann und wie viel Solarstrom benötigt wird. Sogenannte Photovoltaik- Anlagen wandeln Sonnenenergie in Strom um und es gibt davon zwei Varianten. Eine Inselanlage ist eine autarke Solarstromanlage, das heißt, der erzeugte Strom kann gleich verwendet oder in Akkus gespeichert werden. Bei der Auslegung einer solchen Anlage geht man vom ungünstigsten Monat aus, also von dem mit der geringsten Sonneneinstrahlung und dem höchsten Verbrauch. Bei einer sogenannten Netzverbundanlage ist man an das öffentliche Netz des eigenen Stromversorgers angeschlossen, der erzeugte Strom wird dort eingespeist und man bekommt eine entsprechende Einspeisevergütung. Fehlt Strom, kann er aus dem Netz gezogen werden.

Solaranlagen werden finanziell gefördert und helfen Steuern sparen

Solaranlagen werden meist über einen Kredit finanziert, wie etwa dem zinsgünstigen KfW-Kredit für Erneuerbare Energien. Auch bei den meisten anderen Geldinstituten gibt es dafür spezielle Kredite und von einigen Bundesländern sogar noch zusätzliche Fördermittel. Generell sind Solaranlagen wartungsarm und die Anschaffung relativ günstig. Da die Nachfrage in den letzten Jahren immer mehr gestiegen ist, sind die Preise entsprechend gefallen. Durch die Einspeisevergütung refinanzieren sich die meisten Photovoltaik-Anlagen, die mit einem Kredit finanziert wurden, schon nach ungefähr 10-15 Jahren. Die erzielten Einsparungen und Einnahmen haben dann die Investitionskosten komplett ausgeglichen und die Anlage wird mit Gewinn genutzt. Betreibt man eine Photovoltaikanlage mit Einspeisevergütung, wird man durch den Verkauf von Strom vom Finanzamt als Unternehmer betrachtet. Das hat steuerliche Vorteile. Denn Aufwendungen, die durch den Anlagenbetrieb entstehen, können entsprechend abgezogen werden. Dazu gehören Wartungs-, Reparatur- und Finanzierungskosten sowie Versicherungen, die Miete für den Stromzähler und die Abschreibungen der Solaranlage. Außerdem ist man zwar umsatzsteuerpflichtig, liegt jedoch der Vorjahresumsatz unter 17.500 Euro und der Umsatz des laufenden Jahres nicht über 50.000 Euro, gilt die Kleinunternehmerregelung. Das heißt, man ist von der Umsatzsteuer befreit. Lässt man sich nicht befreien, entstehen weitere steuerliche Vorteile. Das Finanzamt erstattet dann sämtliche Vorsteuerbeträge, die durch den Installateur als Umsatzsteuer berechnet wurden und ebenso von Rechnungen, die durch den laufenden Betrieb entstehen. Stattdessen muss man die Umsatzsteuer auf die Einspeisevergütungen an das Finanzamt abführen.

Art der Dachfläche und Installation der Anlage

Den besten Ertrag hat man, wenn die Photovoltaikanlage auf einer Dachfläche, die nach Süden ausgerichtet und 30 Grad geneigt ist. Bei Flachdächern muss man die Module wegen des Neigungswinkels auf ein Gestell montieren. Auf einer Fläche von 50 Quadratmetern lässt sich zum Beispiel eine Fünf-Kilowatt-Anlage errichten. Hat man auf dem Dach nicht ausreichend Platz, kann man auch auf dem Carport oder der Garage installieren. Optisch betrachtet, sehen die Solaranlagen alle gleich aus, aber sie unterscheiden sich qualitativ. Beim Kauf ist es wichtig, nicht nur die reinen Anschaffungskosten zu sehen, sondern sich auch darüber zu informieren, welche Qualitätsmodule enthalten sind. Ein hochwertiges Markenprodukt lohnt sich meistens mehr, da durch die Langlebigkeit der Solaranlage vor allem die Garantie- und Sicherheitsbedingungen entscheidend sind. Generell sollten Solaranlagen immer von Profis installiert werden, also von einer spezialisierten Dachdeckerei, die die komplette Montage inklusive der Verkabelung übernehmen.

PM: BA

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