Becker: Windmessen sind eine Plattform, kein Selbstzweck

Husum WindEnergy 2012 / Photo: HB
Husum WindEnergy 2012 / Photo: HB

(WK-intern) – Gesellschafter stützen Pläne der Messe Husum & Congress

Husum – Die 22. Gesellschafterversammlung entlastet Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Messe Husum & Congress.

Nach einer offen geführten Diskussion stehen die Gesellschafter geschlossen hinter ihren Geschäftsleitungsgremien und hinter der HUSUM Wind. Die Gesellschafterin Katharina Knox hat ihre Mitarbeit zur Konzeptausgestaltung der Windmesse 2015 bestätigt. Zusätzlich zu den bereits gut etablierten Geschäftsfeldern wird künftig in neue Messe- und Kongressprojekte investiert.

Es war eine außergewöhnliche Versammlung der über hundert Gesellschafter der Husumer Wirtschaftsgesellschaft, der Betreiberin der Messe Husum & Congress. Mit rund 86 Prozent der Stimmanteile ausgestattet, war die Versammlung gut besucht. Vielen der Anwesenden war es ein Bedürfnis, mehr zu erfahren: Einerseits über den Hergang der Einigung mit Hamburg, andererseits über die Zukunft der Windmessen am Standort Husum.

Dem Aufsichtsrat und der Geschäftsführung war es wichtig, ausführlich zu informieren. Daher zogen sie den betreffenden Punkt der Tagesordnung kurzerhand vor an den Anfang der Versammlung. Peter Becker, Geschäftsführer der Messe Husum & Congress, benutzte das Bildnis zweier aufeinander zurasender Züge, wenn er von dem Szenario vor der Einigung sprach. Damals steuerten die Windmessen auf einen Frontalzusammenstoß zu, da beide gleichzeitig für September 2014 angesetzt waren. Mit der Einigung sei es der Messegesellschaft in Husum gelungen, die Kontrolle über ihren Zug zurückzugewinnen und großen Schaden abzuwenden, so Becker. „Die HUSUM Wind ist eine Plattform für die Windbranche. Als Selbstzweck, also ohne die aktive Beteiligung der Hersteller, kann keine Messe funktionieren“, machte Becker deutlich, „Genau diese aktive Beteiligung haben wir uns durch das in der Einigung gemeinsam umrissene Messekonzept erarbeitet.“ Aufsichtsratsvorsitzender Peter Cohrs ergänzt: „Der Kompromiss mit Hamburg, ist uns nicht leicht gefallen. Dennoch verschaffen wir uns durch die Einigung eine langfristige Perspektive und Planungssicherheit für mindestens zehn Jahre. Wir sind am Erfolg der Leitmesse in Hamburg beteiligt und entwickeln zugleich die HUSUM Wind gemeinsam weiter.“ Peter Becker und Peter Cohrs gingen offen auf die Fragen der Gesellschafter ein, besprachen Inhalte des Vorvertrags mit Hamburg und gingen ausführlich auf die Umstände ein, die zur Einigung geführt haben.

Nach der Fragerunde rund um das Thema Windmesse, informierte die Geschäftsleitung über das zurückliegende Geschäftsjahr im Bereich der beiden weiteren Flaggschiffe der Messe Husum & Congress: der Nord Gastro & Hotel und der New Energy Husum. Beide sind gut im Markt etabliert und erfreuten sich stabiler Besucher- und Ausstellerzahlen. Das 2010 errichtete NordseeCongressCentrum machte sich als Veranstaltungsort weiter einen Namen. Eindrückliches Beispiel für die Flexibilität des NCC war die 150-Jahrfeier des Unternehmens Georg C. Hansen mit 1.200 Gästen. Alle Geschäftsbereiche zusammen erreichten 2012 den erfolgreichsten Abschluss der Firmengeschichte. Folglich wurden Geschäftsführung und Aufsichtsrat von den Gesellschaftern einstimmig entlastet. Der Antrag auf Auflösung der Gesellschaft, der im Vorfeld der Versammlung auf einige öffentliche Resonanz gestoßen war, wurde sowohl von der Antragstellerin als auch von allen übrigen Gesellschaftern einstimmig abgelehnt.

Der positive Geschäftsabschluss 2012 und die langfristige Planungssicherheit, die sich aus der Partnerschaft mit Hamburg ergeben, machen es der Messe Husum & Congress möglich, weitere Geschäftsfelder zu entwickeln. „Die Region ist für mehrere Themen und Branchen prädestiniert. Wir denken da an Küstenschutz, nachhaltigen Tourismus oder auch Funsport. Unser Team ist bereits dabei, die entsprechenden Märkte zu analysieren und passende Kongress- und Messeangebote zu entwickeln“, berichtet Peter Becker.

Abschließend betonte der Messegeschäftsführer, ihm sei wichtig, dass die HUSUM Wind den Rückhalt in der Region hat und appellierte: „Die HUSUM Wind ist und bleibt UNSERE Messe. Lasst uns hier in der Region zusammenarbeiten, dann werden wir auch gemeinsam Erfolg haben!“ Er wiederholte seine Einladung an die regionale Windbranche, sich einzubringen.

Zur Verfeinerung des Konzepts der nationalen Windmesse ab 2015 hat die Messegesellschaft einen Kreis von Experten aus der Region hinzugezogen. Darunter auch Gesellschafterin Katharina Knox. Sie nahm die Einladung an und hat ausdrücklich ihre Mitarbeit im Expertenkreis angekündigt. Bürger und Windkraftinteressierte fordert die Messe Husum & Congress auf, in den Dialog zu treten und ihre Anregungen per Mail an input@husumwind.com einfließen zu lassen. Die Ergebnisse aus dem Expertenkreis und aus dem offenen Mail-Dialog präsentiert die Messe am 15. August 2013 in einer großen Informationsveranstaltung der Öffentlichkeit.

Im Foyer des NCC ließen Gesellschafter, Aufsichtsrat und Messegeschäftsleitung den Abend gemeinsam ausklingen.

PM: Messe Husum & Congress
NordseeCongressCentrum

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