EEX veröffentlicht energiepolitisches Eckpunktepapier

(WK-intern) – Die European Energy Exchange (EEX) beteiligt sich intensiv an der Debatte zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland. Dazu veröffentlicht die EEX energiepolitische Eckpunkte, in denen sie aus Sicht des führenden Marktplatzes für Energie Stellung zu Fragen der Weiterentwicklung des Strommarktdesigns, der Integration der Erneuerbaren Energien und der Zukunft des Europäischen Emissionshandels bezieht. Maßstab und Leitbild für die EEX sind dabei eine marktwirtschaftliche und zugleich europäisch ausgerichtete Energiepolitik.

Die politischen Entscheidungen zur Umsetzung der Energiewende haben unmittelbaren Einfluss auf Angebot und Nachfrage und damit auf das Handelsverhalten der über 220 Marktakteure an der EEX, zu denen regionale und überregionale Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerke genauso gehören wie Banken und Broker, aber auch energieintensive industrielle Verbraucher aus ganz Europa. Der europäische Markt ist zentraler Indikator, um den Stand der Energiewende und deren Auswirkungen auf Europa zu beurteilen und daraus Entscheidungen für die Zukunft abzuleiten.

Diesen gilt es zu schützen und weiter auszubauen.

Die folgenden acht Eckpunkte, die in dem Papier weiter ausgeführt werden, bilden den Bezugsrahmen für eine marktbasierte und europäisch ausgerichtete Energiepolitik – unabhängig von der detaillierten Ausgestaltung:

  • 1. Energiemärkte brauchen einen verlässlichen politischen Ordnungsrahmen
  • 2. Bekenntnis zu freien, wettbewerblichen, beaufsichtigten und transparenten Märkten
  • 3. Weiterer Ausbau Erneuerbarer Energien sollte marktbasiert erfolgen
  • 4. Herkunftsnachweise schaffen Transparenz und zeigen Zahlungsbereitschaft für Ökostrom
  • 5. Kapazitätsmechanismen nur als Ultima Ratio – kein weiterer Subventionsmechanismus
  • 6. Stärkere Nachfragesteuerung schafft mehr Flexibilität im Markt European Energy Exchange AG Page 2
  • 7. Energiepolitik europäisch denken
  • 8. Europäischen Emissionshandel als Klimaschutzinstrument mit 2030-Ziel stärken

Für die EEX als bedeutendsten Energiehandelsplatz in Deutschland und Europa ist die Frage nach der Ausgestaltung des Strommarktdesigns zukunftsentscheidend. „Nur ein auf Markt und Wettbewerb basierender und europäisch ausgerichteter Strommarkt, dessen Potenziale vollständig erschlossen werden, kann die richtigen Anreize für Investitionen in Erneuerbare, in konventionelle Backup-Kraftwerke aber auch in neue Technologien zum Verbrauchsmanagement und zur Speicherung geben“, ist Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der EEX, überzeugt. Und er ergänzt: „Eine einseitig auf staatliche Regulierung ausgelegte Energiepolitik ist der falsche Weg. Sie blendet den bestehenden Markt komplett aus und führt zu Ineffizienzen, größerer Komplexität und damit zu höheren Kosten, die am Ende die Verbraucher zu tragen haben.“

Die energiepolitischen Eckpunkte sind auf der Webseite der EEX veröffentlicht. Sie dienen als Impuls für die Debatte um die weitere Umsetzung der Energiewende und für den Dialog mit politischen Entscheidern, Marktakteuren und verschiedensten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Interessengruppen insbesondere im Vorfeld der diesjährigen Bundestagswahl.

Die European Energy Exchange (EEX) ist die führende europäische Energiebörse. Sie entwickelt, betreibt und vernetzt sichere, liquide und transparente Märkte für Energie und energienahe Produkte, an denen Strom, Erdgas, CO2-Emissionsberechtigungen und Kohle gehandelt werden. Clearing und Abwicklung aller Handelsgeschäfte übernimmt das Clearinghaus European Commodity Clearing AG (ECC). EEX ist Mitglied der Eurex Group.

PM: European Energy Exchange AG

Möchten Sie Ihr Unternehmen den Besuchern und Interessenten im Windkraft-Journal noch näher bringen? Dann tragen Sie Ihre Firma gerne hier ein.

Weitere Beiträge:



Diesen Artikel weiterempfehlen:






Schreibe einen Kommentar

Top