Online-Portal informiert über den Stand des Netzausbaus in Schleswig-Holstein

(WK-intern) – Mit einem speziellen Online-Portal ermöglicht es die Schleswig-Holstein Netz AG zukünftig jedem Bürger, sich detailliert über den Stand des Netzausbaus in Schleswig-Holstein zu informieren, Netzengpässe frühzeitig zu erkennen und den regionalen Netzausbaubedarf konkret nachzuvollziehen. Derzeit rechnen die Netzbetreiber mit rund 3.500 Megawatt zusätzlicher Leistung und mehr als 1.000 neuen Windkraftanlagen, die nach der Ausweisung neuer Windeignungsflächen in Schleswig-Holstein, in den nächsten Jahren ans Stromnetz anzuschließen sind. Daher wird insbesondere für die Planer und Betreiber dieser Anlagen aber auch für Kommunalpolitiker und die Verwaltung das neue Online-Kataster einewichtige Informationsquelle darstellen.

Energiewende-Staatssekretärin Ingrid Nestle begrüßte diesen Schritt der Schleswig-Holstein Netz AG mit den Worten: „Wir unterstützen die Schleswig-Holstein Netz AG bei diesem wichtigen Schritt in Sachen Transparenz. Nun lässt sich noch besser nachvollziehen, wo Netzausbau notwendig wird, aber auch wo Netzausbaumaßnahmen die Situation im Netz bereits konkret verbessert haben. Die Karte zeigt nochmals eindringlich, wie wichtig der Netzausbau ist, damit Schleswig-Holstein seinen Beitrag zur Energiewende leisten kann.“

„Mit diesem Internet-Portal zeigen wir schon heute wo Anschlusspunkte für neue Windkraftanlagen sind und wie der Netzausbau in der jeweiligen Region vorangeht“, sagt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG. „Hier ist für jeden einsehbar, wo was gemacht werden kann.“ Interessierte können sich per Mausklick die aktuelle und zukünftige Auslastung des für sie wichtigen Anschlusspunktes am Stromnetz anzeigen lassen. Auf einer Engpasskarte ist abzulesen, wo trotz der Ausbauanstrengungen von Land und Netzbetreibern dennoch mit zeitweiligen Einschränkungen zu rechnen ist. Dabei werdenin diese – von der Schleswig Holstein Netz AG ständig aktualisierte Datenbank – auch die Planungseinschätzungen des Netzbetreibers Tennet sowie des Energiewendeministeriums mit einfließen.

Ziel dieses bundesweit einmaligen Projektes ist es, ein Höchstmaß an Transparenz für alle Beteiligten zu schaffen und ein möglichst detailliertes, aber auch umfassendes und übergreifendes Bild des Netzausbaus und der zu erwartenden Herausforderungen zu zeichnen“, so Matthias Boxberger von der Schleswig-Holstein Netz AG, die im nördlichsten Bundesland rund 50.000 Kilometer Mittel- und Niederspannungsnetze betreibt. „Diese Informationen sind für alle Beteiligten von großer Bedeutung, denn sie ermöglichen schon heute Erkenntnisse darüber,wo die gemeinsamen Optimierungsanstrengungen von Land und Netzbetreibern rasch Früchte tragen und wo trotzdem noch in absehbarer Zeit mit Netzengpässen zu rechnen ist.“ Netzausbaubedarf wird in dem Portal bereits bei Einspeiseeinschränkungen von rund 200 Stunden im Jahr oder 2,5 Prozent der Jahresstundenzahl von 8760 Stunden angegeben.

Die Basis für dieses neue Kataster haben die Spezialisten der Schleswig-Holstein Netz AG durch die Übernahme der neuen und bestehenden Windeignungsflächen sowie die Standorte der Windenergieanlagen in das Geoinformationssystem des Unternehmens geschaffen. Aufbauend auf den Windtest-Studien ergänzten aufwändige Analysen und aktuelle Informationen die Ermittlung des zu erwartenden Leistungspotentials aus Neubau und Repowering von Windenergieanlagen und aus den Bereichen Photovoltaik und Biomasse. Auf diesen Grundlagen konnte ein Anschlusskataster für gesamt Schleswig-Holstein mit einer annähernd windenergieanlagenscharfen Detailtiefe erstellt werden.
Das Kataster ist ab sofort auf den Internetseiten der Schleswig-Holstein Netz AG einzusehen.

Die Seiten sind zu finden unter www.sh-netz.com

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