Offshore-Windenergie: Ausbau senkt Kosten

(WK-intern) – Ohne Offshore-Windenergie keine Energiewende – darin sind sich die Teilnehmer der WINDFORCE 2013 einig und fordern mehr politische Rückendeckung für die OffshoreWindenergie. „Wir brauchen kurzfristig vernünftige politische Rahmenbedingungen, damit die Planungssicherheit mittel- und langfristig gegeben ist“, betont Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB e.V.

Rund 800 Teilnehmer nahmen an der WINDFORCE teil, die vom 4. bis 6. Juni 2013 in Bremerhaven stattfand. Offshore-Windindustrie stellt klare Forderungen an die Politik Derzeit werden sechs Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee errichtet, alpha ventus erzielt Spitzenwerte in der Auslastung und liefert zuverlässig Strom. „Mit den bisher realisierten Projekten sowie den noch in Bau befindlichen zeigt die deutsche Offshore Windindustrie, dass es funktioniert und dass Offshore-Windenergie eine zuverlässige Stromquelle ist“, so Meyer. Trotzdem sehe sich die Branche momentan mit politischen Hürden konfrontiert, die es dringend zu überwinden gelte, damit die Zukunft der Offshore-Windenergie und somit die Umwelt- und Klimaziele Deutschlands realisiert werden können. „Deshalb erwarten wir noch vor der anstehenden Bundestagswahl ein klares politisches Bekenntnis zur OffshoreWindenergie und die Vermeidung jeglicher rückwirkender Eingriffe seitens der Politik“, betont Meyer. Er sehe im Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 13. Juni in Berlin dafür eine passende Gelegenheit für die Politik.

Dass die Offshore-Windindustrie ihren Teil bereit ist zu leisten, sei laut Meyer Konsens. Die Offshore-Windenergie liege bereits jetzt preislich im Mittelfeld der erneuerbaren Energien und sei auf dem Weg noch günstiger zu werden. So arbeite die Branche bereits daran, Wege zur Steigerung der Effizienz und Senkung der Kosten zu finden und Einsparpotenziale in der Produktionskette zu heben.Aber: „Wir können nur dann noch günstiger werden, wenn wir weiterhin OffshoreWindparks bauen und investieren. Durch die fehlenden politischen Rahmenbedingungen wird das momentan allerdings ausgebremst. Daher ist unsere Forderung ganz klar: Die Basis von Kostenreduktion darf nicht unterspült werden!“

Kostenreduktion war wesentliches Konferenzthema
Aufgrund der Wichtigkeit von Kostenreduktion stand das Thema auch im Fokus der WINDFORCE 2013. Darüber hinaus spielten in rund 60 Vorträgen an zwei Konferenztagen auch die Themen Finanzierung, Transport und Logistik, Netzanbindung sowie Umweltschutz für Offshore-Windparks auf der Agenda. Erstmals widmeten sich drei Themenblöcke der technischen Wissenschaft. Dabei drehte sich alles um den Service, die Wartung und die Kontrolle der Anlagen auf See, maritime Technologien sowie die Überwachung und Weiterentwicklung der Gründungsstrukturen und deren Installation. DieVorträge wurden in
Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesysteme – IWES organisiert und präsentiert. Schiffsausstellung und Exkursion zu den Nordsee-Windparks Im Rahmen der Schiffsausstellung „WORKBOATS in WATER“ präsentierten sich den nationalen und internationalen Gästen der WINDFORCE Service-Schiffe, die in der Offshore-Branche von Bedeutung sind. Während kurzer Ausfahrten konnten Interessierte die Schiffe live und in Aktion erleben.

Den Abschluss der WINDFORCE 2013 bildet eine ganztägige Schiffsausfahrt am heutigen Freitag, bei der 400 Teilnehmer mit dem Katamaran „Halunder Jet“ zu den in Bau und Betrieb befindlichen Offshore-Windparks in der Nordsee fahren. Auf der Route passiert das Schiff die Windparks Meerwind Süd/Ost, Nordsee Ost, Global Tech 1, Bard Offshore 1, Trianel Windpark Borkum, alpha ventus und Borkum Riffgat.

Im kommenden Jahr findet die WINDFORCE vom 17. bis 20. Juni wieder in Bremen statt und wird zum zweiten Mal durch eine Fachmesse ergänzt.
Hauptsponsoren der WINDFORCE 2013 und auch 2014 sind ALSTOM und General Cable.

Mit Teilnehmerzahl Ziel erreicht
„Mit 800 Gästen und der Resonanz, die wir in den vergangenen Konferenztagen von den Teilnehmern erhielten, habenwir unser Ziel für 2013 erreicht“, sagt Jens Eckhoff, Geschäftsführer der Offshore Wind Messe- und Veranstaltungs GmbH. Sah es zunächst noch so aus, als würde die WINDFORCE 2013 mit etwa 650 Teilnehmern etwas weniger Gäste verzeichnen, als in den Vorjahren, nahmen dieVeranstalter kurz vor Konferenzbeginn sowie auf der WINDFORCE selbst noch rund 150 neue Anmeldungen entgegen.

„Das Spektrum, das wir hier in den Vorträgen präsentieren, und dass auch die Teilnehmer abdecken, ist ausgesprochen vielfältig und informativ. Auf der WINDFORCE trifft sich die deutsche OffshoreBranche und kann sich in kurzer Zeit umfassend austauschen, vernetzen und gemeinsam an der Zukunft der Offshore-Windenergie arbeiten. Das ist sehr wertvoll“, so Eckhoff.

Die WAB veranstaltet die Offshore-Fachkonferenz zusammen mit der Offshore Wind Messe- und Veranstaltungs GmbH.

Weitere Informationen zur WINDFORCE 2013: www.windforce2013.com

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