SOWITEC registriert ersten Klimaschutz-Schirm in Uruguay

(WK-intern) – Ein Klimaschutz-Schirm, ein sogenanntes programmatisches CDM-Projekt (Programme of Activities, PoA), eröffnet Erneuerbaren-Energie-Projekten die einmalige Möglichkeit, ihren Beitrag zum Klimaschutz auch wirtschaftlich zu ihrem Vorteil zu nutzen: Nimmt ein Windpark in Lateinamerika am Klimaschutz-Schirm von SOWITEC teil, so erhält sein Eigner CO2-Gutschriften für die treibhausgasfreie Windenergie, die der Windpark produziert und ins dortige Stromnetz einspeist. Diese CO2-Gutschriften kann der Windparkeigner an Unternehmen oder Länder mit CO2-Reduktionsverpflichtungen verkaufen.

Dieser Mechanismus erschließt dem Windpark eine zusätzliche Einnahmequelle und macht ihn so konkurrenzfähig zu herkömmlichen Kraftwerken, die mit fossilen Brennstoffen das Weltklima belasten.
Der erste Windpark, der am Klimaschutz-Schirm von SOWITEC teilnimmt, ist das Energieprojekt Castillos Norte im Südosten Uruguays. Der Windpark wird aus 27 Windkraftanlagen mit einer Gesamtkapazität von 81 MW bestehen. Aufgrund hervorragender Windverhältnisse vor Ort wird Castillos Norte jährlich über 336.000 MWh Strom produzieren. „Unser Windpark wird über 100.000 Haushalte mit CO2-freiem Strom versorgen und dadurch einen erheblichen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz leisten:

Jedes Jahr wird durch Castillos Norte der Ausstoß von über 190.000 Tonnen CO2 vermieden“, erläutert Tabaré Pagliano, Geschäftsführer von SOWITEC Uruguay.
„Es ist großartig, daß der Klimaschutz-Schirm von SOWITEC so wichtige Projekte wie Castillos Norte in ihrer Umsetzung fördert“, fügt Sonja Ziehn, CO2-Projektmanagerin bei der SOWITEC trading GmbH, hinzu. „Mit unserem PoA wollen wir Uruguay auf seinem Weg zu einer nachhaltigen, CO2-armen Gesellschaft unterstützen. Deshalb begrüßen und ermutigen wir andere Windparks, dem Beispiel Castillos Norte zu folgen.“ Über seinen Beitrag zum weltweiten Klimaschutz hinaus wird der Windpark Castillos Norte die nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum bedeutend vorantreiben, indem neue Arbeitsplätze geschaffen und das Einkommen der Bevölkerung der angrenzenden Gemeinden gesteigert wird.

Von der ersten Projektidee bis hin zum baureifen Windpark entwickelt SOWITEC das Energieprojekt Castillos Norte. Dies beinhaltete auch die Vermarktung des generierten Stroms sowie das komplette CDM-Projektmanagement, das von der hauseigenen CDM-Abteilung der SOWITEC group, der SOWITEC trading GmbH, durchgeführt wird.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 hat SOWITEC über 30 Windparks in Deutschland entwickelt und betreibt diese heute. Vom Heimatort Sonnenbühl nahe Stuttgart aus hat SOWITEC expandiert und ist heute in insgesamt sieben lateinamerikanischen Märkten sowie in Rußland tätig. Ihre jahrelange Erfahrung in allen Bereichen der Windparkentwicklung, von der ersten Windmessung über Projektfinanzierung bis hin zur Bauplanung und -leitung, kombiniert die SOWITEC group heute mit dem lokalen Wissen seiner 200 Angestellten weltweit.

CDM – ein flexibler Mechanismus des Kyoto-Protokolls.
CDM (Clean Development Mechanism = Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung) ist einer der sogenannten flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls: Wird ein Klimaschutzprojekt in einem Entwicklungsland, das das Kyoto-Protokoll unterzeichnet hat, durchgeführt und trägt zusätzlich zum Umweltschutz auch zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort bei, so kann es unter den strengen Auflagen des UN-Klimaschutzorgans UNFCCC als CDM-Projekt registriert werden.
Für jede Tonne Kohlenstoffdioxid, dessen Ausstoß ein CDM-Projekt vermeidet, bekommt dessen Besitzer ein CO2-Zertifikat, ein sogenanntes CER (Certified Emission Reduction). Regierungen und Unternehmen in Industrieländern, die Klimaschutzziele haben, können diese Zertifikate erwerben und damit ihre eigenen CO2-Reduktionspflichten decken.
Anstatt nur im eigenen (Industrie-)Land in Umweltschutzmaßnahmen zu investieren, werden dadurch private und öffentliche Investitionen in Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern getätigt. Die ökologische Integrität wird dabei unvermindert bewahrt, da es für das Weltklima als globales System unerheblich ist, wo auf der Erde eine CO2-Ersparnis erreicht wird. Durch die internationale Zusammenarbeit von Industrie- und Entwicklungsländern trägt CDM allerdings erheblich zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort bei und sorgt für den Aufbau von Wissen und Märkten für Umweltschutztechnologien – eine wichtige Voraussetzung für die Übernahme von verbindlichen Klimaschutzzielen durch die Entwicklungsländer im globalen Kampf gegen den Klimawandel.

PM: SOWITEC group GmbH

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