Torsionswelle flexshaft 5.0 gewinnt Innovationspreise in Paris und Hannover

(WK-intern) – Der flexshaft 5.0, die von Schäfer MWN entwickelte Torsionswelle aus Faserverbundwerkstoff, wurde im Frühjahr mit dem „JEC Europe Innovation Award 2013“ und mit dem „Nachhaltige Produktion Award“ ausgezeichnet. Dabei wurde der flexshaft 5.0, die multifunktionale, hoch belastbare flexible Antriebswelle für eine neue 3.6 MW Offshore-Windkraftanlage, als Sieger in der Kategorie Windenergie bzw. Antriebs- und Fluidtechnik gekürt. Die Preisverleihung für den JEC Award fand im März im Rahmen der JEC Europe Composites Show and Conferences, weltgrößte Fachmesse für Composites, in Paris statt.

Der Innovationspreis der Zeitschrift „Nachhaltige Produktion“ wurde auf der diesjährigen Hannover Messe im April überreicht. “Wir freuen uns sehr über die beiden Auszeichnungen. Das neuartige Konzept unserer Torsionswelle wird Windkraftanlagenherstellern und Windparkbetreibern deutliche Vorteile in Bezug auf Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit ihrer Anlagen bringen. Außerdem sehen wir interessante Ansatzpunkte für den Einsatz der Designidee bei der Entwicklung
innovativer Antriebskonzepte, beispielsweise im Schiffs- oder Turbinenbau,” erläutert Carsten Sohl, Leiter Technologie & Entwicklung bei Schäfer MWN, der die Preise entgegennahm.

Foto: Preisverleihung des JEC Europe Innovation Award 2013 (v.l.n.r.: Dr.-Ing. Bernd Wetzel – IVW, Marcel Bücker – IVW, Thomas Pfaff – IVW, Carsten Sohl – Schäfer MWN, Dr.-Ing. Michael Magin – IVW, Adrian Stoll – Schäfer MWN, Andreas Walz – Schäfer MWN)

Der flexshaft 5.0 wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) in Kaiserslautern für die neuartige zweiblättrige ENVISON-Offshore-Windkraftanlage mit 3,6 MW Leistung entwickelt. Dank des innovativen, zum Patent angemeldeten Design- und Herstellkonzepts schafft die 8,6 m lange Torsionswelle aus CFK eine direkte Übertragung des Drehmoments von Rotor zu Generator und dient gleichzeitig als flexible Kupplung, so dass auf wartungsintensive bewegliche Teile verzichtet werden kann. Dadurch lassen sich Anlagenkomplexität und Wartungsaufwand für mechanische Komponenten deutlich reduzieren.

Der flexshaft 5.0 erlaubt eine dauerhafte Drehmomentübertragung von 2.000 kNm und Spitzenlasten bis zu 5.000 kNm, so dass die Betriebssicherheit trotz ständig wechselnder Beanspruchungen durch unterschiedliche Windgeschwindigkeiten gerade bei starken Böen gewährleistet ist. Durch die Verwendung von CFK-Material konnte außerdem eine wesentliche Gewichtsreduzierung im Vergleich Antriebswellen aus Stahl erreicht werden. Eine Vereinfachung der Logistik für den Transport sowie ein verbessertes Handling bei der Montage der Windturbine sind die Folge. In Kombination mit dem über die gesamte Lebensdauer absolut wartungsfreien Betrieb, leistet der flexshaft 5.0 damit einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei der Windenergieerzeugung – insbesondere bei schwer zugänglichen Offshore-Anlagen auf hoher See.

Der von der Schäfer MWN GmbH im Sommer 2012 gefertigte erste Prototyp hat inzwischen seine Arbeit aufgenommen und wird derzeit in der ENVISON-Windkrafttestanlage an der dänischen Küste bei Thyborøn erprobt.

PM: Schäfer MWN GmbH

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