BET und BEE Studie zeigt: genügend Technologien stehen zur Verfügung, um hohe Anteile Erneuerbarer Energien auszugleichen

(WK-intern) – Bereits heute stehen in Deutschland genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um auch hohe Anteile Erneuerbarer Energien auszugleichen und damit das Stromsystem stabil zu halten. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie, die BET im Auftrag des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) erstellt hat.

„Auch bei künftig hohen Anteilen von Wind- und Solarenergie ist die Versorgungssicherheit hierzulande gewährleistet. Denn es stehen genügend Technologien und Handlungsoptionen zur Verfügung, um diese wetterabhängig einspeisenden Erneuerbaren Energien auszugleichen – vom Lastmanagement über bedarfsgerecht stromerzeugende Biomasseanlagen, bis hin zur verstärkten Nutzung von Speichern“, erklärt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk.

Foto: BET Sachsen / Dr. Ing. Norbert Krzikalla

Der BET-Studie zufolge kann der produzierte Strom aus regenerativen Kraftwerken momentan problemlos ins System integriert werden. Ab dem Jahr 2020 käme es jedoch zu ersten Überschüssen Erneuerbarer Energien, die entweder durch Lastmanagement verlagert, gespeichert oder abgeregelt werden müssten.

Dr.-Ing. Norbert Krzikalla (BET): „Wir empfehlen daher, schon heute Anreize dafür zu schaffen, den Betrieb regelbarer Kraftwärmekopplungs- und Biomasseanlagen am tatsächlichen Strombedarf auszurichten. Darüber hinaus sollte zeitnah ein Markt für das Lastmanagement geschaffen werden, damit Unternehmen ihre zu- und abschaltbaren Lasten veräußern und damit zur Stabilisierung der Netze beitragen können.“ Kurz- und mittelfristig seien laut dem BET-Experten außerdem Nachrüstmaßnahmen bei bestehenden konventionellen Kraftwerken sinnvoll. Durch derartige „Retrofits“ könnte neben der Absenkung der Mindestlast auch eine Erhöhung der Laständerungsgeschwindigkeiten erreicht werden.

„Die Studie zeigt, dass die Stromversorgung hierzulande auch mittelfristig gesichert ist“, fasst Hermann Falk die Ergebnisse zusammen. Bis auf wenige Ausnahmen biete das derzeitige Strommarktdesign jedoch kaum Anreize für den Einsatz der erforderlichen Flexibilitätstechnologien. „Hier muss die Politik schon heute handeln“, fordert Falk. Auch müssten bestehende Gesetze und Verordnungen auf ihre künftige Markttauglichkeit überprüft werden: „Es wäre kontraproduktiv, wenn ein sehr hoher Stromverbrauch auch in Zukunft mit einer Befreiung von Netzentgelten belohnt wird und Verbraucher, die Überschussstrom nutzen oder speichern, mit Entgelten und Umlagen belastet werden“, so Falk.

Hans-Peter Lipka – BET Sachsen

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