Schleswig-Holstein: Sieben Millionen Tonnen CO2 weniger durch Erneuerbare Energien

Kosten für die Energiewende werden hochgerechnet, Kostentreiber sind Abgaben und Steuern an den Staat / Foto: HB
Kosten für die Energiewende werden hochgerechnet, Kostentreiber sind Abgaben und Steuern an den Staat, der sich wie beim Benzin schon mehr als 50% des Verkaufspreises in die Taschen schiebt / Foto: HB
(WK-intern) – Der Ausbau der Erneuerbaren Energien trägt zu einer deutlichen Verringerung der Treibhausgasemissionen bei. So bewirkten die Erneuerbare Energien 2011 eine CO2-Minderung von fast sieben Millionen Tonnen. Dies entspricht gut einem Fünftel der schleswig-holsteinischen Treibhausgasemissionen. Das geht aus einer Bilanzierung des Versorgungsbeitrags der Erneuerbaren Energien für die Bereiche Strom, Wärme und Kraftstoffe sowie der Minderung von Treibhausgasemissionen für die Jahre 2006 bis 2011 hervor, die das Statistikamt Nord im Auftrag des Energiewendeministeriums erstellt hat.

Von den 7 Millionen Tonnen CO2-Minderung entfielen 3,9 Millionen (58 Prozent) auf die Windenergie und 2,4 Millionen auf Biomasse. “Die Energiewende hat zwei Stoßrichtungen: den Ausstieg aus der Atomenergie und den Abschied von den teuren, klimaschädlichen fossilen Brennstoffen. Dabei dürfen wir auch den Wärmemarkt nicht vergessen”, betonte Energiewendeminister Robert Habeck heute (21. März 2013).

Beim Anteil der Erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch – also bei Strom, Wärme und Kraftstoffen zusammen – liegt Schleswig-Holstein mit 19 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 12 Prozent. Das geht vor allem auf die Entwicklung auf dem Strommarkt zurück: Zwei Drittel des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein stammten 2011 aus Erneuerbaren Energien – im Bundesdurchschnitt waren es 20,5 Prozent. Auf dem Wärmemarkt dagegen lag der Anteil der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein und bundesweit gleichermaßen bei gut 10 Prozent. “Strom, Wärme und Mobilität gehören bei einer erfolgreichen Energiewende zusammen.

Bei Wärme und Mobilität sind wir aber noch weit von dem entfernt, was wir erreichen müssen”, sagte Habeck. Hier sieht er vor allem den Bund in der Pflicht zum Beispiel bei der Energieeinsparverordnung und den KfW-Förderprogrammen. “Auf Landesebene setzen wir den erfolgreichen Klimapakt mit der Wohnungswirtschaft fort und legen einen aktuellen Schwerpunkt auf Quartierssanierungen”, sagte Habeck. “Für mehr Energieeffizienz (Kraft-Wärme-Kopplung) und den großvolumigen Einsatz Erneuerbarer Energien im Wärmesektor ist ein schrittweiser Infrastrukturwechsel erforderlich: der Ausbau von Wärmenetzen und der Rückbau von Gasnetzen.”

Bis 2020 ist in Schleswig-Holstein ein rechnerischer Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 300 – 400 Prozent zu erwarten. Zum Endenergieverbrauch (Wärme, Strom und Kraftstoffe) in Schleswig-Holstein dürften die Erneuerbaren Energien rund 80 Prozent beitragen – bundesweit werden 18 Prozent angestrebt. Die durch Erneuerbare Energien bewirkte Vermeidung von Treibhausgasemissionen wird dann in Schleswig-Holstein deutlich höher sein als die noch verbleibenden Emissionen. “Schleswig-Holstein hat damit die Chance, im Jahr 2020 rechnerisch CO2-frei zu sein.”

Biomasse war auch im Jahr 2011 mit 52 Prozent der quantitativ bedeutendste Erneuerbare Energieträger in Schleswig-Holstein. Windenergie hatte 2011 noch einen im Vergleich etwas geringeren Beitrag (auch aufgrund eines leicht unterdurchschnittlichen Windjahres, das jedoch deutlich besser ausfiel als die Jahre 2009 und 2010), wird aber aufgrund hoher Ausbaupotenziale künftig weit höhere Versorgungsbeiträge bereitstellen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Nicola Kabel, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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