New Energy 2013 in Husum eröffnet – Ernsthafte Eröffnungsfeier mit humorvollem Vortrag

(WK-intern) – Stephan Schwartzkopff betonte in seiner Schlüsselrede, dass es „jenseits der Energiewende Zeit ist für eine neue Normalität.“ Der Vorstandsprecher des Kompetenznetzwerks Nachhaltige Mobilität forderte unter anderem „verlässliche Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien und eine Förderung für Systeme nachhaltiger Mobilität“. In vielen Beispielen zum Thema erläuterte Schwartzkopff in humorvollen, zum Teil satiremäßigen die derzeitigen Probleme der “Energiewende”.

Mit einer Schlüsselrede zur Energiewende und einer Podiumsdiskussion haben Messechef Peter Becker und Experten aus Wirtschaft und Politik heute Vormittag die Leitmesse New Energy Husum eröffnet. Bis zum 24. März stellen auf dem Husumer Messegelände mehr als 300 Aussteller aus dem gesamten Spektrum der erneuerbaren Energien ihre Produkte und Dienstleistungen aus.

Foto: Copyright: PR-Agentur Krampitz

„Seit nunmehr elf Jahren machen wir es uns mit der New Energy Husum zur Aufgabe, die Unternehmen der Erneuerbaren mit einer internationalen Plattform zu stärken und Bürgerinnen und Bürger über den Einsatz sämtlicher erneuerbarer Energiequellen zu informieren“, sagte Messechef Becker in seiner Ansprache. Die traditionell stärksten Ausstellersegmente seien auch dieses Jahr wieder Biomasse/Biogas, Kleinwind und Photovoltaik. Zu den weiteren wichtigen Messethemen zählen die Bereiche Wasserkraft und Passivhaus sowie Speicherung und Elektromobilität.

Politischen Rückenwind nutzen
„Die Energiewende ist eine ökologische Notwendigkeit und sie ist eine ökonomische Chance. Auch und gerade für Schleswig-Holstein, auch und gerade für die Aussteller hier auf der New Energy Husum“, sagte Ralph Müller-Beck, Staatssekretär des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie. „Wir wollen Wertschöpfung erzielen und Arbeitsplätze schaffen. Wenn die Energiewende hier, in Schleswig-Holstein, stattfinden soll, wenn wir wieder Vorreiter werden wollen, dann müssen sich alle Akteure im Lande der Tatsache bewusst sein, dass sie noch stärker zusammenarbeiten müssen“, so Müller-Beck. Er forderte die rund 300 Zuhörer auf, die Erfahrungen, die natürlichen Gegebenheiten und den politischen Rückenwind in Schleswig-Holstein zu nutzen und die Stärken zu bündeln.

„Bei der Energiewende geht es nicht nur um einen ‚Atomausstieg’, um einen Tausch der Energieträger, eine Veränderung des Energie-Mixes. Vielmehr wird sich die Art, wie wir Energie erzeugen, verteilen und verbrauchen, grundlegend ändern“, ergänzte Benn Olaf Kretschmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Husum GmbH. „Die Energiewende ist kein technisches Thema, sondern vor allem ein gesellschaftliches. Sie ist ein Transformationsprozess, der die komplette Erneuerung der Versorgungssysteme begleitet“ sagte Kretschmann.

Grüne Arbeitsplätze schaffen
Einen Ausblick ins Nachbarland Dänemark gab Peter Rathje, Geschäftsführer des Unternehmens ProjectZero. Die öffentlich-private Partnerschaft spielt eine maßgebliche Rolle bei der Umsetzung der Vision, die dänische Gemeinde Sønderborg bis zum Jahr 2029 in eine CO2-neutrale Region zu verwandeln und dadurch nachhaltiges Wachstum und eine Vielzahl neuer grüner Arbeitsplätze zu schaffen

„In der Grenzregion haben wir sowohl die Ressourcen als auch die Kompetenzen, um die Aufgaben für das Erreichen der Energie- und Klimaziele Deutschlands und Dänemarks zu bewältigen“, sagte Rathje. „Durch eine weitere Stärkung der Zusammenarbeit und eine bessere Beteiligung der Städte wird es uns gelingen, die Abhängigkeit von nationalen Lösungen zu reduzieren, Raum zu schaffen für Innovationen, Unternehmens- und Bürgerbeteiligungen und neues Wachstum und grüne Arbeitsplätze zu generieren.“

Die New Energy in Husum geht noch bis zum 24. März 2013
www.new-energy-husum.de

Messe Husum & Congress
Catherine Diethelm

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