Wachstum bei Bosch Thermotechnik mit stromerzeugenden Heizsystemen auf Basis von Brennstoffzellen

Bosch Thermotechnik Wernau / Deutschland
Bosch Thermotechnik Wernau / Deutschland

(WK-intern) – Stabile Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 Bosch Thermotechnik stellt Weichen für mehr Wachstum Umsatz außerhalb Europas plus 26 Prozent

  • Gas bleibt in Europa wichtigster Brennstoff
  • Über Apps die Heizung online regeln und überwachen
  • Brennstoffzellen-Heizgerät reduziert Stromkosten im Eigenheim

Wetzlar/Frankfurt – Der Bosch-Geschäftsbereich Thermotechnik will nach einem stabilen Jahresverlauf 2012 in den kommenden Jahren an Tempo zulegen.

„Die Weichen sind gestellt: Wir starten mit einer ganzen Reihe von interessanten Innovationen wie beispielsweise einem stromerzeugenden Heizsystem auf Basis der Brennstoffzelle. Wir wollen vor allem in unserem Kerngeschäft Heizen und Warmwasser in Europa, aber auch in Asien und Russland und mit dem weltweiten Großanlagen-Geschäft deutlich wachsen“, sagte Uwe Glock, Vorsitzender des Bereichsvorstands, anlässlich der ISH Energy, der weltweit größten Fachmesse für Energie- und Klimatechnik in Frankfurt. „Wir erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein moderates Wachstum, überwiegend getragen durch die gute Geschäftsentwicklung in den BRIC-Staaten“. Im Jahr 2012 hat sich Bosch Thermotechnik auf dem europäischen Markt stabil entwickelt und wie 2011 einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro erzielt. Außerhalb Europas verzeichnete Bosch Thermotechnik ein deutliches Wachstum von 26 Prozent, vor allem in Russland und China.

Vier neue, lokale Fertigungen in Wachstumsmärkten
Bosch Thermotechnik hat 2012 seine internationale Präsenz weiter ausgebaut. In Brasilien wurde der Hersteller von Wärmepumpen und Solarthermieanlagen, Heliotek Maquinas e Equipamentos, mit Sitz in Sao Paulo übernommen. In China kaufte das Unternehmen den Hersteller von hocheffizienten Wärmepumpen und Air-Handling-Systemen Oak, mit Sitz in Quindao. Im Juli 2012 wurde im südindischen Kumbalgodu ein neuer Produktionsstandort für Solarthermie-Systeme eröffnet. Dort fertigt Bosch Thermotechnik Flachkollektoren speziell für den indischen Markt. Im April 2013 wird im russischen Engels mit dem Bau einer neuen Fertigung für Industriekessel und wandhängende Heizwertgeräte begonnen. Der Start der Produktion ist für das erste Quartal 2014 geplant. „Russland zählt zu den größten Wachstumsmärkten. Mit unserer neuen Fertigung sind wir näher an den Kunden und können unsere Produkte auf deren individuelle Bedürfnisse vor Ort zuschneiden“, sagte Glock.

„Gas Age“ in der EU – Kernmarkt Europa im Fokus
Im Kernmarkt Europa erwartet Bosch Thermotechnik vor allem in der ersten Hälfte 2013 keine Belebung. Auch bis 2020 entwickelt sich die Region nach aktuellen Prognosen mit jährlichen Wachstumsraten zwischen einem und drei Prozent eher verhalten. „Dabei müssten alleine in Deutschland rund 15 Millionen Heizungen erneuert werden. Drei von vier Heizungen nutzen nicht einmal die Abgaswärme“, sagte Glock. „Wir fordern die Politik auf, klare Rahmenbedingungen für die Sanierung in Gebäuden zu schaffen und somit auch einen wirksamen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Durch die nun schon seit Jahren laufende Debatte um Fördermodelle sind viele Hausbesitzer verunsichert und warten ab, bevor sie investieren“.

Trotz der schwierigen Ausgangslage will Bosch Thermotechnik gerade in Europa weiter wachsen: „Wir wollen uns zusätzliche Marktanteile sichern“, sagte Glock. „Der Trend hin zum Brennstoff Gas hält weiter an, insbesondere zur Brennwerttechnik, zu Kombinationen mit erneuerbaren Energien und zur Kraft-Wärme-Kopplung. Gas wird aufgrund der zunehmenden Preisdifferenz zu Strom bis zum Ende der Dekade vor allem bei Modernisierungen dominieren. Für diesen Trend hin zur neuen Gas-Ära sind wir mit unserem innovativen Produktspektrum gut gerüstet“.

Smarte Heizungs-Lösungen für „Connected Life“
Zu den Innovationsthemen von Bosch Thermotechnik gehört unter anderem auch die Vernetzung der Heizungen mit dem Internet. Damit ist es für die Hausbesitzer möglich, auch aus der Ferne die Anlage an neue Wetterbedingungen, wie beispielsweise einen Wintereinbruch, anzupassen. Dazu hat Bosch Thermotechnik eine ganze Reihe von Apps entwickelt, mit denen die Heizungen über Smartphone, Tablet oder PC gesteuert werden können. Zudem werden auch Störungen schnell erkannt, und erste Schritte der Wartung erfolgen bereits durch Ferndiagnose. Installateure können im Vorfeld notwendige Teile beschaffen und somit schneller die anstehenden Arbeiten erledigen.

„Die Entwicklung geht von der traditionellen Heizung über das Smart Heating hin zum Smart Home“, sagte Glock. Internetfähige Heizungen sind künftig ein wesentlicher Bestandteil von Smart-Home-Systemen, die unterschiedliche Geräte und Systeme über eine gemeinsame Software-Plattform steuern können. Solche Plattformen werden von Bosch Software Innovations, dem Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe entwickelt. „Hier wird auch deutlich, wie wir mit dem Wissen und der Erfahrung aus anderen Bereichen der Bosch-Gruppe in der Lage sind, uns technologisch vom Wettbewerb abzusetzen. EIn anderes Beispiel: Beim neuen Öl-Brennwertgerät Buderus Logano plus GB 145 werden Einspritzdüsen und Lambdasonden eingesetzt, die bei der Bosch Kraftfahrzeugtechnik entwickelt worden sind.“

Brennstoffzellen-Heizgerät für Wohngebäude
Auf der ISH präsentiert Bosch Thermotechnik ein neues Brennstoffzellen-Heizgerät, das in Ein- und Zweifamilienhäusern sowie in kleineren gewerblich genutzten Gebäuden eingesetzt werden kann. Das stromerzeugende Modul liefert das japanische Technologieunternehmen Aisin Seiki. Durch die eigene Stromproduktion der Anlage sinken die jährlichen Gesamtkosten für Elektrizität um 25 bis 40 Prozent. Gleichzeitig fällt der CO2-Ausstoss im Vergleich zu konventionellen Heizanlagen um 50 Prozent geringer aus. Bosch Thermotechnik wird als Partner des größten Demonstrationsprojekts für Brennstoffzellen-Heizgeräte in Europa, „ene.field“(www.enefield.eu), ab dem kommenden Jahr rund 70 Anlagen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden installieren.

PM: Bosch Thermotechnik

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