Altmaiers Vorschläge bremsen nicht den Strompreis, sondern den Ausbau der erneuerbaren Energien

Windanlagen-Transport / Foto: HB
Windanlagen-Transport / Foto: HB

(WK-intern) – Energiekontor AG diskutiert Zukunft der Windenergie mit niedersächsischen Landtagsabgeordneten

Strompreisbremse: Wenzel sieht Zukunft der Windenergie in Niedersachsen in Gefahr

Hannover – „Altmaiers Vorschläge bremsen nicht den Strompreis, sondern den Ausbau der erneuerbaren Energien.

Das gefährdet die Technologieführerschaft in einer der wichtigsten Zukunftsbranchen und zugleich Tausende von Arbeitsplätzen in Niedersachsen.“ Dies erklärte der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel beim parlamentarischen Frühstück, zu dem der Windparkprojektierer Energiekontor eingeladen hatte.

„Die ‚Strompreisbremse entzieht uns jegliche Planungssicherheit. Die brauchen wir aber dringend, um weiter in Niedersachsen investieren zu können”, so Dr. Bodo Wilkens, Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender der Energiekontor AG. Allein in der Region Elbe-Weser betreibt Energiekontor über 100 Windenergieanlagen. Darüber hinaus ist geplant, im Landkreis Cuxhaven in den Jahren 2013 und 2014 ca. 50 neue Windenergieanlagen mit einem Investitionsvolumen von ca. 300 Millionen Euro und einer Gesamtleistung von etwa 150 Megawatt (MW) zu errichten. Zusammen mit den Projekten anderer Investoren sind im Landkreis Cuxhaven Projekte mit einer Investitionssumme von fast einer Milliarde Euro vorgesehen. Auch in weiteren Regionen in Niedersachsen sollen neue Projekte realisiert werden.

Windindustrie engagiert sich für EEG-Übergangsregelung
„Wir wollen uns für eine Weiterentwicklung des EEG im Sinne der Verbraucher engagieren. Deswegen setzen wir uns zusammen mit anderen Windenergieunternehmen für eine Übergangsregelung ein, die eine schrittweise, langfristig planbare Absenkung der Einspeisevergütung vorsieht, die durch technologische Fortschritte ermöglicht wird. Gleichzeitig sollte es aber Bestandsschutz durch eine Übergangsregelung für laufende Projekte und für solche Windparks geben, die vor einer möglichen Gesetzesänderung bereits die Unterlagen für die Genehmigung eingereicht haben“, erklärte Dr. Bodo Wilkens von Energiekontor. „Kurzfristig bringen Vergütungsänderungen nur minimale Beiträge, da die Onshore-Windenergie nur einen Anteil von weniger als 10 Prozent an der EEG-Umlage hat. Dagegen können andere Maßnahmen, wie z.B. die Absenkung der vorgeschriebenen Liquiditätsreserven der Übertragungsnetzbetreiber auf 5 Prozent, eine kurzfristige wirkungsvolle Absenkung der EEG-Umlage bewirken“, so Wilkens weiter.

„Strompreisbremse ist Energiewendebremse“
Umweltminister Stefan Wenzel äußerte demgegenüber Unterstützung: „„Die Strompreisbremse ist eigentlich eine Energiewendebremse. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Vorschläge von Altmaier und Rösler so nicht durchkommen. Wir lehnen rückwirkende Kürzungen und ungerechtfertigte Ausnahmen ab. Zudem fordern wir eine Senkung der Stromsteuer um 25%, weil so die Erneuerbaren Energien freigestellt werden und zugleich die Verbraucher deutlicher entlastet werden als beim Konzept der Bundesminister.“

Das Bundesland Niedersachsen spielt als Schwerpunktregion für Windenergie eine zentrale Rolle bei der Realisierung der Energiewende: Aktuell sind in Niedersachsen 5.477 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 7.333 MW installiert.

Über das Unternehmen:
Die Energiekontor AG plant, finanziert und betreibt seit 1990 Windkraftanlagen in Deutschland, Portugal und Großbritannien und bietet diese als Investment an oder betreibt sie im Eigenbestand. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Projektierung von Offshore-Windparks. Mit inzwischen über 610 MW installierter Onshore-Leistung und einem Investitionsvolumen von mehr als 922 Mio. € ist die Energiekontor AG eines der führenden Unternehmen in Deutschland. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen rund 100 Mitarbeiter in Deutschland, Portugal und Großbritannien.

PM: JK Mail Energiekontor

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