Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 der Nordex-Gruppe

(WK-intern) – Nordex erzielt 2012 deutliches Umsatzplus und stellt Weichen für profitables Wachstum

  • Umsatz plus 17 % auf EUR 1.075 Mio.
  • Ergebnisbelastungen von EUR 75 Mio. durch Strukturanpassungen in China und USA
  • EBIT vor Einmaleffekten  steigt auf EUR 14 Mio.
  • Auftragsbestand um 50 % auf EUR 1.049 Mio. verbessert
  • Weiteres Wachstum bei Umsatz und EBIT erwartet

Hamburg  – Nach seinem vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 ist der Umsatz der Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554) um 17,3 Prozent auf EUR 1.075,3 Mio. (Vorjahr: EUR 916,8 Mio.) gestiegen und hat damit die Prognose des Vorstands erreicht.

Auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und ohne Einmalaufwendungen lag mit EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: -7,6 Mio.) im Rahmen der Erwartungen des Vorstandes.

Der Umsatzanstieg resultiert vor allem aus dem starken Geschäftsverlauf in der Region EMEA. Allein hier legte Nordex um überdurchschnittliche 28 Prozent auf EUR 868,9 Mio. zu (Vorjahr: EUR 678,6 Mio.). Wesentliche Treiber waren die gute Auftragslage zum Jahresanfang und die zunehmende Nachfrage im Laufe des Jahres sowie eine Steigerung der Serviceumsätze um über 20 Prozent. In Summe überkompensierte Nordex in Europa den stagnierenden Umsatz seiner US-amerikanischen Tochtergesellschaft (EUR

191,6 Mio.; Vorjahr: EUR 200,7 Mio.) sowie den Rückgang in Asien (EUR 14,8 Mio.; Vorjahr: EUR 37,5 Mio.).

Die anhaltenden auslastungsbedingten Ergebnisbelastungen in Amerika und China sowie das deutlich rückläufige Neugeschäft in beiden Regionen veranlassten den Vorstand zu Reorganisationsmaßnahmen in den USA und in China. Dies betraf einerseits die Aufgabe der Produktion im chinesischen Rotorwerk Dongying, die das Konzernergebnis um EUR -6,5 Mio. belastete.

Zudem plant Nordex, die Kapazitäten in den jeweiligen Montagewerken an das zu erwartende Auftragsvolumen anzupassen. Die mit der Strukturanpassung verbundenen Einmalaufwendungen in den USA und in China lagen in Summe bei EUR 75,0 Mio. Hiervon entfielen EUR 44,8 Mio. auf die USA und EUR 30,2 Mio. auf China.

Die Verbesserung des operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Einmalaufwendungen auf EUR 14,0 Mio. (Vorjahr: EUR -7,6 Mio.) ging wesentlich auf die Realisierung von Skaleneffekten zurück. Zudem ist es Nordex bei steigendem Geschäftsvolumen gelungen, seine Strukturkosten um knapp EUR 8 Mio. zu senken. Wesentliche Effekte gehen dabei auf den Personalaufwand und damit auf das im Jahr 2011 beschlossene Kostensenkungsprogramm zurück. Das EBIT nach Einmalaufwendungen betrug in Summe EUR -61,1 Mio. (Vorjahr: EUR -27,0 Mio.). Nach Abzug des Finanzergebnisses und Steuern belief sich der Konzernverlust auf EUR -94,4 Mio. (Vorjahr: EUR -49,5 Mio.).

Infolge der Abschreibungen und Einmalaufwendungen reduzierte sich die Eigenkapitalquote auf 26,2 Prozent (Vorjahr: 36,6 %). Dagegen stiegen die liquiden Mittel des Konzerns um knapp 30 Prozent auf EUR 274,8 Mio.

(Vorjahr: EUR 212,0 Mio.). Auch der operative Cashflow stieg dank des gezielten Working-Capital-Managements signifikant auf EUR 141,1 Mio.

(Vorjahr: EUR -47,3 Mio.), entsprechend verbesserte sich die Working-Capital-Quote auf 8,7 Prozent (Vorjahr: 27,9%).

Die gute Geschäftsentwicklung in der Vertriebsregion EMEA schlug sich auch im Neugeschäft nieder. Insgesamt erzielte Nordex im Berichtsjahr einen Rekord-Auftragseingang in Höhe von EUR 1.268 Mio. (Vorjahr: EUR 1.107 Mio.). Mit einem Anteil von 94 Prozent stammte der Großteil dieser Aufträge aus Europa und Südafrika. So konnte die Nordex-Gruppe ihren Bestand fest finanzierter Aufträge gegen den Trend in der Windindustrie um gut 50 Prozent auf EUR 1.049 Mio. erhöhen (Vorjahr: EUR 698 Mio.). Darüber hinaus hatte sich das Unternehmen weitere bedingte Aufträge im Wert von rund EUR 1,4 Mrd. vertraglich gesichert (Vorjahr: EUR 1,3 Mrd.).

Auf dieser Basis geht Nordex für das laufende Jahr von weiterem Wachstum aus. Der Vorstand erwartet für das Jahr 2013 ein Umsatzvolumen  zwischen EUR 1,2 Mrd. bis EUR 1,3 Mrd. Dieses Umsatzziel ist bereits zu rund 80 Prozent über den festen Auftragsbestand abgedeckt. Aufgrund der in den USA und China eingeleiteten Reorganisationsmaßnahmen sowie der angestrebten Verbesserungen bei der Projektabwicklung und den bereits initiierten Produktkostensenkungen geht der Vorstand von einem Anstieg der EBIT-Marge auf 2 bis 3 Prozent aus. Zudem strebt der Vorstand für 2013 erneut einen positiven operativen Cashflow an.

Die in dieser Pressemitteilung bekanntgegebenen Kennzahlen sind vorläufig.

Der endgültige Jahresabschluss wird voraussichtlich nach der Jahresabschlussprüfung am 25. März 2013 offengelegt.

2012 [in EUR Mio.]
Umsatz: 1.075,3
Materialaufwand: 865,3
Strukturkosten: 227,4
EBIT vor Einmalaufwand: 14,0
EBIT nach Einmalaufwand: -61,1

2011 [in EUR Mio.]
Umsatz: 916,8
Materialaufwand: 690,3
Strukturkosten: 235,0
EBIT vor Einmalaufwand: -7,6
EBIT nach Einmalaufwand: -27,0

2012 [in EUR Mio.]
Turbinenproduktion (MW): 909
Auftragseingang: 1.268
Fester Auftragsbestand: 1.049
EK-Quote: 26,2 %
Liquide Mittel:  274,8
Operativer Cashflow: 141,1
Working-Capital Quote: 8,7 %

2011 [in EUR Mio.]
Turbinenproduktion (MW): 779
Auftragseingang: 1.107
Fester Auftragsbestand: 698
EK-Quote: 36,6 %
Liquide Mittel:  212,0
Operativer Cashflow: -47,3
Working-Capital Quote: 27,9 %

PM: Nordex

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