Alstom auf der Hannover Messe 2013

(WK-intern) – Stromerzeugung umweltverträglich und im Mix erneuerbarer und fossiler Energien, Stromübertragung effizient in leistungsfähigen Netzen mit neuartigen High-Tech-Komponenten – das sind die großen Themen von Alstom auf der Hannover Messe vom 8. bis zum 12. April. Der internationale Technologiekonzern stellt sich in Halle 27 als Industriepartner der Energiewende in Deutschland vor.

„Wir arbeiten nicht erst seit gestern mit Hochtouren an der Energiewende, und wir können dazu eine Vielzahl hoch interessanter Technologielösungen vorstellen“, sagte Alf Henryk Wulf, Vorstandsvorsitzender der Alstom Deutschland AG, im Vorfeld der Messe. Die Unternehmenssparten ‚Power’ (Stromerzeugung) und ‚Grid‘ (Energieübertragung) präsentieren eine Vielzahl von Anlagen und Systemen, Komponenten und Konzepten für die Strom-Gewinnung und -Nutzung morgen und übermorgen.

Ergänzend führt die Alstom-Sparte Transport auf der Messe ihre Beiträge zu ökologischer Mobilität vor: Sie ist einer der namhaften deutschen Anbieter von Triebzügen des Schienennahverkehrs. Wulf: „Energiesparende, emissionsarme Elektro- und Diesel-Triebzüge made in Germany machen Schienennahverkehr attraktiv. Unsere Fahrzeuge sind im In- und Ausland in vielen Ballungsgebieten und auf dem flachen Land tagtäglich unterwegs.“

Zu den Attraktionen der Messe-Präsentation gehört die Vorstellung der jüngsten Generation von Offshore-Windanlagen, die Alstom unter dem Namen „Haliade 150“ weltweit vermarktet. „Wir haben mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Windkraft. Nun ist es uns gelungen, für den wachsenden Offshore-Markt einen enorm leistungsfähigen Stromlieferanten zu entwickeln“, erklärte Adolf Roesch, Vorstand Power. Die Turbine erzeuge mit sechs Megawatt etwa 15 Prozent mehr Energie als vergleichbar große Windkraft-Anlagen.

Adolf Roesch machte deutlich, dass der Ausstieg aus der Kernenergie auf Jahrzehnte nur unter weiterer Nutzung fossiler Brennstoffe realistisch ist. „Hocheffiziente und flexible, umweltfreundliche Gas- und Kohlekraftwerke werden wichtig bleiben, um die naturbedingten Schwankungen bei den alternativen Energien auszugleichen.“ So konnte Alstom sich im vergangenen Jahr den schlüsselfertigen Bau eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks in Köln-Niehl sichern – ein 350 Millionen-Euro-Projekt, das zudem noch mit einem Wartungsvertrag über 15 Jahre ergänzt wird.

Für den Energiemix müssten nicht nur neue Kraftwerke gebaut, sondern auch bestehende Anlagen optimiert werden. So sicherte sich Alstom im letzten Jahr das ‚Retrofit‘ des Kraftwerks Rostock, mit dem die Laufzeit der Anlage und zugleich die Leistung der Dampfturbine gesteigert wird. In der Messehalle in Hannover stellt die Sparte ergänzend ihren Dienstleistungsbereich vor. Adolf Roesch: „Kompetente Serviceleistungen und wirtschaftliche Modernisierungen – das sind weltweit Kernkompetenzen für die Energiewende.“

Für die Leitungs-Verbindungen zwischen den Offshore-Windturbinen und den Stromverbrauchern im Binnenland hat Alstom das seit Jahrzehnten bekannte Prinzip der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) weiter entwickelt und stellt dies auf der Messe vor. „Wir sind in der Lage, die Offshore-Windparks mit schlüsselfertigen Umspannanlagen ebenfalls draußen im Meer auszustatten – entweder für einen Stromtransport als Wechsel- oder Drehstrom oder eben nach der HGÜ-Technik“, erläuterte Grid-Vorstand Dr. Wolfgang Voss.

Bei diversen Offshore-Projekten in Nord- und Ostsee liefert Alstom die entsprechenden Anlagen. HGÜ, die derzeit bei einem Projekt in Schweden realisiert wird, sei eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösung, da sie bestehende Stromtrassen benutzen könne. Der höhere Aufwand für die Technologie rechne sich allemal, da die Energieverluste bei der Übertragung insbesondere bei langen Strecken um 30 Prozent unter den herkömmlichen Transport-Methoden liege.

Auch für ein weiteres technisches Problem der Energiewende präsentiert Alstom in Hannover eine Lösung. Dr. Voss beschrieb: „Aufgrund der zunehmenden Einspeisung von Energie aus erneuerbaren und dezentralen Energiequellen in Regionen mit geringem Energiebedarf stehen die Betreiber der Übertragungsnetze vor einigen Herausforderungen: Sie müssen Blindleistung in die Netze einspeisen, um die Spannung zu stabilisieren.“ Dafür habe der Konzern besondere Blindleistungs-Kompensationsanlagen entwickelt. Für drei Anlagen im deutschen Energieübertragungsnetz erhielt Alstom im vergangenen Jahr die Aufträge.

Der Bereich Transport kann auf der Messe eine stolze Bilanz vorlegen. „Bundesweit reist jeder vierte Fahrgast im Schienennahverkehr in Zügen von Alstom“, berichtete Transport-Sparten-Vorstand Dr. Martin Lange. „In den Ballungszentren Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Stuttgart und München fahren mit S- und U-Bahnen jedes Jahr Millionen von Fahrgästen mit unseren Zügen.“ Besonders erfolgreich sei auch der mehr für den ländlichen Raum konzipierte Dieseltriebzug Coradia Lint: In diesem Segment fahren laut Dr. Lange bereits vier von fünf Bahnkunden mit Alstom-Technologie.

Kurz vor Jahresschluss 2012 bestellte die Hessische Landesbahn sieben Coradia Lint-Züge und beauftragte den Bahn-Spezialisten des Konzerns mit der Modernisierung ihrer bestehenden Flotte. Außerdem erhielt das Werk Salzgitter den Auftrag, für den Zweckverband Großraum Braunschweig 20 Elektrotriebzüge zu bauen, einschließlich einer Kaufoption auf weitere 13 Züge. Bemerkenswert an diesem Auftrag: Zusätzlich bestellte der Zweckverband bei Alstom die Wartung der Züge für 20 Jahre. Es handelt sich hierbei um den größten Auftrag der Geschichte für den Bereich ’Service für Personenzüge’ von Alstom in Deutschland.

PM: Alstom – Waldemar Oldenburger

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