Französische Energieregulierungsbehörde schreibt 200 Windenergieanlagen vor der Küste Frankreichs aus

(WK-intern) – Am 8. Januar 2013, einen Tag nach der Bekanntgabe eines Maßnahmenpakets zur Förderung der Photovoltaik-Branche, gab die Ministerin für Ökologie, nachhaltige Entwicklung und Energie, Frau Delphine Batho, bekannt, dass sie die französische Energieregulierungsbehörde (CRE) mit der Durchführung einer neuen Ausschreibung zum Thema Offshore-Windenergie beauftragt habe.

Diese zweite Ausschreibung zielt auf den Bau von zwei Offshore-Windparks mit einer installierten Gesamtleistung von 1.000 Megawatt vor der Küste von Le Tréport (im Departement Seine-Maritime) und vor den Inseln Yeu und Noirmoutier (im Departement Vendée) ab.

Sie ergänzt damit die erste Ausschreibung (Juli 2011), bei der es um den Bau von vier Offshore-Windparks mit einer Leistung von bis zu 2.000 Megawatt entlang der französischen Küste ging, die zwischen 2016 und 2020 in Betrieb gehen sollen.

Die zwei ausgewählten Gebiete:

Tréport – 110 km2 – Leistung: 480-500 MW
Inseln Yeu und Noirmoutier – 79 km2 – Leistung: 480-500 MW

Der Zeitplan:

► Januar 2013 – Befassung der CRE mit dem Pflichtenheft
► März 2013 – Veröffentlichung der Ausschreibung im Amtsblatt der EU
► März bis September 2013 – Verfassen von Anträgen seitens der Antragsteller
► September 2013 bis Januar 2014 – Analyse der Anträge durch die CRE
► Januar 2014 – Bekanntgabe der Gewinner
► 2021-2023 – Bau und progressive Inbetriebnahme

Nach der Bekanntgabe der Preisträger und vor der Inbetriebnahme von Offshore-Windenergieanlagen sind mehrere Schritte erforderlich: detaillierte Machbarkeitsstudien, Umweltverträglichkeitsstudien, Genehmigung für die Seegebietsnutzung, Bau und Ausrüstung.

Nach Angaben des Ministeriums für Ökologie werden für diese zweite Ausschreibung Investitionen in Höhe von rund 3,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Durch sie sollen auch die dank der Entwicklung dieses Zukunftssektors erwarteten 10.000 direkten Arbeitsplätze in der Industrie gesichert werden. Die jährlichen Investitionskosten für die Endverbraucher werden auf rund 500 Mio. Euro geschätzt.

Frankreich verfügt heute über den zweitgrößten Windpark in Europa (hinter den britischen Inseln), insbesondere durch seine Onshore-Windkraftanlagen. Die Gesamtleistung liegt gegenwärtig bei etwa 7.000 MW, produziert von 4.500 Windanlagen. 2011 konnte Frankreich jedoch nur 2,5 % des gesamten Energieverbrauchs durch Windkraft abdecken. Sein Anteil am französischen Energiemix soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, um den von Frankreich angestrebten Anteil der Kernenergie von aktuell 75 % bis 2025 auf 50 % zu senken.

Quelle: Pressemitteilung von enerzine – 09.01.2013 – http://www.enerzine.com/…..

PM: Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

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