Das eigene Windrad im Garten

Kleinwindanlage Wespe / Foto: HB
Kleinwindanlage Wespe / Foto: HB

(WK-intern) – Wer aus privaten oder beruflichen Gründen auf der Suche nach einem neuen Zuhause ist, der sollte sich überlegen, ob er nicht ein wenig größer plant: für die Energiequelle im eigenen Garten.

Windkraft selbst produziert

Die Suche nach den neuen vier Wänden ist natürlich immer mit etwas Aufwand verbunden. Viele Internetportale stellen schon eine große Auswahl an schönen Wohnungen und Häusern zusammen, sodass man direkt einen passenden Überblick für die bevorzugte Stadt hat, meist auch schon inklusive der Bilder. So kann man perfekt nach seinen Suchkriterien filtern. Für die derzeitig Suchenden möchten wir einen kleinen Tipp aussprechen: Achten Sie darauf, ob ein kleiner Garten mit zum Grundstück gehört. Darin könnte bald ein eigenes kleines Windrad aufgestellt werden, das vielleicht einen Teil des persönlichen Energiebedarfs deckt. Dazu einige Fakten:

  • Standort: Wichtig für die Nutzung einer eigenen kleinen Windkraftanlage ist selbstverständlich ihr Standort. Besonders dafür geeignet sind Regionen an Nord- und Ostseeküste. Doch auch der Platz im Garten selbst sollte gut gewählt werden und sich nach der Windrichtung ausrichten. Hierfür sollten die Wetterkarten des Deutschen Wetterdienstes zurate gezogen werden. Auch sollten keine weiteren hohen Hindernisse in unmittelbarer Nähe sein.
  • Das Windrad: Mittlerweile gibt es ganz verschiedene Hersteller, die sich um den perfekten Bau des hauseigenen Windrades bemühen. Die Größen sind da genauso variabel. Es gibt sowohl kleinere Windräder, die auf dem Hausdach in einer Höhe von circa 2-3m angebracht werden können, als auch größere Windräder mit 30m Höhe für ländlichere Wohngegenden.
  • Baugenehmigung: Der Bau eines Windrades muss vom Bauamt genehmigt werden. Hier gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Richtlinien. Hierbei sollte auch an die Sicherung hinsichtlich Sturm und Lärmbelästigung gedacht werden.
  • Leistung: Die Leistung der eigenen Windkraft liegt bei 0,2 bis 30 Kilowatt – je nachdem wie groß die Anlage ist und wie hoch die Windgeschwindigkeit ist.
  • Ertrag: Der Ertrag der Energie ist derzeit leider nur sehr gering. Eine Kilowattstunde wird lediglich mit 9,2 Cent bezahlt. Im Vergleich dazu wird die Kilowattstunde durch Solarenergie mit 40 Cent vergütet. Leider gibt es hier auch noch keine Subventionen. ***

Lohnt sich die eigene Windkraftanlage?

Aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage und dem genannten Ertrag kann nicht allgemein gesagt werden, ob sich ein Bau der eigenen Windkraftanlage lohnt. Dies ist abhängig vom individuellen Verbrauch und dem letztendlichen Modell, welches im Garten seinen Platz findet. Auch die Intensität des Windes ist hierbei einer der wichtigsten Faktoren. Um die individuell besten Möglichkeiten ausschöpfen zu kommen, sollte unbedingt ein Fachhersteller kontaktiert werden. Es ist auf jeden Fall nicht falsch, rechtzeitig in zukünftige Ideen zu investieren und damit zum Vorreiter zu werden. Vielleicht wird der nächste Umzug auch erst in 5 Jahren anvisiert. Bis dahin können die Erträge sehr viel rentabler geworden sein.

*** Nachtrag:
Der Tarif für PV-Anlagen ist in den letzten Jahren deutlich gesunken. Bei Inbetriebnahme einer kleinen Dachanlage im Feb. 2013 liegt diese im Maximum bei 16,64 Cent / kWh. Größere Dachanlagen und Freiflächenanlagen erhalten weniger. http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik/wirtschaftlichkeit/einspeiseverguetung

PM:WV

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